Tierheime2026-10-04T16:01:46+02:00

Tierheim finden: Alle Tierheime in Deutschland

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Sie möchten einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben? Hier finden Sie über 550 Tierheime in ganz Deutschland – mit Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten und Route. Wählen Sie einfach Ihre Stadt oder Ihr Bundesland. Darunter erfahren Sie, wie eine Adoption im Tierheim abläuft, was sie kostet und wie Sie Ihr neues Familienmitglied vom ersten Tag an richtig absichern.

Warum ein Tier aus dem Tierheim adoptieren?

In deutschen Tierheimen warten jedes Jahr Zehntausende Hunde, Katzen und Kleintiere auf ein neues Zuhause. Viele wurden abgegeben, weil sich die Lebensumstände ihrer Halter geändert haben – nicht, weil mit dem Tier etwas nicht stimmt. Wer adoptiert, schenkt ihm eine zweite Chance und schafft gleichzeitig Platz für ein weiteres Tier in Not.

Dazu kommen ganz praktische Vorteile:

  • Sie wissen, wen Sie bekommen: Das Tierheim-Team kennt Charakter, Gewohnheiten und Eigenheiten des Tieres und berät Sie ehrlich.
  • Gesundheitlich durchgecheckt: Adoptierte Tiere sind in der Regel geimpft, gechippt, entwurmt und oft bereits kastriert.
  • Erwachsene Tiere: Viele erwachsene Hunde und Katzen sind bereits erzogen und stubenrein – ideal, wenn Sie keine Welpenzeit wollen.
  • Kein Risiko durch illegalen Handel: Wer adoptiert, unterstützt keine unseriösen Welpenhändler aus dem Internet.

Passt ein Tierheimtier zu mir? Fünf ehrliche Fragen

Bevor Sie das Tierheim besuchen, lohnt sich ein kurzer Selbstcheck:

  1. Zeit: Ein Hund braucht mehrmals täglich Auslauf, eine Katze vor allem Gesellschaft und Beschäftigung. Wie viele Stunden am Tag ist jemand zu Hause?
  2. Wohnung: Sind Haustiere im Mietvertrag erlaubt? Gibt es Treppen, einen Garten, einen sicheren Balkon?
  3. Familie: Leben Kinder, Allergiker oder andere Tiere im Haushalt?
  4. Erfahrung: Manche Tiere brauchen einen erfahrenen Halter, andere sind auch für Anfänger perfekt.
  5. Budget: Futter, Tierarzt, Versicherung und Ausstattung kosten jeden Monat Geld – mehr dazu weiter unten.

Je ehrlicher Ihre Antworten, desto besser kann das Tierheim das passende Tier für Sie finden. Scheuen Sie sich nicht, auch kritische Fragen zu stellen: Wie verhält sich das Tier bei Fremden? Kann es allein bleiben? Wie reagiert es auf Kinder oder andere Tiere? Gute Vermittler beantworten das offen, denn auch sie wollen, dass das Tier dauerhaft bei Ihnen bleibt.

Hund oder Katze? So treffen Sie die richtige Wahl

Die Entscheidung zwischen Hund und Katze hängt weniger von Vorlieben ab als vom Alltag. Ein Hund ist ein Teamtier: Er möchte überall dabei sein, braucht feste Gassizeiten – auch bei Regen um sechs Uhr morgens – und Erziehung. Dafür bekommen Sie einen Begleiter, der Sie aktiv hält und schnell eine enge Bindung aufbaut.

Katzen sind selbstständiger und kommen auch mit Berufstätigen gut zurecht. Wohnungskatzen brauchen trotzdem Beschäftigung, Kratzmöglichkeiten und am besten einen Artgenossen. Viele Vermittler geben junge Katzen deshalb nur zu zweit ab.

Auch das Alter spielt eine Rolle. Junge Tiere sind verspielt, brauchen aber viel Geduld. Senioren sind ruhiger, dankbar und oft perfekt für Menschen, die es gemütlich mögen – sie werden leider am seltensten vermittelt. Fragen Sie gezielt nach älteren Tieren: Oft ist die Schutzgebühr niedriger, und Sie wissen genau, welchen Charakter Sie bekommen.

Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen wirken pflegeleicht, sind es aber nicht. Sie brauchen viel Platz, Gesellschaft und einen Tierarzt, der sich mit ihnen auskennt.

Tierversicherungen: Anbieter im Überblick (Anzeige)

  • Lassie

    ⭐ 4.5 / 5 auf Trustpilot

    Selbstbeteiligung: 0 %, 20 % oder 40 % wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: ab 6 €/Monat

  • dalma.

    ⭐ 4.5 / 5 auf Trustpilot

    Selbstbeteiligung: Erstattung 60–100 % wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: ab 7,99 €/Monat

  • Uelzener

    ⭐ 4 / 5 auf Trustpilot

    Selbstbeteiligung: 0 €, 250 €, 500 € oder 1.000 € wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: individuell

Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

So läuft eine Adoption im Tierheim ab

Jedes Tierheim hat eigene Regeln, der Ablauf ist aber fast überall ähnlich:

  1. Online umsehen: Die meisten Tierheime stellen ihre Tiere auf der eigenen Website vor. Den Link finden Sie oben in unserer Tierheim-Suche.
  2. Kontakt aufnehmen: Rufen Sie an oder schreiben Sie eine E-Mail. Viele Tierheime arbeiten mit festen Vermittlungszeiten oder Terminen.
  3. Kennenlernen: Sie besuchen das Tier – oft mehrmals. Bei Hunden sind gemeinsame Spaziergänge üblich.
  4. Vorkontrolle: Viele Tierheime schauen sich Ihr Zuhause an, um sicherzugehen, dass es zum Tier passt.
  5. Schutzvertrag: Sie unterschreiben einen Vertrag und zahlen die Schutzgebühr. Der Vertrag regelt zum Beispiel, dass das Tier nicht weiterverkauft werden darf.
  6. Einzug: Ihr neues Familienmitglied zieht ein. Manche Tierheime melden sich danach noch einmal für eine Nachkontrolle.

Tipp: Planen Sie für die Adoption ruhig zwei bis vier Wochen ein. Gute Vermittler nehmen sich Zeit – das ist ein Zeichen von Qualität, nicht von Bürokratie.

Was kostet ein Tier aus dem Tierheim?

Für die Vermittlung verlangt jedes Tierheim eine Schutzgebühr. Sie deckt nur einen Teil der Kosten, die das Tierheim für Unterbringung, Futter und tierärztliche Versorgung hatte. Die Höhe hängt vom Tierheim, der Region und dem Tier ab. Diese Richtwerte geben Ihnen eine erste Orientierung:

Tierart Schutzgebühr (Richtwert) Meist enthalten
Hund 200 – 450 € Impfungen, Chip, Entwurmung, oft Kastration
Katze 80 – 180 € Impfungen, Chip, Kastration
Kaninchen & Kleintiere 20 – 60 € Gesundheitscheck, oft Kastration

Rechnet man allein Impfungen, Chip und Kastration beim Tierarzt zusammen, ist die Schutzgebühr fast immer günstiger als die einzelnen Behandlungen.

Die Kosten im ersten Jahr

Die Schutzgebühr ist nur der Anfang. Für das erste Jahr sollten Sie zusätzlich einplanen:

  • Erstausstattung: Körbchen, Leine, Näpfe, Transportbox, Spielzeug – etwa 150 bis 400 €.
  • Futter: je nach Größe und Futterart 30 bis 100 € im Monat. Wie viel Ihr Tier wirklich braucht, hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab.
  • Tierarzt: Erstuntersuchung, Auffrischimpfungen, Floh- und Zeckenschutz – mindestens 150 bis 300 € im Jahr, ohne Krankheit.
  • Hundesteuer: je nach Gemeinde. Einige Städte gewähren für adoptierte Hunde eine Ermäßigung oder Befreiung – fragen Sie bei der Anmeldung nach.
  • Versicherung: Hundehaftpflicht und eventuell Kranken- oder OP-Versicherung.

Das größte finanzielle Risiko ist nicht der Alltag, sondern der Notfall: Eine Operation kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Genau deshalb lohnt sich der nächste Abschnitt.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Tierheimtier versichern: Darauf kommt es an

Viele frischgebackene Halter denken erst an eine Versicherung, wenn das Tier krank wird – dann ist es oft zu spät. Bei adoptierten Tieren gibt es zusätzlich ein paar Besonderheiten.

Hundehaftpflicht: in vielen Bundesländern Pflicht

Richtet Ihr Hund einen Schaden an, haften Sie als Halter unbegrenzt – auch mit Ihrem privaten Vermögen. In mehreren Bundesländern ist eine Hundehaftpflicht deshalb für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben, in anderen nur für bestimmte Rassen. Prüfen Sie die Regel in Ihrem Bundesland und schließen Sie die Versicherung am besten vor dem Einzug ab. Manche Vermittler verlangen den Nachweis sogar beim Schutzvertrag.

Kranken- und OP-Versicherung: das Vorerkrankungs-Problem

Tiere aus dem Tierheim sind oft älter oder ihre Vorgeschichte ist nicht vollständig bekannt. Für die Versicherung bedeutet das:

  • Vorerkrankungen sind bei den meisten Tarifen vom Schutz ausgeschlossen. Lassen Sie sich alle Befunde aushändigen.
  • Eintrittsalter: Viele Versicherer nehmen Tiere nur bis zu einem bestimmten Alter neu auf. Bei älteren Tieren ist eine reine OP-Versicherung oft leichter zu bekommen.
  • Wartezeit: Die meisten Tarife greifen erst nach einigen Wochen – bei Unfällen oft sofort. Je früher Sie abschließen, desto schneller sind Sie geschützt.
  • GOT-Satz: Achten Sie darauf, dass der Tarif bis zum 4-fachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte erstattet – vor allem im Notdienst.

Unser Rat: Vergleichen Sie die Tarife direkt nach der Zusage des Tierheims, nicht erst Wochen später.

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Die ersten 30 Tage mit Ihrem Tier aus dem Tierheim

Ein Umzug ist für jedes Tier Stress. Mit dieser Checkliste wird der Start für Sie beide leichter.

Woche 1: Ankommen lassen

  • Geben Sie Ihrem Tier einen ruhigen Rückzugsort und keinen Besuchermarathon.
  • Machen Sie Ihr Zuhause sicher: Giftige Pflanzen, Schokolade oder Medikamente sind für Hunde und Katzen gefährlich. Unser Gift-Check zeigt, was Sie wegräumen sollten.
  • Füttern Sie in den ersten Tagen das gewohnte Futter und stellen Sie erst später langsam um.

Woche 2: Erster Tierarzt-Besuch

  • Lassen Sie Ihr Tier einmal komplett durchchecken – auch wenn es gesund wirkt. So haben Sie einen Ausgangsbefund für die Versicherung. Eine Praxis in Ihrer Nähe finden Sie direkt hier:
  • Kontrollieren Sie den Impfpass. Welche Impfungen wann fällig sind, zeigt unser Impfplan.
  • Wiegen Sie Ihr Tier. Viele adoptierte Tiere sind zu dünn oder zu dick. Notieren Sie das Gewicht alle zwei Wochen, um die Entwicklung im Blick zu behalten.

Woche 3: Alltag aufbauen

  • Feste Zeiten für Futter, Spaziergänge und Spiel geben Sicherheit.
  • Stress zeigt sich oft körperlich, zum Beispiel durch Durchfall oder Appetitlosigkeit. Hält das länger als zwei, drei Tage an, sollte ein Tierarzt draufschauen.
  • Melden Sie Ihren Hund bei der Gemeinde an und registrieren Sie den Chip auf Ihren Namen.

Woche 4: Für den Ernstfall vorbereitet sein

  • Speichern Sie die Nummer der nächsten Tierklinik. Was im Notfall zu tun ist, lesen Sie in unserem Ratgeber Erste Hilfe & Notfall.
  • Spätestens jetzt sollte die Versicherung stehen.

Häufige Fragen zum Tierheim

Wie finde ich ein Tierheim in der Nähe?

Geben Sie oben in der Tierheim-Suche Ihre Stadt ein oder wählen Sie Ihr Bundesland. Sie sehen alle Tierheime mit Adresse, Telefonnummer und einem Link zur Route.

Kann ich ein Tier aus dem Tierheim einfach mitnehmen?

Nein. Seriöse Tierheime vermitteln erst nach einem Kennenlernen und oft nach einer Vorkontrolle. Das schützt das Tier und Sie vor einer Fehlentscheidung.

Warum muss ich im Tierheim eine Schutzgebühr zahlen?

Die Schutzgebühr deckt einen Teil der Kosten für Impfungen, Kastration und Unterbringung. Gleichzeitig soll sie verhindern, dass Tiere unüberlegt oder zum Weiterverkauf geholt werden.

Was ist, wenn es mit dem Tier nicht klappt?

Die meisten Tierheime nehmen ihre Tiere zurück. Das ist im Schutzvertrag geregelt. Sprechen Sie Probleme früh an – oft hilft schon ein Beratungsgespräch.

Was, wenn meine Katze aus dem Tierheim trächtig ist?

Das kommt bei Fundkatzen gelegentlich vor. Lassen Sie die Trächtigkeit beim Tierarzt bestätigen. Der Tierarzt kann Ihnen auch sagen, wann die Kitten voraussichtlich kommen und was Sie vorbereiten sollten.

Kann ich ein Tierheimtier mit Vorerkrankung versichern?

Ja, aber die bekannte Vorerkrankung ist meist ausgeschlossen. Alle anderen Krankheiten und Unfälle sind trotzdem versichert. Vergleichen Sie deshalb die Bedingungen genau.

Tierheimdaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Weitere Informationen zum Tierschutz in Deutschland finden Sie beim Deutschen Tierschutzbund.

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