Tierheim-Report: Hunde und Katzen in deutschen Tierheimen2026-11-03T09:55:20+01:00
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Tierheim-Report: Hunde und Katzen in deutschen Tierheimen

Wie viele Hunde und Katzen warten in deutschen Tierheimen auf ein Zuhause? Welche Tiere bleiben besonders lange? Der Pawmio Tierheim-Report beantwortet diese Fragen mit echten, täglich aktualisierten Daten aus den Vermittlungslisten der Tierheime – nach Bundesland, Stadt, Alter und Rasse. Alle Tiere finden Sie auch direkt in unserer Tierheim-Suche.

Pawmio Tierheim-Report Stand 03.11.2026 · täglich aktualisiert
Aktuellaktualisiert 03.11.2026, 10:42 Uhr
  • Heute274 Hunde und Katzen neu in der Vermittlung – die meisten in Bayern (127)
  • Heute241 Tiere haben die Vermittlungslisten verlassen – die meisten mit neuem Zuhause
  • HeuteBockhorn: 25 neue Tiere in den Tierheimen der Stadt

Neu in der Vermittlung

13.843 Hunde und Katzen suchen derzeit in 617 deutschen Tierheimen und Tierschutzvereinen ein neues Zuhause – davon 6.606 Hunde und 7.237 Katzen.

13.843Hunde & Katzen in der Vermittlung
6.606Hunde
7.237Katzen
617Tierheime mit Online-Vermittlung
Senioren

29 % der Tierheimhunde sind 8 Jahre oder älter

Bei den Katzen sind es 21 %. Ältere Tiere sind oft ruhig, erzogen und brauchen trotzdem länger, bis sie vermittelt werden.

Familie

32 % der Hunde gelten als kinderfreundlich

Grundlage sind 1.572 Hunde, bei denen das Tierheim dazu eine Angabe macht.

Regionen

Nordrhein-Westfalen hat die meisten Tiere in der Vermittlung

2.646 Hunde und Katzen in 107 Tierheimen – unter den Städten liegt Lippstadt vorn.

Wie alt sind Tierheimtiere?

Hunde

Jung (unter 1 Jahr)342
Erwachsen (1–7 Jahre)2.867
Senior (ab 8 Jahren)1.284

Katzen

Jung (unter 1 Jahr)1.342
Erwachsen (1–7 Jahre)2.065
Senior (ab 8 Jahren)884

Die häufigsten Rassen im Tierheim

Hunde

Mischling2.694
Deutscher Schäferhund110
Siberian Husky109
Malinois66
Rottweiler52
Kangal50
American Staffordshire Terrier41
Cane Corso33

Katzen

Europäisch Kurzhaar / Hauskatze3.671
Mischling254
Britisch Kurzhaar66
Scottish Fold35
Perser18
Maine Coon11
Ragdoll9
Bengal6

Sie warten besonders lange: Senioren suchen ein Zuhause

Tierheimtiere nach Bundesland

BundeslandHundeKatzenTierheime
Nordrhein-Westfalen1.3111.335107
Bayern1.0311.532106
Niedersachsen7151.05870
Hessen93059056
Baden-Württemberg64775482
Rheinland-Pfalz42953940
Sachsen33735839
Brandenburg23616819
Schleswig-Holstein16423622
Sachsen-Anhalt13026922
Mecklenburg-Vorpommern11516818
Thüringen1826521
Saarland142736
Berlin126313
Hamburg91252
Bremen20241

Städte mit den meisten Tieren in der Vermittlung

Lippstadt228
Oberding178
Jandelsbrunn177
Breitenberg177
Bockhorn166
München153
Berlin152
Gelnhausen142
Northeim138
Soltau137
Euskirchen136
Grimma129

Wartezeit: Wie lange bleiben Tiere im Tierheim?

2 Tage waren Hunde und Katzen im Schnitt online gelistet, bevor sie aus der Vermittlung verschwanden (Basis: 91 Tiere, letzte 60 Tage).

Seit Beginn der Erfassung sind 1.779 Tiere nicht mehr in den Listen – in den meisten Fällen, weil sie ein Zuhause gefunden haben.

So entsteht der Report

Grundlage sind die öffentlichen Vermittlungsseiten deutscher Tierheime und Tierschutzvereine. Unser System „Spürnase“ liest sie einmal täglich aus (nur Tierart, Alter, Rasse, Geschlecht und Angaben zur Verträglichkeit) und beachtet dabei die robots.txt jeder Website. Ein Tier, das zweimal nicht mehr gemeldet wird, zählt als „nicht mehr gelistet“. Tierheime ohne Online-Liste sind nicht enthalten – die tatsächliche Zahl der Tiere in deutschen Tierheimen ist deshalb höher.

Für Redaktionen: Die Zahlen dürfen mit Quellenangabe „Pawmio Tierheim-Report“ und Link auf diese Seite verwendet werden. Auswertungen für Ihre Stadt oder Region auf Anfrage: info@pawmio.de

Tierversicherungen: Anbieter im Überblick (Anzeige)

Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Die angezeigten Anbieter werden zufällig ausgewählt. Pawmio bewertet und vergleicht keine Tarife und vermittelt keine Versicherungen. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Tierheime in Deutschland: Was hinter den Zahlen steckt

Deutsche Tierheime sind seit Jahren an ihrer Belastungsgrenze. In einer Trendumfrage des Deutschen Tierschutzbundes vom Mai 2024 meldeten 69 Prozent der befragten Tierheime eine sehr hohe Auslastung, fast die Hälfte war voll oder sogar übervoll. Nur 18 Prozent hatten noch freie Plätze. 82 Prozent der Tierheime betreuen mehr Tiere als 2022, drei von vier berichten von mehr kranken Tieren (Pressemitteilung des Deutschen Tierschutzbundes, 28.08.2024).

Diese Umfragen zeigen, wie es den Tierheimen geht. Sie zeigen aber nicht, welche Tiere tatsächlich auf ein Zuhause warten. Genau das macht der Pawmio Tierheim-Report sichtbar: Er zählt jeden Tag die Hunde und Katzen, die Tierheime und Tierschutzvereine online zur Vermittlung anbieten, und wertet aus, wie alt sie sind, welcher Rasse sie angehören und in welcher Region sie leben.

Wichtig: Nicht jedes Tierheim veröffentlicht seine Tiere im Internet. Manche vermitteln nur vor Ort oder telefonisch, andere zeigen nur einen Teil ihrer Tiere. Die echte Zahl der Tiere in deutschen Tierheimen ist deshalb höher als die Zahlen im Report. Für Vergleiche – etwa zwischen Hunden und Katzen, jungen und alten Tieren oder einzelnen Regionen – sind die Daten trotzdem aussagekräftig, weil sie jeden Tag nach denselben Regeln erhoben werden.

Warum manche Tiere länger im Tierheim warten

Junge, gesunde Tiere finden meist schnell ein neues Zuhause. Andere warten Monate oder Jahre. Tierheime nennen immer wieder dieselben Gründe:

  • Alter: Hunde und Katzen ab etwa acht Jahren werden deutlich seltener angefragt, obwohl sie oft ruhig, stubenrein und gut erzogen sind.
  • Größe und Kraft: Große, kräftige Hunde passen nicht in jede Wohnung und brauchen erfahrene Halter.
  • Rasselisten: Für sogenannte Listenhunde gelten je nach Bundesland Auflagen wie Sachkundenachweis, Wesenstest oder höhere Hundesteuer. Das schreckt viele Interessenten ab.
  • Krankheiten: Chronisch kranke Tiere brauchen Medikamente und regelmäßige Tierarztbesuche – viele scheuen die Kosten.
  • Verhalten: Scheue Katzen oder Hunde mit schlechten Erfahrungen brauchen Zeit und Geduld, bis sie Vertrauen fassen.

Gerade diese Tiere profitieren am meisten von Menschen, die bewusst einem „Langzeitinsassen“ eine Chance geben. Wer unsicher ist, welches Tier zu seinem Alltag passt, findet mit unserem Test Welcher Hund passt zu mir? oder Welche Katze passt zu mir? passende Tiere aus Tierheimen in der Nähe.

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So helfen Sie Tieren, die lange warten

Nicht jeder kann ein Tier aufnehmen. Helfen kann trotzdem fast jeder:

  1. Ein älteres Tier adoptieren: Senioren sind ideal für Menschen, die ein ruhiges, ausgeglichenes Tier suchen. Viele Tierheime vermitteln sie zu einer geringeren Schutzgebühr.
  2. Pflegestelle werden: Pflegestellen nehmen Tiere vorübergehend auf und entlasten die Tierheime – oft ist das der erste Schritt zur Vermittlung.
  3. Patenschaft übernehmen: Mit einem festen Monatsbeitrag unterstützen Sie Futter, Pflege und Tierarztkosten eines bestimmten Tieres.
  4. Gassigehen und Mithelfen: Viele Tierheime suchen ehrenamtliche Gassigeher und Helfer für die Katzenhäuser.
  5. Gesundheit absichern: Wer ein älteres oder krankes Tier aufnimmt, sollte die Tierarztkosten im Blick behalten. Was eine Versicherung leisten kann, erklären wir bei der Hundekrankenversicherung und der Katzenversicherung. Welche Kosten auf Sie zukommen, zeigen Tierarztkosten Hund und Tierarztkosten Katze.

Ist Ihr eigenes Tier entlaufen? Melden Sie es kostenlos bei Tier vermisst – viele Fundtiere landen zuerst im Tierheim.

Häufige Fragen zum Tierheim-Report

Wie viele Tiere leben in deutschen Tierheimen?

Eine amtliche Gesamtzahl gibt es nicht. Der Pawmio Tierheim-Report zeigt, wie viele Hunde und Katzen die Tierheime aktuell online zur Vermittlung anbieten. Die tatsächliche Zahl ist höher, weil nicht alle Tierheime ihre Tiere im Internet zeigen.

Wie lange bleibt ein Hund im Tierheim?

Das hängt stark von Alter, Größe, Rasse und Gesundheit ab. Junge Hunde sind oft nach wenigen Wochen vermittelt, ältere oder kranke Hunde warten häufig viele Monate. Pawmio erfasst die Vermittlungslisten täglich und zeigt hier die durchschnittliche Wartezeit, sobald genügend Daten vorliegen.

Welche Tiere werden am schwersten vermittelt?

Vor allem Senioren, große Hunde, sogenannte Listenhunde, chronisch kranke und sehr scheue Tiere. Der Report zeigt, wie hoch ihr Anteil in den Tierheimen ist.

Wie oft wird der Report aktualisiert?

Die Zahlen werden täglich neu berechnet. Zum Monatsende speichern wir die Werte, damit die Entwicklung über die Monate sichtbar wird.

Darf ich die Zahlen verwenden?

Ja. Redaktionen, Tierschutzvereine und Blogs dürfen die Zahlen mit der Quellenangabe „Pawmio Tierheim-Report“ und einem Link auf diese Seite verwenden. Auswertungen für einzelne Städte oder Regionen schicken wir gern auf Anfrage: info@pawmio.de.

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Die Einträge stammen aus öffentlichen Quellen wie OpenStreetMap und werden laufend ergänzt. Fehlt ein Betrieb oder stimmt eine Angabe nicht mehr? Dann sag uns Bescheid – wir korrigieren den Eintrag schnell.

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