Tierarzt Notdienst2026-09-30T17:48:22+02:00
Kontrolle der Ohren während einer tierärztlichen Untersuchung

Tierarzt Notdienst: Kosten, Zeiten & was Halter wissen müssen

Samstagnacht, der Hund erbricht Blut. Oder: Feiertag, die Katze kann kein Wasser mehr lösen. In solchen Momenten zählt nur eines – schnell Hilfe finden. Doch viele Halter erleben danach eine zweite Überraschung: die Rechnung. Der tierärztliche Notdienst kostet mehr als die normale Sprechstunde, und das ist gesetzlich so geregelt. Dieser Ratgeber erklärt, wann der Notdienst gilt, was er kostet und wie Sie sich vorbereiten – damit Sie im Ernstfall ruhig handeln können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Notdienstzeiten: werktags 18–8 Uhr, am Wochenende ab Freitag 18 Uhr bis Montag 8 Uhr, an Feiertagen ganztägig.
  • Notdienstgebühr: 50 € netto (59,50 € brutto) – zusätzlich zu allen Behandlungskosten, gesetzlich in der GOT festgelegt.
  • Höherer Satz: Im Notdienst wird mindestens der 2-fache, meist der 3- bis 4-fache GOT-Satz berechnet.
  • Faustregel: Eine Notfallbehandlung kostet schnell 200–500 €, Notfall-OPs 1.000–2.500 € und mehr.
  • Vorbereitung: Notieren Sie JETZT die nächste Tierklinik mit Notdienst – unsere Anleitungen finden Sie unter Notfall & Erste Hilfe für Hund und Katze.
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Wann gilt der tierärztliche Notdienst? Die offiziellen Zeiten

Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) definiert genau, wann Notdienstzeiten gelten:

ZeitraumNotdienstzeit
Montag bis Freitag18:00 Uhr abends bis 8:00 Uhr am Folgetag
WochenendeFreitag 18:00 Uhr bis Montag 8:00 Uhr
Gesetzliche Feiertage0:00 bis 24:00 Uhr (ganztägig)

Wichtig: Hat eine Praxis regulär bis 19 Uhr geöffnet, gilt das nicht als Notdienst – auch wenn die GOT-Notdienstzeit um 18 Uhr beginnt. Maßgeblich sind die tatsächlichen Sprechzeiten der Praxis. Und: Ein Hausbesuch ist nicht automatisch ein Notfall. Er wird über die separate Hausbesuchsgebühr (GOT-Grundpreis 41,06 €) plus Anfahrt abgerechnet.

Wer im Notdienst behandelt wird, zahlt also immer drei Komponenten: die eigentliche Behandlung (mindestens 2-facher Satz), die Notdienstgebühr von 50 € netto und gegebenenfalls Medikamente, Material und Klinikkosten. Dazu kommen 19 % Mehrwertsteuer.

Was kostet der Tierarzt Notdienst? Preise im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt, was typische Behandlungen im Notdienst ungefähr kosten – im Vergleich zur normalen Sprechstunde:

Tierarzt Notdienst: Kosten im Vergleich zur Sprechstunde

BehandlungSprechstunde (ca.)Notdienst (ca.)
Untersuchung mit Beratung24–71 €110–160 € (inkl. Notdienstgebühr)
Injektion + Medikamente30–60 €120–200 €
Infusionstherapie50–100 €150–300 €
Wundversorgung (Biss, Unfall)80–300 €250–600 €
Vergiftung (Vorstellung + Therapie)100–250 €250–600 €
Harnröhrenverschluss Kater (Katheter)300–600 €600–1.200 €
Kaiserschnitt800–2.000 €1.200–2.800 €
Magendrehung Notfall-OP (Hund)–1.000–2.500 €
Einschläferung80–200 €200–400 €

Alle Angaben sind Richtwerte inklusive Mehrwertsteuer. Der konkrete Preis hängt von Klinik, Region, GOT-Satz und dem Zustand des Tieres ab.

Der Grund für die höheren Preise ist nachvollziehbar: Notdienste bedeuten Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsarbeit, und die Kliniken müssen Personal und Ausstattung rund um die Uhr vorhalten. Die GOT sichert diese Versorgung – und begrenzt zugleich den Spielraum nach oben: Mehr als der 4-fache Satz ist auch im Notdienst nur mit schriftlicher Vereinbarung möglich. Details regelt die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) beim Bundesministerium der Justiz.

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Beispielrechnung: Notfall am Sonntagabend

Ein typischer Fall aus der Praxis: Ein Hund hat am Sonntagabend Schokolade gefressen. Die Klinik berechnet:

PositionAnsatzBetrag (ca.)
Notfall-Untersuchung mit Beratung3-facher GOT-Satz70,86 €
Notdienstgebührnetto 50 €59,50 €
Erbrechen auslösen (injektive Behandlung)2-facher Satz45,00 €
Aktivkohle-Gabeinkl. Material35,00 €
Überwachung und Infusion2 Stunden120,00 €
Medikamentenach Aufwand40,00 €
Rechnungsbetrag (inkl. MwSt.)ca. 440,00 €

Zum Vergleich: Derselbe Fall am Dienstagvormittag in der Sprechstunde hätte rund 150–200 € gekostet. Der Unterschied zeigt, warum es sich lohnt, bei Verdachtsfällen nicht bis zum Abend zu warten – aber im echten Notfall nie aus Kostengründen zu zögern.

Wann ist es ein echter Notfall – und wann kann es warten?

Nicht jedes Symptom am Wochenende erfordert den Notdienst. Diese Orientierung hilft bei der Entscheidung:

Sofort in die Klinik – echte Notfälle:

  • Atemnot, blaue Schleimhäute, Kreislaufprobleme
  • Verdacht auf Vergiftung (auch ohne Symptome)
  • Magendrehung-Zeichen beim Hund: aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe
  • Kater kann kein Wasser lösen (Harnröhrenverschluss)
  • Starke Blutungen, Unfallverletzungen, Knochenbrüche
  • Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit, Lähmungserscheinungen
  • Wehen bei trächtigen Tieren ohne Geburt über Stunden

Kann meistens bis zur nächsten Sprechstunde warten:

  • Einmaliges Erbrechen oder Durchfall bei ansonsten munterem Tier
  • Kleine oberflächliche Wunden ohne starke Blutung
  • Leichte Lahmheit ohne Schmerzzeichen
  • Fressunlust bei ansonsten normalem Verhalten (nur beobachten)

Bei Unsicherheit: Rufen Sie im Notdienst an und schildern Sie die Symptome. Viele Kliniken beraten am Telefon, ob ein sofortiges Kommen nötig ist. Konkrete Erste-Hilfe-Schritte für die häufigsten Notfälle finden Sie in unserem Bereich Notfall & Erste Hilfe für Hund und Katze – dort für jeden Notfall kurz erklärt, was Sie sofort tun können. Bei unklaren Symptomen helfen außerdem unsere Übersichten Symptome beim Hund und Symptome bei Katzen.

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Notdienst-Kosten sparen: 5 Strategien für den Ernstfall

Am Notdienst selbst lässt sich nicht sparen – wohl aber an den Umständen. Diese fünf Strategien reduzieren das finanzielle Risiko spürbar:

  1. Notfall-Plan vorab erstellen: Notieren Sie die Adresse und Telefonnummer der nächsten Tierklinik mit 24-Stunden-Dienst. Wer im Stress sucht, landet oft in der teuersten statt der nächsten Klinik.
  2. Nicht bis zum Notdienst warten: Zeigt Ihr Tier am Freitagnachmittag Symptome, gehen Sie noch zur Sprechstunde – statt am Samstag die doppelte Rechnung zu zahlen.
  3. Vorsorge ernst nehmen: Viele Notfälle (z. B. Harnsteine, Zahnabszesse) entwickeln sich über Wochen. Regelmäßige Kontrollen verhindern den teuren Sonntagabend.
  4. Notfallkonto oder Versicherung: Legen Sie monatlich 30–50 € beiseite – oder schließen Sie eine Hundeversicherung bzw. Katzenversicherung ab, die Notdienstkosten abdeckt.
  5. Vergiftungszentrale kennen: Bei Vergiftungsverdacht kann ein Anruf bei einer tierärztlichen Giftnotrufzentrale helfen, die Lage einzuschätzen – bevor Sie losfahren.

Zahlt die Versicherung die Notdienstgebühr?

Das hängt vom Tarif ab – und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Entscheidend sind zwei Punkte:

  • GOT-Satz im Tarif: Da der Notdienst mit dem 2- bis 4-fachen Satz abrechnet, muss die Versicherung mindestens den 3-fachen, besser den 4-fachen Satz erstatten. Tarife mit nur 1- oder 2-facher Erstattung lassen Sie gerade im Notfall auf einem Großteil der Kosten sitzen.
  • Notdienstgebühr eingeschlossen: Gute Tarife erstatten die 50 € Notdienstgebühr ausdrücklich mit. Prüfen Sie das vor Abschluss in den Versicherungsbedingungen.

Unsere Vergleichstabellen zeigen, welche Tarife bei OP- und Notfallkosten wie abschneiden:

LeistungHunde-OP-VersicherungHundekrankenversicherung
OperationenVersicherte Eingriffe gemäß TarifVersicherte Eingriffe gemäß Tarif
Ambulante BehandlungenIm Zusammenhang mit versicherten OPs, soweit vereinbartAuch ohne Operation, soweit vereinbart
MedikamenteRund um versicherte OPs, soweit vereinbartAuch bei Behandlungen ohne OP, soweit vereinbart
DiagnostikOP-bezogene Untersuchungen nach TarifbedingungenAuch unabhängig von einer OP, nach Tarifbedingungen
Monatlicher BeitragIn der Regel günstiger bei engerem LeistungsumfangIn der Regel höher bei umfassenderem Leistungsumfang
OP-VersicherungVollversicherung
Operationen✓✓
Unfallfolgen✓✓
Krankheiten ohne OP✗✓
Medikamente & Kontrollen✗✓
Vorsorge (Impfung, Check-up)✗je nach Tarif
Preis pro Monatca. 3 – 12 €ca. 10 – 30 €

Die wichtigsten Fallstricke bei Tierversicherungen erklärt außerdem die Verbraucherzentrale in ihrem Ratgeber.

Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

Die häufigsten Notfälle – und was sie im Notdienst kosten

Nicht jeder Notfall kostet gleich viel. Diese Übersicht zeigt die häufigsten Gründe für nächtliche Klinikbesuche und ihre typischen Rechnungsbeträge:

  • Vergiftung (z. B. Schokolade, Rattengift, Zimmerpflanzen): 250–600 € je nach Gift und Therapie. Je früher das Tier kommt, desto günstiger – das Auslösen von Erbrechen ist weit billiger als eine Intensivbehandlung.
  • Magendrehung beim Hund: 1.000–2.500 € inklusive Notfall-OP. Ohne OP endet sie innerhalb weniger Stunden tödlich – hier darf niemals gewartet werden.
  • Harnröhrenverschluss beim Kater: 600–1.200 € inklusive Katheter und stationärer Überwachung. Kater, die wiederholt vergeblich aufs Katzenklo gehen, brauchen sofortige Hilfe.
  • Bissverletzungen: 250–600 € je nach Tiefe. Bisswunden sehen außen oft harmlos aus, sind innen aber groß – und entzünden sich fast immer.
  • Autounfall / Trauma: 300–2.000 € je nach Verletzungen, Diagnostik und OP-Bedarf.
  • Krampfanfall (Epilepsie): 200–500 € für Akutbehandlung und erste Diagnostik.
  • Geburtsnotfall (z. B. Kaiserschnitt): 1.200–2.800 € – tritt klassischerweise nachts auf.

Diese Notfälle und die richtigen Erste-Hilfe-Schritte haben wir einzeln aufbereitet: Notfall & Erste Hilfe für Hund und Katze – im Ernstfall öffnen, Anleitung lesen, handeln.

Transport in die Klinik: Was Sie unterwegs beachten sollten

Der Weg in die Klinik gehört zur Behandlung – und kann im Notfall entscheidend sein:

  • Transportbox bei Katzen: Auch verletzte oder kranke Katzen gehören in die Box – ein panisches Tier im Auto ist gefährlich für alle. Decke hineinlegen, Box zudecken, das beruhigt.
  • Große, verletzte Hunde: Eine Decke als Tragehilfe verwenden. Niemals am Halsband ziehen oder das Tier hochheben, wenn eine Wirbelsäulenverletzung möglich ist.
  • Vorher anrufen: Kündigen Sie Ihr Kommen telefonisch an und schildern Sie kurz den Fall – die Klinik kann sich vorbereiten, und Sie erhalten oft wichtige Verhaltenshinweise für die Fahrt.
  • Nicht füttern: Wenn eine Narkose möglich ist, sollte das Tier nüchtern bleiben. Wasser ebenfalls weglassen, wenn eine OP droht.
  • Ruhe bewahren: Ihr Tier spürt Ihre Anspannung. Ruhiges Sprechen und ein sicherer Transport helfen mehr als hastiges Handeln.

Tierversicherungen: Anbieter im Überblick (Anzeige)

  • AGILA

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    Selbstbeteiligung: Tarifabhängig, 0 %, 10 % oder 20 % wählbar

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

So finden Sie den Notdienst in Ihrer Nähe

In den meisten Regionen Deutschlands ist der tierärztliche Notdienst organisiert: Praxen und Kliniken teilen sich Bereitschaftsdienste, und es gibt zentrale Notdienstnummern. So finden Sie im Ernstfall schnell Hilfe:

  1. Website Ihrer Hauspraxis: Auf dem Anrufbeantworter oder der Website steht meist, wer aktuell Notdienst hat.
  2. Tierkliniken: Größere Kliniken und die Universitätskliniken (Hannover, München, Berlin, Leipzig, Gießen) haben eigene 24-Stunden-Dienste.
  3. Regionale Notdienstnummern: Viele Städte und Landkreise haben zentrale Bereitschaftsnummern – einmalig speichern genügt.

Unser Tipp: Speichern Sie die Nummer Ihrer nächsten Tierklinik heute ins Handy. Im Notfall zählt jede Minute – und wer vorbereitet ist, handelt ruhiger. Tierärzte und Kliniken in Ihrer Stadt finden Sie außerdem in unserem wachsenden Verzeichnis unter Tierarztkosten-Ratgebern.

Regionale Unterschiede: Notdienst in Stadt und Land

Wo Sie wohnen, beeinflusst auch die Notdienstkosten und die Versorgung:

  • Großstädte (Berlin, Hamburg, München, Köln): Mehrere Kliniken mit 24-Stunden-Dienst, kurze Anfahrt – aber höhere GOT-Sätze und Preise oft 20–40 % über dem Land. Dafür Auswahl und Spezialisten.
  • Mittelstädte: Meist organisierter Bereitschaftsdienst über zentrale Nummer. Die diensthabende Praxis wechselt wöchentlich – vorher anrufen, wo der Notdienst heute stattfindet.
  • Ländliche Regionen: Längere Anfahrten, teils mobile Notdiensttierärzte. Preise oft niedriger, aber Hausbesuchs- und Anfahrtskosten kommen dazu. Hier lohnt der vorab gespeicherte Notfallplan besonders.

Unabhängig von der Region gilt: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Notdienstgebühr, GOT-Sätze) sind überall gleich. Sie schützen Sie davor, dass im Notfall Willkürpreise verlangt werden – und sie garantieren, dass es diese Versorgung überhaupt gibt. Hintergrundinformationen liefert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur GOT.

Tierarzt Notdienst: Häufige Fragen im Überblick

Was kostet der Tierarzt Notdienst?

Zusätzlich zur Behandlung fällt eine gesetzliche Notdienstgebühr von 50 € netto (59,50 € brutto) an. Die Behandlung selbst wird mit mindestens dem 2-fachen, meist dem 3- bis 4-fachen GOT-Satz berechnet. Eine einfache Notfallbehandlung kostet daher schnell 200–500 €.

Wann beginnt der Notdienst?

Werktags um 18 Uhr, am Wochenende ab Freitag 18 Uhr bis Montag 8 Uhr, an Feiertagen ganztägig. Praxen mit regulären Sprechzeiten über 18 Uhr hinaus gelten in dieser Zeit nicht als Notdienst.

Muss ich zum Notdienst, oder kann es warten?

Bei Atemnot, Vergiftungsverdacht, starken Blutungen, Krampfanfällen oder einem Kater, der kein Wasser lösen kann: sofort. Bei einmaligem Erbrechen oder leichter Lahmheit bei munterem Tier kann die Sprechstunde oft reichen. Im Zweifel erst anrufen und Symptome schildern.

Zahlt die Versicherung die Notdienstgebühr?

Nur wenn der Tarif sie ausdrücklich einschließt und den passenden GOT-Satz erstattet. Prüfen Sie vor Abschluss: Erstattung bis mindestens 3-facher, besser 4-facher GOT-Satz plus Notdienstgebühr.

Kann der Tierarzt im Notdienst beliebig hohe Preise verlangen?

Nein. Die GOT begrenzt die Abrechnung auf maximal den 4-fachen Satz plus Notdienstgebühr. Mehr ist nur mit vorheriger schriftlicher Vereinbarung möglich – die im echten Notfall praktisch kaum geschlossen wird.

Was ist ein Hausbesuch im Notdienst?

Kommt der Tierarzt zu Ihnen, fallen die Hausbesuchsgebühr (ab 41,06 €), die Anfahrt und im Notdienst zusätzlich die Notdienstgebühr an. Ein Hausbesuch ist nicht automatisch ein Notfall.

Darf ich im Notdienst nach den voraussichtlichen Kosten fragen?

Ja, und Sie sollten es tun. Die Klinik kann nach der ersten Untersuchung einen Rahmen nennen, bevor größere Maßnahmen beginnen. Bei lebensbedrohlichen Notfällen wird sofort gehandelt – aber eine grobe Kostenorientierung dürfen Sie immer erfragen.

Was ist der Unterschied zwischen Notdienst und Bereitschaftsdienst?

Beide Begriffe werden oft synonym verwendet. Der Notdienst bezeichnet die gesetzlich geregelte Versorgung außerhalb der Sprechzeiten mit Notdienstgebühr. Der Bereitschaftsdienst ist die praktische Organisation – welche Praxis oder Klinik gerade diensthabend ist.

Gibt es eine tierärztliche Giftnotrufzentrale?

Ja, bei Vergiftungsverdacht gibt es tierärztliche Giftinformationszentralen, die telefonisch weiterhelfen können. Bewahren Sie die Nummer gemeinsam mit der Notdienstnummer Ihrer Region auf.

Quellen

Hinweis: Alle Preisangaben sind Richtwerte und dienen der Orientierung. Im Notfall zählt die Gesundheit Ihres Tieres – zögern Sie aus Kostengründen nicht, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung.

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