Cymric

Steckbrief
Katzenversicherungen im Überblick (Anzeige)
Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.
*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.
Einleitung
Die Cymric ist die langhaarige Schwester der Manx und fällt vor allem durch ihren runden, kräftigen Körper, die langen Hinterbeine und häufig durch das Fehlen eines normalen Schwanzes auf. Ihr dichtes, seidiges Fell gibt ihr ein besonders weiches Erscheinungsbild. Charakterlich gilt sie als ruhig, liebevoll und familienbezogen, gleichzeitig aber auch als überraschend sprungkräftig und verspielt.
Cymric Katze: Herkunft von der Isle of Man
Die Geschichte der Rasse ist untrennbar mit der Manx verbunden. Beide stammen aus derselben alten Katzenpopulation der Isle of Man. Auf der kleinen Insel verbreitete sich eine natürliche Mutation, durch die Katzen mit verkürztem oder vollständig fehlendem Schwanz geboren wurden. Durch die geografische Isolation wurde dieses Merkmal in der lokalen Population vergleichsweise häufig.
TICA beschreibt Manx und Cymric als eine gemeinsame Rassegruppe. Der wesentliche Unterschied ist die Felllänge: Kurzhaarige Tiere werden als Manx bezeichnet, langhaarige als Cymric. Langhaarige schwanzlose Katzen existierten bereits früh auf der Insel, erhielten aber erst deutlich später eine eigenständige Bezeichnung im internationalen Katzenwesen. TICA erkannte beide Varianten 1979 für Championship-Ausstellungen an.
Rumpy, Riser, Stumpy und Longie: nicht jede Cymric ist schwanzlos
Ein wichtiger Punkt wird oft übersehen: Nicht jedes Tier wird vollständig ohne Schwanz geboren. FIFe unterscheidet mehrere Schwanzvarianten. „Rumpy“ bezeichnet vollständig schwanzlose Katzen. „Rumpy Riser“ besitzt nur einen sehr kleinen knöchernen oder knorpeligen Ansatz. „Stumpy“ trägt einen kurzen Schwanz, während „Longie“ einen deutlich längeren Schwanz besitzt.
Für verantwortungsvolle Zuchtprogramme sind auch Tiere mit längerem Schwanz wichtig. FIFe betont ausdrücklich die Bedeutung der Longie-Variante für die Zucht. Das Ziel darf deshalb nicht darin bestehen, immer extremere Schwanzlosigkeit zu erzeugen, sondern Gesundheit, genetische Vielfalt und einen funktionellen Körperbau zu erhalten.
Aussehen: rund, kompakt und kräftig
Der Körper ist mittelgroß, kurz und kräftig. TICA beschreibt die Rasse als rund und schwer gebaut, mit tiefer Flanke, gewölbtem Rücken und sehr muskulöser Hinterhand. Die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, wodurch die Kruppe deutlich erhöht erscheint. Diese Anatomie erklärt auch die enorme Sprungkraft.
Erwachsene Kater wiegen laut TICA im Durchschnitt etwa 10 bis 12 Pfund, also rund 4,5 bis 5,4 Kilogramm. Weibliche Tiere liegen etwa bei 8 bis 10 Pfund, ungefähr 3,6 bis 4,5 Kilogramm. Die Rasse reift langsam und kann bis zu fünf Jahre benötigen, um ihren vollständigen Körperbau zu entwickeln.
Cymric Charakter: ruhig, loyal und verspielt
TICA beschreibt diese Katzen als ausgeglichen, freundlich und menschenbezogen. Viele Tiere bauen eine besonders enge Bindung zu einer Person auf, können aber genauso liebevoll gegenüber der ganzen Familie sein. Die Stimme ist häufig leise; manche Tiere kommunizieren mit einem charakteristischen Trillern.
Trotz ihrer ruhigen Grundstimmung sind sie keineswegs bewegungsarm. Die kräftigen Hinterbeine ermöglichen hohe Sprünge, und viele Tiere apportieren Spielzeug oder lernen schnell, Türen und Schränke zu öffnen. Damit verbindet die Rasse Gelassenheit mit einer intelligenten, überraschend aktiven Seite.
Offizielle Rasseinformationen findest du bei TICA zur Cymric, bei FIFe sowie im CFA-Rasseprofil zur Manx-Gruppe.
Pflege und Haltung
Die Cymric Haltung passt gut zu Menschen, die eine ruhige, familienbezogene Katze möchten, aber trotzdem tägliche Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten können. Die Rasse ist anpassungsfähig und kann sehr gut in einer Wohnung leben, wenn sichere erhöhte Plätze, Kratzmöglichkeiten und soziale Nähe vorhanden sind.
Cymric als Wohnungskatze
Ein stabiler Kratzbaum ist besonders sinnvoll, weil die kräftige Hinterhand hohe Sprünge ermöglicht. Fensterplätze, Wandbretter und erhöhte Liegeflächen werden häufig gern genutzt. Die Wohnung muss nicht riesig sein, sollte aber mehrere nutzbare Ebenen bieten.
TICA weist außerdem auf Gefahren durch Waschmaschinen, Trockner und bewegliche Möbel hin. Neugierige Katzen können sich unbemerkt in Geräten oder Mechanismen verstecken. Vor dem Einschalten oder Verstellen sollte deshalb immer kontrolliert werden, wo sich die Katze befindet.
Schwanzbereich besonders vorsichtig behandeln
Bei schwanzlosen oder kurzschwänzigen Tieren liegen empfindliche Nervenenden im hinteren Rückenbereich näher an der Oberfläche. TICA empfiehlt ausdrücklich, den Bereich am Schwanzansatz beziehungsweise dort, wo der Schwanz fehlen würde, nicht grob zu drücken oder zu ziehen.
Beim Hochheben sollte die Hinterhand immer gut unterstützt werden. Dadurch wird unnötiger Zug auf Wirbelsäule und Becken vermieden. Auch Kinder sollten lernen, niemals an einem kurzen Schwanzrest zu ziehen oder auf den empfindlichen Bereich zu drücken.
Beschäftigung: Springen, Apportieren und Denkspiele
Viele Tiere mögen Angelspiele, kleine Bälle und Futterpuzzles. TICA beschreibt sie als intelligent und erwähnt, dass sie häufig apportieren und lernen können, Türklinken zu betätigen. Kurze Trainingseinheiten mit positiver Verstärkung sind deshalb eine gute Ergänzung.
Die Rasse braucht keine dauerhafte Hochleistungsauslastung. Zwei oder drei abwechslungsreiche Spielphasen pro Tag reichen bei vielen erwachsenen Tieren aus. Wichtig ist, dass Bewegung und geistige Beschäftigung regelmäßig stattfinden.
Zweitkatze, Kinder und Hunde
Die freundliche Art macht die Rasse häufig zu einer guten Familienkatze. TICA beschreibt sie als kompatibel mit Kindern und anderen Haustieren, sofern die Zusammenführung kontrolliert erfolgt. Ein ähnlich ruhiger, sozialer Katzenpartner kann besonders bei längeren täglichen Abwesenheiten sinnvoll sein.
Mehrere Katzenklos, getrennte Futterstellen und verschiedene Rückzugsorte helfen, Konflikte zu vermeiden. Auch eine gutmütige Katze sollte jederzeit die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.
Wenn du eine deutlich leichtere, extrem aktive und lockige Rasse vergleichen möchtest, findest du im Cornish-Rex-Rasseportrait einen starken Kontrast. Weitere Rassen findest du in der PAWMIO Katzenrassen-Übersicht.

Gesundheit & typische Krankheiten
Die Cymric Gesundheit verlangt besondere Aufmerksamkeit, weil das Gen für die typische Schwanzverkürzung nicht nur das äußere Erscheinungsbild beeinflussen kann. Verantwortungsvolle Zucht ist deshalb bei dieser Rasse besonders wichtig. TICA beschreibt die Rasse insgesamt als gesund, weist aber darauf hin, dass die Schwanzlosigkeit bei einzelnen Kitten mit gesundheitlichen Problemen verbunden sein kann.
Cymric Krankheiten: Manx-Syndrom und Wirbelsäulenfehlbildungen
Unter dem Begriff „Manx-Syndrom“ werden verschiedene Probleme zusammengefasst, die durch Fehlbildungen der Wirbelsäule und der Nerven im hinteren Körperbereich entstehen können. CFA nennt unter anderem Störungen der Hinterbeinfunktion sowie Probleme mit Harnblase und Dickdarm.
Das MSD Veterinary Manual beschreibt bei Manx-Katzen Spina bifida und sacrocaudale Dysgenesie. Dabei können sich Wirbel, Rückenmark und Nerven im Bereich von Kreuzbein und Schwanz nicht normal entwickeln. Da die Cymric dieselbe genetische Grundlage wie die Manx besitzt, gilt dieses Thema auch für die langhaarige Variante.
Mögliche Symptome
Betroffene Kitten können Schwäche oder Koordinationsprobleme der Hinterbeine zeigen. Auch Schwierigkeiten bei der Kontrolle von Urin oder Kot sind möglich. Manche Tiere leiden unter Verstopfung oder anderen Darmproblemen. Schwere neurologische Fehlbildungen können die Lebensqualität stark einschränken.
Eine veterinärmedizinische Übersicht findest du im MSD Veterinary Manual zu angeborenen Nervensystem-Erkrankungen bei Katzen.
Warum verantwortungsvolle Züchter Kitten länger beobachten
CFA weist darauf hin, dass typische Probleme des Manx-Syndroms häufig bereits sichtbar werden, bevor ein Kitten etwa vier Monate alt ist. Deshalb warten verantwortungsvolle Züchter häufig länger mit der endgültigen Abgabe, damit Gangbild, Blasen- und Darmfunktion sowie allgemeine Entwicklung zuverlässig beurteilt werden können.
TICA betont ebenfalls, dass verantwortungsvolle Züchter entsprechende Probleme normalerweise im Kittenalter erkennen und betroffene Tiere nicht einfach unbemerkt platzieren sollten. Ein sehr früher Abgabetermin ist bei dieser Rasse deshalb besonders kritisch zu hinterfragen.
Warum Tiere mit Schwanz für die Zucht wichtig sind
Eine vollständige Schwanzlosigkeit ist kein Gesundheitsziel an sich. CFA beschreibt die regelmäßige Verwendung von teilweise oder vollständig geschwänzten Tieren als wichtigen Bestandteil gesunder Zuchtprogramme. FIFe hebt ebenfalls die Bedeutung der Longie-Variante hervor.
Das reduziert den Druck, ausschließlich extrem schwanzlose Tiere miteinander zu verpaaren, und unterstützt einen breiteren Genpool. Interessenten sollten Züchter deshalb nicht danach bewerten, ob jedes Kitten vollkommen schwanzlos ist.
Allgemeine Vorsorge
Auch unabhängig von der Wirbelsäule gehören Zahnpflege, Gewichtskontrolle, Impfungen nach individuellem Risiko und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen zur Grundversorgung. Im Erwachsenenalter sollte besonders auf Beweglichkeit, Gangbild, Toilettenverhalten und mögliche Schmerzen im hinteren Rückenbereich geachtet werden.
Veränderungen beim Springen, wiederkehrende Verstopfung, Harninkontinenz, Schwäche der Hinterbeine oder Schmerzen beim Berühren des hinteren Rückens sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.
👆 Gib deine PLZ oder Stadt ein – dann zeigen wir dir die nächsten Tierärzte.
Ernährung
Für die Cymric Ernährung ist keine spezielle Rassediät erforderlich. Entscheidend ist ein vollständiges Alleinfuttermittel, das zu Alter, Aktivität, Gewicht und Gesundheitszustand passt. Der kurze, kompakte Körper kann kräftiger wirken, als das tatsächliche Körpergewicht vermuten lässt.
Cymric Katzenfutter: kräftig ist nicht gleich übergewichtig
TICA weist darauf hin, dass der kompakte Körperbau leicht den Eindruck von Übergewicht vermitteln kann. Tatsächlich sollte ein gesundes Tier kräftig und muskulös sein, aber nicht verfettet. Die Rippen sollten noch tastbar bleiben und das Gewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Kastrierte Tiere können leichter zunehmen. Die Futtermenge sollte deshalb nicht ausschließlich nach Packungsangaben gewählt werden, sondern an die tatsächliche Körperkondition angepasst werden.
Nassfutter, Trockenfutter und Wasser
Nassfutter trägt durch seinen hohen Wasseranteil zur Flüssigkeitsaufnahme bei. Trockenfutter kann ergänzend verwendet werden, sollte aber genau portioniert werden. Mehrere kleinere Mahlzeiten passen häufig gut zum natürlichen Fressverhalten.
Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Mehrere Trinkstellen oder ein Trinkbrunnen können manche Katzen zusätzlich zum Trinken motivieren. Wasser- und Futternäpfe sollten regelmäßig gereinigt werden.
Verdauung aufmerksam beobachten
Da schwere Wirbelsäulenfehlbildungen in seltenen Fällen auch die Darmfunktion beeinflussen können, verdient das Toilettenverhalten bei dieser Rasse besondere Aufmerksamkeit. Wiederkehrende starke Verstopfung, Schmerzen beim Kotabsatz oder unkontrollierter Kotverlust sind keine normalen Rasseeigenschaften und müssen tierärztlich abgeklärt werden.
Futterspiele für Bewegung nutzen
Die intelligente Rasse eignet sich gut für Futterpuzzles und Suchspiele. Ein Teil der Tagesration kann darüber angeboten werden. Damit werden Bewegung und geistige Beschäftigung verbunden, ohne zusätzliche Kalorien durch viele Leckerchen aufzubauen.
Selbstgekochte oder rohe Rationen sollten nur mit fachlich berechneter Nährstoffversorgung gefüttert werden. Reines Fleisch deckt den Bedarf an Taurin, Calcium, Vitaminen und Spurenelementen nicht vollständig ab.
Verhalten & Training
Der Cymric Charakter ist meist ruhig, ausgeglichen und sehr familienbezogen. Viele Tiere sind weniger hektisch als hochaktive Rassen, bleiben aber neugierig und spielbereit. Ihre starke Bindung an Menschen zeigt sich häufig darin, dass sie ihren Bezugspersonen durch die Wohnung folgen oder in deren Nähe ruhen.
Cymric Verhalten im Alltag
TICA beschreibt die Rasse als liebevoll und vertrauenswürdig. Manche Tiere konzentrieren ihre Zuneigung besonders auf die Person, die sie regelmäßig füttert, andere verteilen ihre Aufmerksamkeit auf die ganze Familie. Auch gegenüber Kindern können sie sehr geduldig sein.
Die Stimme ist häufig weich und zurückhaltend. Trillern und kurze Gesprächslaute kommen öfter vor als dauerhaft lautes Miauen. Dadurch eignet sich die Rasse gut für Menschen, die eine kommunikative, aber nicht extrem laute Katze möchten.
Training und Lernfähigkeit
Apportieren, Targettraining und einfache Tricks können gut funktionieren. Durch ihre Intelligenz lernen viele Tiere schnell, wie Türen, Schubladen oder Futterspielzeuge funktionieren. Positive Verstärkung ist deutlich sinnvoller als Strafen.
Transportbox früh positiv aufbauen
Eine Transportbox sollte offen und zugänglich in der Wohnung stehen können. Decke, Leckerchen oder ein vertrauter Geruch helfen, sie als normalen Ruheplatz zu etablieren. Bei einer Rasse, bei der Rücken und Hinterhand im Krankheitsfall besonders sorgfältig untersucht werden müssen, ist stressarmes Transporttraining besonders hilfreich.
Springen trotz kompakter Körperform
Die langen Hinterbeine ermöglichen erstaunlich hohe Sprünge. Ein rund wirkender Körper bedeutet deshalb nicht, dass die Katze unbeweglich ist. Sichere, stabile Klettermöglichkeiten helfen, dieses natürliche Verhalten kontrolliert auszuleben.
Ruhephasen und feste Routinen
Viele erwachsene Tiere genießen längere Ruhezeiten. Feste Fütterungs- und Spielzeiten schaffen Orientierung. Eine gute Haltung verbindet kurze aktive Phasen mit ungestörtem Schlaf und regelmäßiger sozialer Nähe.
Plötzliche Verhaltensänderungen wie Rückzug, Unsauberkeit, Schmerzreaktionen oder deutliche Bewegungsunlust sollten nicht als Charakterproblem abgetan werden. Gerade bei dieser Rasse kann Verhalten wichtige Hinweise auf körperliche Beschwerden geben.

Fell- und Körperpflege
Das Cymric Fell ist mittellang, dicht und weich. TICA beschreibt es als seidig und plüschig, mit ausgeprägter Hose an den Hinterbeinen und häufig einer Halskrause. Die doppelte Fellstruktur schützt gut, verlangt aber regelmäßiges Kämmen.
Cymric Fellpflege: mindestens einmal pro Woche
TICA und CFA empfehlen regelmäßiges Kämmen. Bei vielen Tieren reicht außerhalb des Fellwechsels ungefähr einmal pro Woche. Während der stärkeren saisonalen Haarung kann deutlich häufigere Pflege notwendig sein.
Ein grobzinkiger Metallkamm eignet sich gut. Besonders unter den Vorderbeinen, an den Seiten des Gesichts, am Bauch und an der Hinterhand können sich kleine Knoten bilden. Frühes Lösen verhindert größere Verfilzungen.
Fellpflege ohne Druck auf den hinteren Rücken
Beim Kämmen sollte im Bereich der Kruppe und eines möglichen kurzen Schwanzrests besonders vorsichtig gearbeitet werden. Der Bereich kann empfindlicher sein, weil Nervenenden weniger geschützt liegen. Die Katze sollte nicht fest am Schwanzstummel gehalten werden.
Baden meist nicht notwendig
Gesunde Familienkatzen benötigen normalerweise keine regelmäßigen Bäder. Bei starker Verschmutzung kann ein mildes Katzenshampoo verwendet werden. Wichtig ist gründliches Trocknen, weil das dichte Fell viel Feuchtigkeit speichern kann.
Krallen, Ohren und Zähne
Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Stabile Kratzmöglichkeiten unterstützen die natürliche Pflege. Ohren benötigen meist nur eine Sichtkontrolle. Zahnpflege mit spezieller Katzenzahnpasta kann helfen, Zahnprobleme langfristig zu reduzieren.
Hinweise für Katzenhalter
Wer eine Cymric kaufen möchte, sollte Gesundheit und Zuchtstrategie deutlich höher bewerten als eine möglichst vollständige Schwanzlosigkeit. Bei dieser Rasse ist es besonders wichtig, dass der Züchter offen über Schwanzvarianten, Gesundheitskontrollen und die Entwicklung seiner Kitten spricht.
Cymric Züchter: Abgabealter und Entwicklung hinterfragen
CFA weist darauf hin, dass Probleme des Manx-Syndroms häufig vor dem Alter von etwa vier Monaten sichtbar werden. Ein Züchter, der Kitten sehr früh abgeben möchte und keine nachvollziehbare Beurteilung von Gangbild, Blasen- und Darmfunktion vorlegen kann, sollte kritisch hinterfragt werden.
Seriöse Züchter beobachten die Entwicklung sorgfältig und erklären, welche Schwanzvariante ein Kitten besitzt. Auch Tiere mit Stumpy- oder Longie-Schwanz sind echte Vertreter derselben Rassegruppe und können für gesunde Zuchtprogramme besonders wertvoll sein.
Keine extreme Schwanzlosigkeit als Kaufkriterium
Ein vollkommen schwanzloses Aussehen kann spektakulär wirken, ist aber kein automatisches Qualitätsmerkmal. Gesundheit, Beweglichkeit, normale Ausscheidungsfunktion und ein stabiles Temperament sind langfristig viel wichtiger. Käufer sollten deshalb keine Zucht unterstützen, die ausschließlich auf extreme Optik selektiert.
Langhaarige Schwester der Manx
Die Cymric ist keine „andere Wildform“ oder Mischung, sondern im Wesentlichen die langhaarige Variante der Manx-Rassegruppe. Beide können miteinander verpaart werden; die Kitten werden je nach Felllänge registriert. Das erklärt, warum Gesundheitsempfehlungen für Manx und Cymric weitgehend gemeinsam gelten.
Kosten und langfristige Planung
Neben dem Kaufpreis entstehen Kosten für Futter, Katzenstreu, stabile Kratzmöbel, Fellpflege, Transportbox und Tierarztvorsorge. Bei gesundheitlichen Problemen im Bereich Wirbelsäule, Verdauung oder Harnwege können zusätzliche Diagnostik und Behandlung notwendig werden.
Mit einer von TICA genannten Lebenserwartung von 16 Jahren oder mehr ist die Anschaffung eine langfristige Entscheidung. Urlaubsbetreuung, Umzüge, Seniorenversorgung und mögliche medizinische Kosten sollten deshalb von Anfang an mitgedacht werden.
Passt die Rasse zu meinem Alltag?
Sie passt gut zu Menschen, die eine ruhige, liebevolle und intelligente Katze suchen. Familien, Einzelpersonen und Haushalte mit anderen freundlichen Haustieren können gut geeignet sein. Wichtig sind Respekt im Umgang mit dem empfindlichen hinteren Körperbereich und regelmäßige Beschäftigung.
Weniger geeignet ist ein Haushalt, in dem Kinder oder Erwachsene die Katze häufig am Schwanzbereich anfassen, grob hochheben oder ihre Körpersprache ignorieren. Eine ruhige und vorsichtige Umgebung unterstützt ihr Wohlbefinden.
Gesundheitsbeobachtung auch nach dem Kittenalter
Auch wenn ein Jungtier gesund abgegeben wurde, sollte der Halter Beweglichkeit, Toilettenverhalten und Schmerzreaktionen weiterhin beobachten. Eine Veränderung im Gang, Probleme beim Kotabsatz oder neue Inkontinenz sind Gründe für eine tierärztliche Untersuchung und keine typischen Eigenheiten, die man hinnehmen sollte.
Häufige Fragen
Weitere Ratgeber für Katzenhalter
Hundesteuer Nürnberg: Erster Hund kostet künftig 144 Euro
Die Hundesteuer in Nürnberg steigt. Der Stadtrat hat eine Änderung [...]
Katzen-OP Kosten: Was eine Operation wirklich kostet und wie du sparst
Katzen-OP Kosten können schnell mehrere hundert bis über tausend Euro [...]
Lohnt sich eine Hundeversicherung? 5 ehrliche Fakten
Lohnt sich eine Hundeversicherung? Haftpflicht, OP- oder Krankenversicherung: 5 ehrliche Fakten mit echten Zahlen zu Tierarztkosten, Beiträgen und Rücklage.



