Notfall & Erste Hilfe für Hund und Katze
Was ist passiert? Wähle Hund oder Katze und suche nach einem Anzeichen oder Notfall. Öffne die passende Karte für Warnzeichen, Erste-Hilfe-Schritte und Hinweise, was du vermeiden solltest.
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Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Akuter Durchfall beim Hund
Kurzer, einmaliger Durchfall ohne weitere Beschwerden ist meist harmlos. Gefährlich wird es bei wässrigem oder blutigem Durchfall über einen längeren Zeitraum, zusätzlichem Erbrechen oder einem schlechten Allgemeinzustand – besonders bei Welpen und kleinen Hunden, die schnell viel Flüssigkeit verlieren. Dann solltest du nicht abwarten.
Orange – heute tierärztlich abklären: Bei blutigem Durchfall, zusätzlichem Erbrechen, deutlicher Mattigkeit oder wenn dein Hund sehr jung, sehr alt oder sehr klein ist, kontaktiere noch heute deine Tierarztpraxis. Bei Kollaps, starkem Blutverlust oder Vergiftungsverdacht gilt Rot – sofort in die Klinik.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Stelle sicher, dass dein Hund jederzeit frisches Wasser hat, und ermuntere ihn zum Trinken – Flüssigkeitsverlust ist die Hauptgefahr.
- Setze das Futter für eine kurze Zeit aus und biete danach kleine Portionen leicht verdaulicher Schonkost an.
- Sichere eine frische Kotprobe – sie hilft der Tierärztin oder dem Tierarzt bei der Diagnose.
- Beobachte Allgemeinzustand, Häufigkeit und ob Blut oder Schleim im Kot sind; notiere deine Beobachtungen.
- Rufe bei Verschlechterung, Blut oder anhaltendem Durchfall deine Tierarztpraxis an.
Das solltest du nicht tun
- Gib keine Medikamente aus der Humanmedizin oder Kohletabletten ohne tierärztliche Rücksprache.
- Entziehe deinem Hund niemals das Wasser – auch nicht bei Durchfall.
- Füttere keine fettreichen Reste oder Leckerlis während der akuten Phase.
- Warte bei Welpen nicht ab – sie trocknen innerhalb weniger Stunden aus.
Warnzeichen
- Blutiger oder schwarzer, teerartiger Kot
- Gleichzeitiges Erbrechen und Durchfall
- Deutliche Mattigkeit, Fieber oder Schmerzen
- Durchfall dauert länger als 24 Stunden an
- Welpe, sehr kleiner, alter oder kranker Hund
- Verdacht auf Gift, Fremdkörper oder Giftköder
Quellen
Vetprotect24: Durchfall beim Hund – was hilft? (Abruf: 29.09.2026)
Tierklinik St. Pölten: Durchfall bei Hund und Katze (Abruf: 29.09.2026)
Das Gesunde Tier: Durchfall beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Akutes Erbrechen beim Hund
Gelegentliches einmaliges Erbrechen ist beim Hund häufig und nicht immer ein Notfall. Wiederholtes Erbrechen, Blut im Erbrochenen oder ein schlechter Allgemeinzustand sind dagegen Warnsignale – hier zählt jede Stunde, besonders bei Welpen und kleinen Hunden, die schnell austrocknen. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel anrufen.
Orange – heute tierärztlich abklären: Bei wiederholtem Erbrechen, Blut, aufgeblähtem Bauch oder wenn dein Hund zusätzlich krank wirkt, kontaktiere noch heute deine Tierarztpraxis. Bei erfolglosem Würgen mit prallem Bauch, Atemnot oder Kollaps gilt sofort Rot – dann zählt jede Minute in der Tierklinik.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Nimm deinem Hund für einige Stunden das Futter weg, biete aber frisches Wasser in kleinen Portionen an.
- Beobachte ihn genau: Wie oft erbricht er? Ist Blut, Schaum oder ein Fremdkörper dabei? Notiere deine Beobachtungen.
- Prüfe die Alarmsignale: aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Blut, Apathie oder Schmerzen – dann sofort in die Klinik.
- Rufe bei anhaltendem oder wiederholtem Erbrechen deine Tierarztpraxis an und schildere Häufigkeit und Aussehen.
- Biete nach tierärztlicher Rücksprache und Beschwerdefreiheit zunächst kleine Portionen Schonkost an.
Das solltest du nicht tun
- Gib keine menschlichen Medikamente oder Hausmittel ohne tierärztliche Anweisung.
- Lass das Futter nicht dauerhaft weg – bei Welpen, sehr kleinen oder alten Hunden droht schnell Austrocknung; hier nicht abwarten.
- Ignoriere Blut im Erbrochenen oder schwarzes, kaffeesatzartiges Erbrechen nicht.
- Stoppst du erfolgloses Würgen mit aufgeblähtem Bauch nicht sofort in der Klinik, kann eine Magendrehung übersehen werden.
Warnzeichen
- Blut oder kaffeesatzartige dunkle Anteile im Erbrochenen
- Erfolgloses Würgen mit prall aufgeblähtem Bauch
- Wiederholtes Erbrechen über mehrere Stunden
- Starker Speichelfluss, Apathie oder Schmerzverhalten
- Wasserverweigerung oder sichtbare Austrocknung
- Bekannter Verdacht auf Gift, Fremdkörper oder Medikamente
Quellen
Vetprotect24: Hund erbricht – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Das Gesunde Tier: Erbrechen beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
petolo: Erbrechen beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Atemnot bei der Katze
Atemnot ist bei der Katze immer ein Notfall. Gesunde Katzen atmen in Ruhe ruhig mit geschlossenem Maul – normal sind etwa 10 bis 30 Atemzüge pro Minute. Hecheln oder Maulatmung deuten auf ein medizinisches Problem hin; nur kurzes Hecheln nach sehr wildem Spiel oder großer Hitze kann vorkommen und muss sich innerhalb weniger Minuten legen. Halte deine Katze ruhig und fahre sofort in die nächste Tierklinik.
Rot – sofort in die Tierklinik: Blaue oder blasse Schleimhäute zeigen, dass zu wenig Sauerstoff im Körper ankommt. Katzen zeigen Krankheitszeichen oft erst sehr spät – wenn sie sichtbar nach Luft ringen, ist die Lage meist schon ernst. Rufe unterwegs in der Klinik an, damit das Team sich vorbereiten kann.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Halte deine Katze absolut ruhig – jede Anstrengung und jeder Stress erhöht den Sauerstoffbedarf. Fasse sie so wenig wie möglich an.
- Rufe sofort die Tierklinik an, beschreibe die Atmung und kündige dein Kommen an.
- Setze deine Katze in einen gut belüfteten Transportkorb. Lass den Deckel nach Möglichkeit offen und decke den Korb nicht vollständig ab.
- Sorge für frische Luft: Im Auto die Klimaanlage einschalten, die kalte Luft aber nicht direkt auf die Katze richten.
- Zähle unterwegs (als Beifahrer) die Atemzüge: Atemzüge in 30 Sekunden × 2 ergibt die Atemzüge pro Minute. Achte auf die Farbe von Zunge und Zahnfleisch und gib die Werte in der Klinik an.
Das solltest du nicht tun
- Halte deine Katze nicht fest und zwinge sie nicht in eine bestimmte Position – sie wählt selbst die Haltung, in der sie am besten atmet.
- Flöße kein Wasser und keine Medikamente ein und verwende keine Hausmittel.
- Decke den Transportkorb nicht vollständig ab – das kann die Angst und damit die Atemnot verstärken.
- Verliere keine Zeit mit eigenen Untersuchungen am Hals oder im Maul.
- Warte nicht ab, ob sich die Atmung bessert – Katzen zeigen Schwäche oft erst sehr spät.
Warnzeichen
- Atmen mit offenem Maul oder Hecheln, das nicht nach wenigen Minuten aufhört
- Mehr als 30 Atemzüge pro Minute in Ruhe oder im Schlaf
- Stark erschwerte Atmung, bei der sich die Flanken deutlich heben und senken
- Abgespreizte Ellenbogen und nach vorne gestreckter Hals beim Atmen
- Laute, pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche, Husten
- Blasse, bläuliche oder graue Zunge und Schleimhäute
- Schwäche, Kollaps oder extreme Unruhe
Weiterführende Informationen
- Asthma bei Katzen →
- Hypertrophe Kardiomyopathie bei Katzen: HCM →
- Herzinsuffizienz bei Katzen: Symptome, Diagnose & Therapie →
- Lungenentzündung bei Katzen: Symptome, Ursachen und Behandlung →
- Bronchitis bei der Katze (chronische Atemwegsentzündung) →
- Aortenthrombose bei Katzen: Symptome, Notfall-Behandlung und Prognose →
Quellen
Veterinärmedizinische Universität Wien: Tipps fürs Tier – Erste Hilfe bei der Katze (2023) (normale Atemfrequenz 10–30/min, Messung, Warnzeichen)
Garden State Veterinary Specialists: Open-Mouth Breathing in Cats: Immediate Steps for a Pet Emergency (29.05.2025) (Maulatmung, Transport, was nicht zu tun ist)
Rot – sofort zum Tierarzt: Atemnot beim Hund
Atemnot ist immer ein absoluter Notfall – dein Hund bekommt nicht genug Sauerstoff. Typisch sind schnelle, erschwerte oder laute Atmung, gestreckte Haltung mit abgespreizten Ellenbogen und blasse oder bläuliche Schleimhäute. Halte deinen Hund so ruhig wie möglich und fahre sofort in die nächste Tierklinik.
Rot – sofort in die Tierklinik: Sauerstoffmangel kann innerhalb von Minuten zum Kollaps führen. Jede Aufregung verschärft die Lage – ruhiges Handling und sofortiger Transport sind entscheidend. Rufe unterwegs in der Klinik an, damit Sauerstoff und Team bereitstehen.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Halte deinen Hund absolut ruhig – jede Anstrengung und Aufregung erhöht den Sauerstoffbedarf.
- Nimm Halsband oder Geschirr ab, damit der Hals frei ist, und öffne Fenster oder starte die Klimaanlage für frische, kühle Luft.
- Rufe sofort die Tierklinik an, beschreibe die Atmung und kündige dein Kommen an.
- Transportiere deinen Hund in einer Position, in der er am besten atmet – viele Hunde atmen sitzend oder stehend leichter; zwinge ihn nicht zum Liegen.
- Beobachte während der Fahrt Atmung und Schleimhautfarbe und melde Veränderungen telefonisch der Klinik.
Das solltest du nicht tun
- Halte deinem Hund nicht das Maul zu und zwinge ihn nicht in eine Seitenlage.
- Gib nichts zu trinken und keine Beruhigungsmittel oder Medikamente.
- Verliere keine Zeit mit eigenen Versuchen am Hals oder im Maul, wenn kein offensichtlicher, greifbarer Fremdkörper sichtbar ist.
- Warte nicht ab, ob sich die Atmung von selbst bessert.
Warnzeichen
- Schnelle, flache oder stark erschwerte Atmung in Ruhe
- Atmen mit abgespreizten Ellenbogen und gestrecktem Hals
- Laute, pfeifende, rasselnde oder röchelnde Atemgeräusche
- Blasse, bläuliche oder graue Zunge und Schleimhäute
- Hecheln ohne erkennbaren Grund (keine Hitze, keine Anstrengung)
- Schwäche bis hin zum Kollaps
Weiterführende Informationen
Quellen
Vetprotect24: Atemnot beim Hund – Notfall (Abruf: 29.09.2026)
Vetprotect24: Hund bewusstlos – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Bewusstlosigkeit und Wiederbelebung beim Hund
Ein bewusstloser Hund ist ein absoluter Notfall. Prüfe Atmung und Herzschlag, rufe sofort eine Tierklinik an und beginne nur dann mit einer Wiederbelebung, wenn dein Hund nicht atmet und kein Herzschlag feststellbar ist – idealerweise nach telefonischer Anleitung. Wiederbelebung ersetzt niemals die Klinik, sie überbrückt nur die Zeit.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Bei Bewusstlosigkeit ohne Atmung oder Herzschlag zählt jede Sekunde, und auch ein wiederbelebter Hund muss sofort intensivmedizinisch versorgt werden. Rufe vor oder während der Maßnahmen die Tierklinik an – eine zweite Person sollte telefonieren, während du hilfst.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Prüfe die Reaktion: Sprich deinen Hund laut an und berühre ihn – reagiert er, atmet er?
- Prüfe die Atmung: Beobachte den Brustkorb und halte deine Hand vor Nase und Maul. Kontrolliere, ob die Atemwege frei sind, und ziehe die Zunge vorsichtig nach vorn.
- Atmet er nicht: Lege ihn auf die rechte Seite und beatmene ihn durch die Nase – Maul geschlossen halten, etwa zwölf bis zwanzig Atemstöße pro Minute, bis der Brustkorb sich hebt.
- Kein Herzschlag feststellbar (an der Innenseite des Oberschenkels prüfen): Beginne mit Herzdruckmassage auf dem Brustkorb hinter dem Ellenbogen, etwa 100–120 Kompressionen pro Minute, im Wechsel mit Beatmung.
- Rufe parallel die Tierklinik an und organisiere den Transport – Wiederbelebung ist nur eine Überbrückung.
Das solltest du nicht tun
- Beginne keine Herzdruckmassage, wenn ein Herzschlag vorhanden ist – das kann schaden.
- Lege einem bewusstlosen Hund keinen Maulkorb an.
- Gib nichts ins Maul und flöße nichts ein.
- Gib nicht auf, bevor die Klinik die Entscheidung trifft – aber fahre parallel so schnell wie möglich los.
Warnzeichen
- Keine Reaktion auf Ansprechen oder Berührung
- Keine sichtbare Atembewegung des Brustkorbs
- Kein tastbarer Herzschlag oder Puls
- Blasse, graue oder bläuliche Schleimhäute
- Weit geöffnete, reaktionslose Pupillen
Quellen
Vetprotect24: Wiederbelebung beim Hund – Anleitung (Abruf: 29.09.2026)
Vetprotect24: Hund bewusstlos – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Bisswunde bei der Katze
Eine Bisswunde bei der Katze sieht oft nur wie ein kleiner Einstich aus, reicht aber tief ins Gewebe. Weil sich die Haut schnell wieder schließt, werden Bakterien aus dem Maul des anderen Tieres eingeschlossen – Pasteurellen finden sich in 50 bis 80 Prozent der Katzenbisse. Innerhalb von etwa 2 bis 8 Tagen kann daraus ein schmerzhafter Abszess entstehen. Lass jede Bisswunde deshalb noch am selben Tag tierärztlich ansehen. Starke Blutung, Bisse an Hals, Brust oder Bauch und eine schwache Katze sind sofortige Notfälle.
Eine Bisswunde sollte gereinigt und versorgt werden, bevor sich ein Abszess bildet. Sofort in die Tierklinik bei starker Blutung, Bissen an Hals, Brust oder Bauch, großen Wunden, Atemnot oder einer apathischen Katze. Bisse sind außerdem der wichtigste Übertragungsweg für FIV und FeLV – frag in der Praxis, ob ein Test sinnvoll ist.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Nicht mit bloßen Händen eingreifen: Trenne kämpfende Katzen mit einem lauten Geräusch, etwas Wasser oder einer Decke.
- Wunde suchen: Bisse liegen oft an Kopf, Hals, Rücken, Schwanzansatz und Beinen und sind im Fell kaum zu sehen. Achte auf kleine Einstiche oder verklebtes Fell.
- Blutung stoppen: Drücke eine saubere Kompresse sanft auf die Wunde.
- Vorsichtig reinigen: Spüle kleine Wunden mit steriler Kochsalzlösung oder abgekochtem, abgekühltem Wasser.
- Noch heute zum Tierarzt: Ruf vorher an und beschreibe, wo die Wunde liegt. Transportiere deine Katze in der Transportbox.
Das solltest du nicht tun
- Klebe oder verbinde die Wunde nicht dicht – eingeschlossene Bakterien fördern einen Abszess.
- Unterschätze kleine Einstiche nicht – darunter kann eine tiefe Wundhöhle liegen.
- Warte nicht ab, wenn ein Abszess von selbst aufgeht – auch dann muss die Wunde tierärztlich versorgt werden.
- Gib keine Schmerzmittel oder Antibiotika aus der eigenen Hausapotheke.
- Fasse eine verletzte Katze nur vorsichtig an – auch die eigene Katze kann vor Schmerz beißen oder kratzen.
Warnzeichen
- Kleine Einstiche oder verklebtes Fell, oft an Kopf, Hals, Rücken, Schwanzansatz oder Beinen
- Starke oder anhaltende Blutung, tiefe oder klaffende Wunde
- Biss an Hals, Brust oder Bauch
- Warme, schmerzhafte Schwellung oder Beule in den Tagen nach einem Kampf (Abszess)
- Fieber, Appetitlosigkeit, Rückzug oder Lahmheit
- Eitriger, übel riechender Ausfluss aus der Wunde
- Apathie, blasses Zahnfleisch oder schnelle Atmung (Schockzeichen)
Weiterführende Informationen
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Bisswunde beim Hund
Bisswunden sehen von außen oft klein aus, sind aber tiefer, als sie wirken – Zähne reißen Gewebe unter der Haut auf und schleppen Bakterien ein. Jede Bisswunde sollte noch am selben Tag tierärztlich versorgt werden, auch wenn sie oberflächlich aussieht. Tiefe Wunden, starke Blutung oder Bisse am Hals sind sofortige Notfälle.
Orange – heute zur Tierarztpraxis: Bisswunden entzünden sich häufig und müssen gereinigt, gespült und meist medikamentös versorgt werden. Rot gilt bei starker Blutung, Bissverletzungen am Hals oder an den Atemwegen, großen Wundhöhlen oder einem schwächelnden Hund – dann sofort in die Klinik.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Trenne die Hunde sicher – greife nicht dazwischen, sondern lenke mit Wasser oder lautem Geräusch ab.
- Stoppst du eine stärkere Blutung mit direktem Druck durch ein sauberes Tuch.
- Spüle kleine, oberflächliche Bissstellen vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder Kochsalzlösung aus.
- Decke die Wunde locker mit einem sauberen Tuch ab und verhindere, dass dein Hund sie leckt.
- Fahre noch heute in die Tierarztpraxis und rufe vorher an – beschreibe, wo und wie tief die Wunde ungefähr ist.
Das solltest du nicht tun
- Verschließe eine Bisswunde nicht dicht mit Pflaster oder Verband – eingeschlossene Bakterien verursachen Abszesse.
- Verwende keine aggressiven Desinfektionsmittel oder Salben ohne tierärztliche Anweisung.
- Unterschätze kleine Einstiche nicht – darunter können große Wundhöhlen liegen.
- Verzichte bei verletzten, schmerzenden Hunden nicht auf Vorsicht – auch der eigene Hund kann in diesem Zustand schnappen.
Warnzeichen
- Tiefe oder klaffende Wunde, starke oder nachhaltende Blutung
- Biss am Hals, an Brust oder Bauch
- Schwellung, die schnell zunimmt
- Schmerzhafte Abwehrhaltung, Lahmheit oder Fieber
- Apathie oder Schockzeichen (blasses Zahnfleisch, schneller Puls)
Quellen
Vetprotect24: Bisswunde beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Vetprotect24: Blutung beim Hund stoppen (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Ertrinken beim Hund
Ein Hund, der aus dem Wasser gerettet wurde und nicht mehr atmet, braucht sofortige Wiederbelebung – und selbst ein scheinbar wohlaufender Hund gehört nach einem Badeunfall umgehend in die Klinik. Wasser in den Atemwegen kann noch Stunden später zu lebensgefährlicher Atemnot führen („sekundäres Ertrinken“). Handle schnell und bleibe auch nach der Rettung alarmiert.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Bei Bewusstlosigkeit, aussetzender Atmung oder Husten nach einem Wasserunfall zählt jede Minute. Auch wenn dein Hund normal wirkt: Die Beobachtung in den nächsten 24 Stunden und eine tierärztliche Kontrolle sind Pflicht, da sich Atemnot verzögert entwickeln kann.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Hole deinen Hund so schnell wie möglich aus dem Wasser, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen.
- Prüfe Atmung und Reaktion: Atmet er, ist er ansprechbar?
- Bei einem kleinen Hund halte ihn kurz mit dem Kopf nach unten, damit Wasser aus Maul und Rachen laufen kann; bei einem großen Hund die Hinterhand anheben.
- Atmet er nicht und ist kein Herzschlag feststellbar: Beginne mit Beatmung über die Nase und Herzdruckmassage – parallel muss jemand die Tierklinik anrufen.
- Wickle ihn warm ein und fahre in jedem Fall sofort in die Klinik, auch wenn er wieder atmet und normal wirkt.
Das solltest du nicht tun
- Halte deinen Hund nicht lange kopfüber und schüttle ihn nicht – das kostet wertvolle Zeit und hilft nicht gegen Wasser in der Lunge.
- Gib nichts zu trinken und keine Medikamente.
- Lass einen geretteten Hund nicht unbeobachtet – sekundäres Ertrinken kann Stunden später auftreten.
- Steige nicht selbst in gefährliche Strömung oder Eisflächen – hole Hilfe.
Warnzeichen
- Aussetzende oder sehr erschwerte Atmung nach dem Wasserunfall
- Husten, Würgen oder Schaum vor dem Maul
- Bläuliche oder blasse Schleimhäute
- Apathie, Schwäche oder Bewusstlosigkeit
- Kalte, nasse Haut und Unterkühlung
- In den Stunden danach: zunehmende Atemnot oder Hecheln in Ruhe
Quellen
Vetprotect24: Ertrinken beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Ertrinken – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Fremdkörper verschluckt / Ersticken beim Hund
Würgt dein Hund heftig, kann nicht richtig atmen oder hat etwas verschluckt, das im Hals stecken könnte, handelt es sich um einen Notfall. Ein komplett blockierter Atemweg lässt nur wenige Minuten Zeit. Handele sofort – und fahre auch nach erfolgreicher Erster Hilfe in die Klinik, da Reste oder Verletzungen zurückbleiben können.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Bei Atemnot, bläulichen Schleimhäuten oder Bewusstlosigkeit zählt jede Sekunde. Auch ein verschluckter Fremdkörper ohne akute Atemnot muss umgehend tierärztlich beurteilt werden – scharfe oder große Gegenstände können Magen und Darm durchbohren.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Bleibe ruhig und schaue vorsichtig ins Maul: Sitzt ein sichtbarer, gut greifbarer Gegenstand locker im vorderen Rachen, entferne ihn mit den Fingern.
- Reicht der Gegenstand tief oder lässt er sich nicht fassen, taste nicht blind im Rachen herum – du kannst ihn tiefer schieben.
- Bei einem kleinen Hund kannst du ihn vorsichtig mit dem Kopf nach unten halten; bei einem großen Hund die Hinterläufe anheben, damit Schwerkraft hilft.
- Rufe parallel die Tierklinik an und kündige den Notfall an – auch wenn sich die Situation zunächst entspannt.
- Ist dein Hund bewusstlos und atmet nicht, beginne nach telefonischer Anweisung der Klinik mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Das solltest du nicht tun
- Stecke deine Finger nicht blind tief in den Rachen – Verletzungsgefahr für dich und deinen Hund.
- Versuche nicht, verschluckte Gegenstände mit Futterbrocken „nachzuschieben“.
- Ziehe niemals an einem Faden oder Band, das aus dem Maul hängt – er kann im Darm eingeschnürt sein.
- Gib keine Öl-, Brot- oder Milch-„Schiebehilfen“.
Warnzeichen
- Heftiges Würgen, Husten oder Würgen ohne Erfolg
- Laute, pfeifende oder erschwerte Atmung
- Bläuliche Zunge oder Schleimhäute
- Panik, Pfote am Maul, Kopfschütteln
- Plötzliche Bewusstlosigkeit
- Nach dem Verschlucken: Erbrechen, Schmerzen oder Futterverweigerung
Weiterführende Informationen
Quellen
Vetprotect24: Hund droht zu ersticken – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Vetprotect24: Fremdkörper verschluckt – Notfall (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Fremdkörper – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Frostschutzmittel-Vergiftung beim Hund
Frostschutzmittel (Ethylenglykol) schmeckt süß und wird von Hunden gern aufgeleckt – doch schon kleinste Mengen zerstören die Nieren und enden ohne Behandlung tödlich. Die ersten Anzeichen wirken wie „betrunken“, bevor das Nierenversagen folgt. Bei jedem Verdacht gilt: sofort in die Klinik, hier entscheiden wenige Stunden über Leben und Tod.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Die Heilungschancen sind nur dann gut, wenn die Behandlung innerhalb der ersten Stunden beginnt. Wer auf Symptome wartet, verliert das Zeitfenster, in dem das Gift noch gestoppt werden kann – Nierenschäden sind später oft nicht mehr umkehrbar.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Verhindere die weitere Aufnahme und entferne deinen Hund von der Pfütze oder Substanz.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an: Schildere den Verdacht, die geschätzte Menge und den Zeitpunkt – und kündige dein Kommen an.
- Sichere die Verpackung des Frostschutzmittels oder ein Foto davon und nimm sie mit.
- Hat dein Hund die Substanz am Fell: Verhindere Ablecken und wasche die Stelle großzügig mit lauwarmem Wasser ab.
- Fahre unverzüglich los – bei dieser Vergiftung ist jede Stunde entscheidend.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund niemals eigenmächtig zum Erbrechen.
- Gib keine Kohletabletten, Milch oder Hausmittel ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
- Warte keine Symptome ab – das vermeintliche Wohlbefinden nach den ersten Stunden täuscht.
- Lass deinen Hund die Substanz nicht vom Fell ablecken – sie gelangt so zusätzlich in den Körper.
Warnzeichen
- Torkelnder, „betrunkener“ Gang in den ersten Stunden
- Starkes Speicheln, Erbrechen und Durst
- Vermehrter Harnabsatz zu Beginn
- Später: Mattigkeit, Apathie und deutlich verminderter Urin
- Krampfanfälle oder Kollaps
Quellen
Vetprotect24: Frostschutzmittel-Vergiftung beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Harnverhalt beim Hund
Kann dein Hund trotz sichtbarem Drücken keinen Urin absetzen, handelt es sich um einen Harnverhalt – ein schmerzhafter Notfall, der innerhalb eines Tages lebensgefährlich werden kann. Häufigste Ursachen sind Harnsteine oder ein Verschluss der Harnröhre, besonders bei Rüden. Zögere nicht und fahre umgehend in eine Tierklinik.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Eine überfüllte Blase kann reißen, und Harnstoffe im Blut vergiften den Körper innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Ein Hund, der mehrfach erfolglos presst, Schmerzen zeigt oder einen prallen Bauch hat, gehört sofort in die Klinik.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Beobachte genau: Setzt dein Hund nur kleine Tropfen ab oder gar keinen Urin trotz Drückens?
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an, schildere die Situation und kündige dein Kommen an.
- Halte deinen Hund ruhig und verhindere, dass er sich weiter abmüht oder aufgeregt bewegt.
- Fahre unverzüglich los – bei einem Harnverhalt darf kein „Abwarten bis morgen“ geben.
Das solltest du nicht tun
- Drücke niemals selbst auf die Blase oder den Bauch – eine überfüllte Blase kann dabei reißen.
- Gib keine Schmerzmittel oder Hausmittel ohne tierärztliche Anweisung.
- Verwechsle den Harnverhalt nicht mit Verstopfung – erfolgloses Pressen beim Urinieren ist ein anderer Notfall.
- Warte nicht über Nacht – die Vergiftung des Körpers durch Harnstoffe schreitet schnell voran.
Warnzeichen
- Mehrfaches erfolgloses Pressen ohne oder mit nur tropfenweisem Urin
- Schmerzlaut oder Winseln beim Versuch zu urinieren
- Prall gespannter, schmerzender Bauch
- Unruhe, Hecheln oder Apathie
- Blut im Urin oder am Geschlechtsteil
- Später: Erbrechen und schlechter Allgemeinzustand als Zeichen der Vergiftung
Quellen
Vetprotect24: Harnverhalt beim Hund – Notfall (Abruf: 29.09.2026)
Vetprotect24: Harnsteine beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Hitzschlag beim Hund
Ein Hitzschlag ist ein lebensgefährlicher Notfall: Die Körpertemperatur deines Hundes steigt bedrohlich an, Organe können versagen. Bring deinen Hund sofort in den Schatten, beginne vorsichtig zu kühlen und rufe parallel eine Tierarztpraxis oder Tierklinik an. Jede Minute zählt – auch wenn sich dein Hund scheinbar erholt.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Beim Hitzschlag können innere Organe, Nieren und das Nervensystem bleibende Schäden nehmen, auch wenn die äußeren Anzeichen abklingen. Der Transport in die Klinik darf durch die Kühlung nicht verzögert werden.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Bringe deinen Hund sofort aus der Hitze in einen schattigen, kühlen Ort.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an und kündige den Notfall an.
- Kühle deinen Hund allmählich: Befeuchte ihn mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser, besonders Bauch, Pfoten und Kopf, und sorge für Luftzug, etwa durch einen Ventilator.
- Biete ihm, wenn er bei vollem Bewusstsein ist und schlucken kann, kleine Mengen lauwarmes Wasser an – nichts einflößen.
- Beende die aktive Kühlung, sobald sich die Atmung normalisiert, um eine Unterkühlung zu vermeiden – und fahre in die Klinik.
Das solltest du nicht tun
- Verwende kein eiskaltes Wasser und keine Eisbeutel – das verengt die Blutgefäße und verschlimmert den Hitzestau.
- Decke deinen Hund nicht mit nassen, dicken Tüchern komplett ab – die Wärme kann nicht entweichen.
- Flöße deinem Hund kein Wasser ein, wenn er benommen oder bewusstlos ist.
- Lass deinen Hund niemals im Auto zurück, auch nicht für wenige Minuten.
Warnzeichen
- Starkes, hektisches Hecheln und laute Atmung
- Stark gerötetes oder später blasses/bläuliches Zahnfleisch
- Taumeln, Schwäche oder Zusammenbrechen
- Erbrechen oder Durchfall, teils mit Blut
- Verwirrtheit, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit
- Sehr heiße Haut und erhöhte Körpertemperatur
Quellen
Vetprotect24: Hitzschlag beim Hund – Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
AniCura: Hitzschlag beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Insektenstich / allergische Reaktion beim Hund
Die meisten Insektenstiche sind beim Hund harmlos und schwellen innerhalb weniger Stunden ab. Gefährlich werden Stiche im Maul- und Rachenbereich, mehrere Stiche gleichzeitig oder eine allergische Reaktion mit starker Schwellung, Atemnot oder Kreislaufproblemen. Diese Zeichen musst du kennen und sofort reagieren.
Orange – engmaschig beobachten, bei Alarmsignalen sofort Rot: Ein einzelner Stich an Pfote oder Körper mit leichter Schwellung kann zu Hause gekühlt und beobachtet werden. Bei Schwellung im Gesicht oder Maul, Atemnot, Erbrechen, Schwäche oder zunehmender Schwellung gilt Rot – sofort in die Tierklinik, eine allergische Reaktion kann schnell kippen.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Entferne einen sichtbaren Stachel vorsichtig seitlich wegstreifend, etwa mit einer Fingernagelkante oder Karte – nicht mit der Pinzette zusammendrücken.
- Kühle die Einstichstelle mit einem kühlen, feuchten Tuch in Intervallen.
- Verhindere, dass dein Hund die Stelle leckt oder kratzt.
- Beobachte ihn die nächsten Stunden engmaschig, besonders bei Stich im Gesicht oder Maul.
- Bei zunehmender Schwellung, Atemnot, Erbrechen oder Schwäche: sofort in die Tierklinik und unterwegs anrufen.
Das solltest du nicht tun
- Drücke den Stachel nicht mit einer Pinzette heraus – dabei kann weiteres Gift in die Wunde gelangen.
- Gib keine menschlichen Antiallergika ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
- Reibe oder massiere die Einstichstelle nicht.
- Warte bei Stichen im Maul oder Rachen nicht ab – hier kann eine Schwellung die Atemwege verlegen.
Warnzeichen
- Schnell zunehmende Schwellung, besonders im Gesicht oder am Hals
- Atemnot, laute Atmung oder erschwertes Schlucken
- Blasses oder bläuliches Zahnfleisch
- Erbrechen oder Durchfall kurz nach dem Stich
- Starke Schwäche, Taumeln oder Kollaps
- Viele Stiche auf einmal oder Stich im Maul/Rachen
Quellen
Vetprotect24: Insektenstich beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Insektenstich – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Insektenstich bei der Katze
Die meisten Wespen- und Bienenstiche sind bei der Katze harmlos: Die Stelle schwillt an, ist gerötet und schmerzt, im besten Fall geht die Schwellung nach wenigen Stunden zurück. Gefährlich sind Stiche im Maul, im Rachen oder am Hals, viele Stiche auf einmal und allergische Reaktionen mit Atemnot, Kreislaufproblemen oder Schock. Bei kleinen Tieren treffen Stiche laut MSD Veterinary Manual am häufigsten Gesicht und Maul, weil Katzen gern nach Insekten schnappen.
Ein einzelner Stich an Pfote oder Körper mit leichter Schwellung kann zu Hause gekühlt und engmaschig beobachtet werden. Sofort in die Tierklinik bei einem Stich im Maul, Rachen oder Halsbereich, bei verschlucktem Insekt, bei vielen Stichen auf einmal und bei Atemnot, bläulichen Schleimhäuten, Erbrechen, Schwäche oder Kollaps. Bei einem allergischen Schock besteht laut Bundestierärztekammer akute Lebensgefahr.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Ruhe bewahren und Stichstelle suchen: Ein Stich in die Pfote zeigt sich meist an einer deutlichen Schwellung. Schau auch ins Gesicht und, wenn möglich, vorsichtig ins Maul.
- Bienenstachel entfernen: Anders als Wespen hinterlassen Bienen ihren Stachel in der Haut. Laut Bundestierärztekammer kannst du ihn vorsichtig an der Basis mit einer Pinzette herausziehen, wenn du dir das zutraust.
- Kühlen: Kühle die Stelle mit einem kühlen, feuchten Tuch oder einem Kühlpad. Lege Kühlpads nie direkt auf die Haut, sondern immer in ein Handtuch gewickelt.
- Kratzen und Lecken verhindern: Damit sich die Stelle nicht entzündet.
- Beobachten: Behalte deine Katze in den nächsten Stunden im Blick. Atmung, Schleimhautfarbe und Verhalten zeigen dir, ob sich eine allergische Reaktion entwickelt. Wie du die Normalwerte prüfst, steht im Ratgeber Erste Hilfe bei Katzen.
- Bei Alarmzeichen sofort los: Ruf unterwegs in der Tierklinik an, damit das Team vorbereitet ist. Bei Atemnot hilft dir auch der Ratgeber Atemnot bei der Katze.
Das solltest du nicht tun
- Gib keine Medikamente oder Salben für Menschen ohne tierärztliche Anweisung. Lege Kühlpads oder Eis nicht direkt auf die Haut. Warte bei einem Stich im Maul, Rachen oder Halsbereich oder bei einem verschluckten Insekt nicht ab, denn eine Schwellung kann die Atemwege verlegen. Unterschätze auch viele Stiche auf einmal nicht, sie können laut MSD Veterinary Manual schwere Reaktionen im ganzen Körper auslösen.
Warnzeichen
- Stich im Maul, im Rachen oder am Hals oder verschlucktes Insekt
- Schnell zunehmende Schwellung, besonders im Gesicht oder am Hals
- Atemnot, schnelle oder angestrengte Atmung
- Bläuliche oder sehr blasse Schleimhäute
- Starkes Speicheln oder Erbrechen
- Herzrasen, Schwäche, Taumeln oder Kollaps
- Viele Stiche auf einmal
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Knochenbruch beim Hund
Ein Knochenbruch ist sehr schmerzhaft und muss schnell tierärztlich versorgt werden – oft ist eine Operation nötig. Deine Aufgabe ist, die Bruchstelle so wenig wie möglich zu bewegen und deinen Hund ruhig und stabil zu transportieren. Ein offener Bruch oder eine starke Schwellung mit Schockzeichen ist ein sofortiger Notfall.
Orange – umgehend zur Tierarztpraxis oder Klinik: Ein vermuteter Bruch gehört noch heute in tierärztliche Hände; je früher versorgt wird, desto besser heilt er. Rot gilt bei offenem Bruch, starkem Blutverlust, schwerem Trauma oder Schock – dann zählt jede Minute.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Halte deinen Hund ruhig und verhindere, dass er läuft oder die verletzte Stelle belastet.
- Bewege die vermutete Bruchstelle nicht absichtlich und versuche nicht, etwas einzurenken oder zu richten.
- Decke eine offene Wunde locker mit einem sauberen Tuch ab; stärkere Blutung stoppst du mit sanftem Druck oberhalb und auf der Wunde.
- Transportiere kleine Hunde in einer stabilen Kiste oder auf dem Arm, große Hunde liegend auf einer Decke oder harten Unterlage als Trage.
- Rufe die Tierarztpraxis oder Klinik an und kündige dein Kommen an.
Das solltest du nicht tun
- Schien das Bein nicht selbst mit Stöcken, Pappe oder Bandagen – unsachgemäße Schienen verschlimmern Brüche.
- Ziehe oder drücke nicht an der verletzten Gliedmaße.
- Gib keine Schmerzmittel aus der Humanmedizin – viele sind für Hunde giftig.
- Lass deinen Hund nicht selbst zum Auto laufen.
Warnzeichen
- Unnatürliche Stellung oder Winkel der Gliedmaße
- Starke Schwellung, Schmerzlaut bei Berührung
- Offene Wunde mit sichtbarem Knochen
- Hund tritt überhaupt nicht auf oder schreit bei Bewegung
- Schockzeichen: blasses Zahnfleisch, schneller Puls, kalte Pfoten
Weiterführende Informationen
Quellen
Vetprotect24: Knochenbruch beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Knochenbruch – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Magendrehung beim Hund
Eine Magendrehung ist einer der lebensgefährlichsten Notfälle beim Hund: Der Magen dreht sich, bläht sich auf und schneidet die Blutversorgung ab. Typisch sind ein prall aufgeblähter Bauch und erfolgloses Würgen ohne Erbrechen. Zählt jede Minute – fahre sofort in die nächste Tierklinik und rufe unterwegs an.
Rot – sofort in die Tierklinik: Ohne sofortige tierärztliche Versorgung, meist mit Notoperation, endet eine Magendrehung innerhalb weniger Stunden tödlich. Verliere keine Zeit mit Abwarten oder eigenen Versuchen – große Rassen sind besonders gefährdet, aber grundsätzlich kann jeder Hund betroffen sein.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Erkenne die Alarmsignale: prall aufgeblähter, harter Bauch, wiederholtes erfolgloses Würgen, starke Unruhe oder Apathie.
- Rufe sofort die nächste Tierklinik an, sage „Verdacht auf Magendrehung“ und kündige dein Kommen an – das Team muss sich vorbereiten.
- Transportiere deinen Hund sofort; kann er nicht laufen, trage ihn vorsichtig oder nutze eine Decke als Tragehilfe.
- Halte ihn während der Fahrt ruhig und beobachte Atmung und Kreislauf.
Das solltest du nicht tun
- Gib deinem Hund nichts zu fressen oder zu trinken.
- Versuche nicht, den Bauch auszustreichen oder Druck auszuüben.
- Gib keine Medikamente, Kohletabletten oder Hausmittel.
- Warte nicht ab, ob sich der Bauch von selbst entleert – das passiert bei einer Drehung nicht.
Warnzeichen
- Prall aufgeblähter, harter Bauch
- Erfolgloses Würgen ohne Erbrechen
- Starke Unruhe, Hecheln, gestreckte Haltung
- Blasses Zahnfleisch und schneller, schwacher Puls
- Apathie, Zusammenbrechen oder Bewusstlosigkeit
Weiterführende Informationen
Quellen
Vetprotect24: Magendrehung beim Hund – Notfall (Abruf: 29.09.2026)
Tierklinik St. Pölten: Magendrehung (GDT) (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Magendrehung – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Medikamenten-Vergiftung beim Hund
Viele Medikamente aus der Hausapotheke – etwa Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac oder Blutdruckmittel – sind für Hunde schon in kleinen Mengen lebensgefährlich. Hat dein Hund Tabletten gefressen, ist das immer ein Notfall, auch wenn die Packung fast voll war oder er noch keine Anzeichen zeigt. Rufe sofort die Tierarztpraxis oder Klinik an.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Je nach Wirkstoff drohen Nieren- und Leberversagen, innere Blutungen oder Herz-Kreislauf-Probleme – oft bevor Symptome sichtbar werden. Mit der Verpackung und der Angabe von Wirkstoff, Menge und Zeitpunkt kann die Klinik sofort die richtige Gegenmaßnahme einleiten.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Nimm deinem Hund alle Tablettenreste und die Packung weg und sichere sie.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an: Nenne den Wirkstoff von der Verpackung, die geschätzte Anzahl der Tabletten, die Stärke und den Zeitpunkt.
- Nimm die Verpackung oder das Rezept mit in die Klinik – der genaue Wirkstoffname ist entscheidend.
- Halte deinen Hund ruhig, beobachte ihn auf dem Weg und fahre unverzüglich los.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund niemals eigenmächtig zum Erbrechen.
- Gib keine Kohletabletten, Milch oder Hausmittel ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
- Warte nicht auf Symptome – bei vielen Wirkstoffen ist der Schaden dann schon weit fortgeschritten.
- Wirf die Verpackung nicht weg – ohne Wirkstoffname wird die Behandlung schwieriger.
Warnzeichen
- Erbrechen, teilweise mit Blut
- Apathie, Schwäche oder Taumeln
- Blasse oder bläuliche Schleimhäute
- Schnelle Atmung oder erhöhter Herzschlag
- Blut in Kot oder Urin
- Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit
Quellen
Vetprotect24: Hund hat Medikamente gefressen – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
Snackies: Vergiftung beim Hund: Anzeichen und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
Orange – zeitnah tierärztlich abklären: Pfoten- und Ballenverletzung beim Hund
Schnitte und Verletzungen an Pfoten und Ballen bluten oft stark, weil die Haut dort gut durchblutet ist – dramatisch aussehen muss sie aber nicht. Stoppe die Blutung mit Druck, lege einen locker sitzenden Verband an und lass die Wunde zeitnah tierärztlich prüfen. Tiefe Schnitte, eingedrungene Fremdkörper oder eine nicht stillende Blutung sind Notfälle.
Orange – heute tierärztlich abklären: Tiefe oder stark blutende Pfotenwunden, Fremdkörper in der Pfote oder ein Hund, der die Pfote nicht mehr belastet, gehören noch heute in die Praxis. Bei spritzender Blutung, die sich nicht stoppen lässt, oder Schockzeichen gilt Rot – sofort in die Klinik.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Schaue dir die Pfote in Ruhe an: Wo blutet es, sitzt ein Fremdkörper (Scherbe, Dorn) locker oder tief?
- Spüle groben Schmutz mit lauwarmem Wasser oder Kochsalzlösung vorsichtig ab.
- Stoppe die Blutung mit direktem Druck durch ein sauberes Tuch oder Verbandmull, mindestens zehn Minuten.
- Lege einen locker sitzenden Schutzverband an oder nutze eine saubere Socke, damit dein Hund die Wunde nicht beleckt und weiter aufreißt.
- Rufe die Tierarztpraxis an und lass die Wunde noch heute anschauen – tiefe Schnitte müssen oft genäht werden.
Das solltest du nicht tun
- Ziehe tief eingedrungene Fremdkörper (Glas, Splitter) nicht selbst heraus – das kann zu Nachblutungen führen.
- Binde den Verband nicht zu fest – die Pfote darf nicht anschwellen oder kalt werden.
- Verwende keine Salben oder Puder ohne tierärztliche Anweisung.
- Lass deinen Hund nicht weiter auf der verletzten Pfote laufen – trage kleine Hunde und halte große ruhig.
Warnzeichen
- Starke oder spritzende Blutung, die nicht stoppt
- Tiefe, klaffende Schnittwunde
- Sichtbarer Fremdkörper in der Pfote
- Hund belastet die Pfote überhaupt nicht oder schreit bei Berührung
- Starke Schwellung oder Rötung, die zunimmt
Quellen
Vetprotect24: Blutung beim Hund stoppen (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Blutungen – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Schlangenbiss beim Hund
In Deutschland sind Schlangenbisse – meist von der Kreuzotter – beim Hund selten, aber ernst zu nehmen: Das Gift löst starke Schwellungen und Kreislaufprobleme aus. Halte deinen Hund so ruhig wie möglich, denn Bewegung verteilt das Gift schneller im Körper. Fahre umgehend in eine Tierklinik und rufe vorher an.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Bisse im Kopf- oder Halsbereich, schnell zunehmende Schwellung, Kreislaufprobleme oder ein Biss bei einem kleinen Hund sind besonders gefährlich. Nur die Klinik kann das Gegenserum und die notwendige Überwachung bereitstellen.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Halte deinen Hund ruhig und verhindere Bewegung – trage ihn wenn möglich zum Auto, statt ihn laufen zu lassen.
- Entferne Halsband oder Geschirr, bevor die Schwellung zunimmt.
- Notiere oder fotografiere – nur wenn gefahrlos möglich – Aussehen der Schlange zur Identifikation; versuche nicht, sie zu fangen.
- Rufe die Tierklinik an, melde den Verdacht auf Schlangenbiss und kündige dein Kommen an.
- Kühle die Bissstelle auf dem Transport leicht mit einem kühlen Tuch – ohne Druck und ohne Eis direkt auf der Haut.
Das solltest du nicht tun
- Schneide die Bisswunde nicht auf und sauge kein Gift aus – das schadet mehr als es nutzt.
- Binde die Gliedmaße nicht ab und übe keinen Druckverband aus.
- Gib keine Schmerzmittel oder andere Medikamente aus der Humanmedizin.
- Lass deinen Hund nicht selbst laufen – Bewegung beschleunigt die Giftverteilung.
Warnzeichen
- Schnell zunehmende, schmerzhafte Schwellung um die Bissstelle
- Zwei kleine Einstichpunkte als Bissmarkierung
- Biss im Kopf-, Gesichts- oder Halsbereich
- Blasses Zahnfleisch, schneller Puls, Schwäche oder Kollaps
- Erbrechen, Durchfall oder Speicheln nach dem Biss
- Atemnot oder Lähmungserscheinungen
Quellen
Vetprotect24: Schlangenbiss beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Schlangenbiss – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Stromschlag beim Hund
Ein Stromschlag – häufig durch angeknabberte Kabel – kann beim Hund Herzrhythmusstörungen und einen lebensgefährlichen Lungenödem (Wasser in der Lunge) auslösen, oft erst Stunden später. Trenne zuerst die Stromquelle, bevor du deinen Hund anfasst. Jeder Hund mit Stromkontakt gehört anschließend sofort in tierärztliche Kontrolle.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Auch wenn dein Hund nach dem Schlag wieder normal wirkt, können Herzrhythmusstörungen und ein verzögertes Lungenödem Stunden später lebensgefährlich werden. Bei Bewusstlosigkeit oder Atemnot zählt jede Minute.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Schalte zuerst den Strom aus (Sicherung, Stecker) oder entferne die Stromquelle mit einem trockenen, nicht leitenden Gegenstand – fasse deinen Hund nicht an, solange er am Strom hängt.
- Prüfe Atmung und Herzschlag; atmet er nicht und ist kein Herzschlag feststellbar, beginne mit Beatmung und Herzdruckmassage.
- Rufe sofort die Tierklinik an, schildere den Stromschlag und kündige dein Kommen an.
- Kühle sichtbare Brandstellen im Maulbereich vorsichtig mit kühlem, feuchtem Tuch – ohne Druck.
- Beobachte ihn auch in den Stunden danach engmaschig, besonders die Atmung – und lasse ihn unbedingt tierärztlich durchchecken.
Das solltest du nicht tun
- Berühre deinen Hund niemals direkt, solange er noch Kontakt zur Stromquelle hat – du gefährdest dich selbst.
- Gib nichts ins Maul und flöße nichts ein.
- Verschiebe den Tierarztbesuch nicht auf später, nur weil äußerlich nichts sichtbar ist.
- Lass angeknabberte Kabel weiterhin unter Strom – sperre den Bereich ab.
Warnzeichen
- Bewusstlosigkeit oder Zusammenbrechen beim Knabbern am Kabel
- Verbrennungen oder Brandgeruch um Maul und Lippen
- Erschwerte, schnelle oder rasselnde Atmung
- Unregelmäßiger oder sehr schneller Herzschlag
- Zittern, Krämpfe oder Lähmungserscheinungen
Quellen
Vetprotect24: Stromschlag beim Hund – was tun? (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck: Stromschlag – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Vergiftung beim Hund
Der Verdacht auf eine Vergiftung beim Hund ist immer ein Notfall – auch dann, wenn dein Hund noch keine Anzeichen zeigt. Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an, schildere den Verdacht und kündige dein Kommen an. Nimm nach Möglichkeit Reste des Giftstoffs, die Verpackung oder eine Probe des Erbrochenen mit – das erleichtert die Diagnose.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Bei jedem Vergiftungsverdacht beim Hund zählt jede Minute. Manche Giftstoffe wirken erst nach Stunden oder Tagen, deshalb gilt auch ein Hund ohne sichtbare Symptome als Notfall. Warte nicht ab, ob Beschwerden auftreten, sondern fahre nach telefonischer Rücksprache mit der Praxis oder Klinik sofort los.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Bleibe ruhig und bringe deinen Hund aus der Gefahrenzone. Entferne sichtbare Reste des Giftstoffs aus dem Maul, ohne dich selbst zu gefährden.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder die nächste Tierklinik an: Schildere, was dein Hund möglicherweise aufgenommen hat, wann und in welcher Menge – und kündige deinen Notfall an.
- Sichere, wenn möglich, Reste des Giftstoffs, die Verpackung oder eine kleine Probe von Erbrochenem in einer Tüte und nimm sie mit – das hilft bei der Diagnose.
- Ist dein Hund bei Bewusstsein: Halte ihn ruhig und warm und verhindere, dass er weitere Stoffe aufnimmt.
- Ist dein Hund bewusstlos: Lege ihn auf die Seite und drehe den Kopf so, dass Speichel und Erbrochenes ungehindert aus dem Maul laufen können. Lege keinen Maulkorb an.
- Fahre unverzüglich in die Praxis oder Tierklinik – Erste Hilfe ersetzt niemals die tierärztliche Behandlung.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund niemals eigenmächtig zum Erbrechen – je nach Giftstoff kann das lebensgefährlich sein oder zum Ersticken führen.
- Flöße deinem Hund keine Milch und kein Öl ein – fetthaltige Flüssigkeiten können die Aufnahme des Gifts beschleunigen.
- Gib keine Kohletabletten, Medikamente oder Hausmittel ohne ausdrückliche Anweisung der Tierärztin oder des Tierarztes.
- Lege einem Hund, der erbricht oder bewusstlos ist, keinen Maulkorb an.
- Warte nicht ab, ob Symptome auftreten – manche Vergiftungen zeigen erst nach Stunden oder Tagen Anzeichen.
Warnzeichen
- Starkes Speicheln, Würgen oder Erbrechen
- Durchfall, teilweise mit Blut
- Zittern, Krampfanfälle oder taumelnder Gang
- Blasses, bläuliches oder stark gerötetes Zahnfleisch beziehungsweise veränderte Schleimhäute
- Atemnot oder auffällig erschwerte Atmung
- Unruhe, Apathie oder Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Blut in Kot, Urin oder Erbrochenem
- Erhöhter oder unregelmäßiger Herzschlag
Quellen
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
Tierklinik St. Pölten: Vergiftung bei Hund und Katze (Abruf: 29.09.2026)
petsvetcheck (tierärztliches Portal): Vergiftung – Notfälle von A bis Z (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Weintrauben- und Rosinenvergiftung beim Hund
Weintrauben und Rosinen können beim Hund akutes Nierenversagen auslösen – die giftige Menge ist individuell völlig unterschiedlich, manche Hunde erkranken schon nach wenigen Stücken schwer. Deshalb gilt: Jede Aufnahme ist ein Notfall, auch ohne Symptome. Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Das akute Nierenversagen kann innerhalb von 24 bis 72 Stunden eintreten. Nur eine frühzeitige Klinikbehandlung mit Infusionstherapie kann die Nieren schützen – warte niemals auf erste Anzeichen.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Verhindere, dass dein Hund weitere Weintrauben oder Rosinen frisst, und sichere die Reste.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an: Nenne die geschätzte Menge, das Gewicht deines Hundes und den Zeitpunkt.
- Notiere, was genau aufgenommen wurde (frische Trauben, Rosinen, Backwaren mit Rosinen) und nimm Verpackung oder Reste mit.
- Halte deinen Hund ruhig und fahre unverzüglich in die Praxis oder Klinik – die Behandlung muss so früh wie möglich beginnen.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund niemals eigenmächtig zum Erbrechen.
- Gib keine Kohletabletten oder Hausmittel ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung.
- Warte nicht ab, ob dein Hund Symptome zeigt – Nierenschäden beginnen lange bevor man sie sieht.
- Beschwichtige nicht mit „er hat schon mal Trauben vertragen“ – die Wirkung ist individuell unvorhersehbar.
Warnzeichen
- Erbrechen und Durchfall innerhalb der ersten Stunden
- Appetitlosigkeit und Mattigkeit
- Bauchschmerzen oder gekrümmte Haltung
- Vermehrter oder später stark verminderter Harnabsatz
- Apathie bis hin zum Kollaps
Quellen
Vetprotect24: Weintrauben und Rosinen – Gift für Hunde (Abruf: 29.09.2026)
Snackies: Vergiftung beim Hund: Anzeichen und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Xylit-Vergiftung beim Hund
Xylit (auch Xylitol oder Birkenzucker) steckt in zuckerfreien Kaugummis, Süßigkeiten, Backwaren und Zahnpasta – und ist für Hunde hochgiftig. Schon kleine Mengen lösen einen gefährlichen Blutzuckerabfall aus, größere Mengen können die Leber schädigen. Hat dein Hund etwas mit Xylit gefressen, ist das ein sofortiger Notfall.
Rot – sofort tierärztliche Hilfe: Der Blutzucker kann schon 30 Minuten nach der Aufnahme lebensgefährlich abfallen, Leberschäden folgen später. Jede Minute zählt – rufe die Klinik an und fahre sofort los, auch wenn noch nichts zu sehen ist.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Nimm deinem Hund alle Reste weg und sichere die Verpackung – die Xylit-Menge steht oft in der Zutatenliste.
- Rufe sofort deine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik an: Nenne Produkt, geschätzte Menge, Zeitpunkt und das Gewicht deines Hundes.
- Nimm die Verpackung mit in die Klinik – sie hilft bei der Einschätzung der Giftmenge.
- Beobachte deinen Hund auf dem Weg genau: Zittern, Schwäche oder Desorientierung deuten auf einen Blutzuckerabfall hin.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund niemals eigenmächtig zum Erbrechen.
- Füttere nichts „dagegen“ – auch keinen Zucker oder Honig ohne tierärztliche Anweisung.
- Warte keine Symptome ab – der Blutzuckerabfall kommt schnell und ohne Vorwarnung.
- Unterschätze zuckerfreie Produkte nicht: Schon ein einziger Kaugummi kann für einen kleinen Hund gefährlich sein.
Warnzeichen
- Zittern und Schwäche (Zeichen des Blutzuckerabfalls)
- Taumeln oder Desorientierung
- Erbrechen
- Krampfanfälle
- Kollaps oder Bewusstlosigkeit
- Später: gelbliche Schleimhäute als Zeichen von Leberschäden
Quellen
Vetprotect24: Xylit-Vergiftung beim Hund (Abruf: 29.09.2026)
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
Rot – sofort zum Tierarzt: Zwiebel- und Knoblauchvergiftung beim Hund
Zwiebeln, Knoblauch und andere Lauchgewächse zerstören die roten Blutkörperchen von Hunden – egal ob roh, gekocht oder getrocknet, auch in Fertiggerichten und Wurst. Die Vergiftung zeigt sich oft erst nach einigen Tagen als Blutarmut. Rufe nach einer größeren Aufnahme sofort deine Tierarztpraxis an, auch wenn dein Hund noch fit wirkt.
Rot – tierärztliche Abklärung so bald wie möglich: Die Schäden am Blut entstehen verzögert über Tage und können bei größeren Mengen lebensgefährlich werden. Bei bekannter Aufnahme größerer Mengen oder ersten Anzeichen wie blassen Schleimhäuten gilt: nicht abwarten, Klinik kontaktieren.
Erste Hilfe – was du jetzt tun kannst
- Verhindere die weitere Aufnahme und sichere Reste oder Verpackung des Verzehrten.
- Rufe deine Tierarztpraxis an und schildere, was und wie viel dein Hund ungefähr aufgenommen hat und wann.
- Notiere das Gewicht deines Hundes – die Tierärztin oder der Tierarzt braucht es zur Risikoeinschätzung.
- Beobachte deinen Hund die nächsten Tage engmaschig auf blasses Zahnfleisch, Schwäche und dunklen Urin.
- Fahre bei Anzeichen von Blutarmut (blasses Zahnfleisch, Mattigkeit, schnelle Atmung) sofort in die Klinik.
Das solltest du nicht tun
- Bring deinen Hund nicht eigenmächtig zum Erbrechen.
- Gib keine Hausmittel oder Medikamente ohne tierärztliche Anweisung.
- Gehe nicht davon aus, dass gekochte Zwiebeln ungefährlich sind – die giftigen Stoffe bleiben erhalten.
- Vergiss nicht Fertiggerichte, Soßen und Reste: Auch hier stecken Zwiebel und Knoblauch drin.
Warnzeichen
- Erbrechen und Durchfall kurz nach der Aufnahme
- Blasses oder gelbliches Zahnfleisch nach einigen Tagen
- Mattigkeit, Schwäche und verminderte Leistungsfähigkeit
- Dunkler oder rötlicher Urin
- Schnelle Atmung oder erhöhter Herzschlag
Quellen
Vetprotect24: Zwiebel und Knoblauch – Gift für Hunde (Abruf: 29.09.2026)
ADAC: Vergiftung beim Hund: Symptome und Erste Hilfe (Abruf: 29.09.2026)
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Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung.
👆 Gib deine PLZ oder Stadt ein – dann zeigen wir dir die nächsten Tierärzte.
