American Shorthair

American Shorthair Katze bei der tierärztlichen Untersuchung

Steckbrief

Größe
Mittelgroß bis groß; kräftig, ausgewogen und muskulös
Gewicht
Katze ca. 3,6–5,4 kg; Kater ca. 5–6,8 kg
Lebenserwartung
ca. 15–20 Jahre
Charakter
ausgeglichen, freundlich, intelligent, anpassungsfähig, verspielt und selbstständig
Pflegeaufwand
niedrig

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*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Einleitung

Die American Shorthair ist eine mittelgroße bis große, kräftig gebaute Katzenrasse mit ausgeglichenem Temperament und einer langen Geschichte als amerikanische Arbeitskatze. Ihr Erscheinungsbild wirkt robust, harmonisch und natürlich: ein muskulöser Körper, ein breiter Kopf, ausdrucksstarke Augen und ein dichtes, kurzes Fell. Besonders bekannt ist die silberne Tabby-Zeichnung, doch die Rasse kommt in zahlreichen Farben und Mustern vor.

American Shorthair Katze: Herkunft und Geschichte

Die Vorfahren der American Shorthair kamen mit frühen europäischen Siedlern nach Nordamerika. Auf Schiffen und später auf Farmen und in Häusern hatten kurzhaarige Katzen eine praktische Aufgabe: Sie sollten Vorräte vor Mäusen und anderen Nagern schützen. Über viele Generationen entwickelten sich robuste, kräftige Katzen, die an unterschiedliche klimatische Bedingungen und Lebensräume angepasst waren.

CFA beschreibt die American Shorthair als natürliche Arbeitskatze. Bereits bei frühen Katzenausstellungen in den USA war der Typ vertreten, und bei der Gründung der Cat Fanciers’ Association im Jahr 1906 gehörten entsprechende Kurzhaarkatzen zu den ersten anerkannten Rassen. Ursprünglich wurden sie als „Domestic Shorthair“ geführt. 1965 erhielt die Rasse den heutigen Namen American Shorthair, um sie klarer von zufällig gezüchteten Hauskatzen ohne dokumentierte Abstammung zu unterscheiden.

Aussehen: kräftig, aber nicht übertrieben

Die American Shorthair soll nach dem CFA-Standard den Eindruck von Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit vermitteln. Ihr Körper ist mittelgroß bis groß, kompakt und muskulös, ohne plump zu wirken. Schultern, Brust und Hinterhand sind gut entwickelt. Kätzinnen sind häufig leichter gebaut als Kater. Erwachsene Tiere können je nach Geschlecht und Körperbau ungefähr zwischen 3,6 und 6,8 Kilogramm liegen, wobei Kater meist am oberen Ende der Spanne zu finden sind.

Das Fell ist kurz, dicht und relativ fest in der Textur. Es schützt den Körper und kann je nach Jahreszeit etwas dichter wirken. CFA nennt mehr als hundert mögliche Farb- und Zeichnungskombinationen; besonders bekannt sind Silver Classic Tabby und Brown Tabby. Die Augenfarbe hängt teilweise von der Fellfarbe ab. Insgesamt soll die American Shorthair ausgewogen wirken – extreme Merkmale sind im Rassestandard ausdrücklich unerwünscht.

American Shorthair Charakter: freundlich und unkompliziert

Charakterlich gilt die American Shorthair als ruhig, freundlich und anpassungsfähig. TICA und CFA beschreiben sie als familienbezogen, intelligent und verspielt, ohne dauerhaft Aufmerksamkeit einzufordern. Viele Tiere begleiten ihre Menschen gern durch den Alltag, können sich aber auch eine Zeit lang selbst beschäftigen. Diese Mischung aus Nähe und Selbstständigkeit macht die Rasse für unterschiedliche Haushaltsformen interessant.

Der ursprüngliche Jagdtrieb ist bei vielen American Shorthairs weiterhin deutlich vorhanden. Bewegliche Spielzeuge, Angelspiele und Futterspiele sprechen diesen Instinkt an. Trotz ihrer ruhigen Ausstrahlung sollte die Rasse daher nicht als reine „Sofakatze“ betrachtet werden. Regelmäßiges Spiel hilft, körperliche Fitness und geistige Auslastung zu erhalten.

Pflege und Haltung

Die American Shorthair Haltung ist vergleichsweise unkompliziert, wenn Bewegung, soziale Kontakte und Rückzugsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Die Rasse gilt als anpassungsfähig und kann sowohl in einer Wohnung als auch in einem Haus leben. Entscheidend ist nicht allein die Größe des Wohnraums, sondern wie abwechslungsreich und sicher er gestaltet ist.

American Shorthair als Wohnungskatze

Eine reine Wohnungshaltung ist möglich. Mehrere Ebenen, stabile Kratzbäume, Fensterplätze, Höhlen und erhöhte Liegeflächen erweitern den Lebensraum. Besonders wertvoll sind Plätze, von denen aus die Katze beobachten kann. Ein gesicherter Balkon oder ein katzensicherer Außenbereich kann zusätzliche Reize bieten, ist aber keine Voraussetzung.

Die American Shorthair ist häufig ruhig und ausgeglichen, sollte aber nicht unterschätzt werden. Ihre Geschichte als Mäusefänger zeigt sich oft noch in einer ausgeprägten Aufmerksamkeit für Bewegungen. Deshalb sind regelmäßige Jagdspiele mit Angel, Mausspielzeug oder bewegten Objekten sinnvoll. Kleine Futteraufgaben können zusätzlich geistige Beschäftigung schaffen.

Beschäftigung und tägliche Bewegung

TICA beschreibt die Rasse als intelligent und lernfähig. Viele American Shorthairs können apportieren, auf Signale reagieren oder einfache Tricks lernen. Kurze Spieleinheiten über den Tag verteilt helfen, Übergewicht vorzubeugen und fördern gleichzeitig die Bindung zum Menschen. Besonders Wohnungskatzen profitieren von festen Spielzeiten.

Da manche American Shorthairs sehr entspannt wirken, besteht die Gefahr, ihren Bewegungsbedarf zu unterschätzen. Ein ruhiges Temperament bedeutet nicht, dass Bewegung unwichtig ist. Gerade im mittleren und höheren Alter kann tägliche Aktivität helfen, Muskulatur und Gelenkbeweglichkeit zu erhalten.

Zweitkatze, Kinder und andere Haustiere

American Shorthairs gelten häufig als tolerant gegenüber Kindern und anderen Haustieren. Eine Zweitkatze kann gut funktionieren, wenn Temperament und Aktivitätsniveau zusammenpassen. Eine langsame Vergesellschaftung ist trotzdem wichtig. Jede Katze benötigt eigene Rückzugsorte, ausreichend Toiletten, Futter- und Wasserstellen und die Möglichkeit, Konflikten auszuweichen.

Auch mit katzenfreundlichen Hunden kann das Zusammenleben gelingen. Bei Vögeln, Hamstern oder anderen Kleintieren ist wegen des Jagdinstinkts besondere Vorsicht erforderlich. Eine räumliche Trennung und sichere Gehege sind notwendig, weil selbst eine freundlich wirkende Katze Beutefangverhalten zeigen kann.

Wie lange kann eine American Shorthair alleine bleiben?

Viele Vertreter der Rasse sind etwas selbstständiger als sehr stark menschenfixierte Katzen. Das heißt aber nicht, dass sie dauerhaft viele Stunden täglich ohne soziale Kontakte auskommen sollten. Bei regelmäßigen längeren Abwesenheiten lohnt es sich zu prüfen, ob ein geeigneter Katzenpartner sinnvoll ist. Spielzeug ersetzt weder menschliche Interaktion noch sozialen Kontakt.

American Shorthair Katze mit kräftigem Körperbau und kurzem Fell

Gesundheit & typische Krankheiten

Die American Shorthair Gesundheit wird von TICA und CFA insgesamt als robust beschrieben. CFA weist darauf hin, dass derzeit keine klar etablierten rassespezifischen Gesundheitsprobleme bekannt sind. Dennoch können wie bei jeder Katzenpopulation einzelne Erkrankungen auftreten. Besonders wichtig sind Gewichtskontrolle, Herzgesundheit, Zahnpflege und regelmäßige Vorsorge.

American Shorthair Krankheiten: Was ist bekannt?

In älteren Linien wurde hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, beschrieben. CFA berichtet, dass HCM in den 1980er- und 1990er-Jahren bei einigen American Shorthairs beobachtet wurde, durch Screening und verantwortungsvolle Zucht aber deutlich seltener geworden ist. Daraus folgt nicht, dass jede American Shorthair ein erhöhtes HCM-Risiko hat. Ein seriöser Züchter sollte Gesundheitsfragen trotzdem offen beantworten und bekannte Auffälligkeiten in seinen Linien nicht verschweigen.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

HCM ist eine Erkrankung, bei der sich Teile des Herzmuskels verdicken. Sie kommt nicht nur bei Rassekatzen vor. Mögliche Anzeichen können schnelle oder angestrengte Atmung, Leistungsschwäche oder plötzliche Lähmungserscheinungen sein; viele Katzen zeigen jedoch lange keine sichtbaren Symptome. Die Diagnose erfolgt tierärztlich, häufig mittels Herzultraschall. Bei familiärer Vorbelastung kann eine kardiologische Untersuchung sinnvoll sein.

Übergewicht als vermeidbares Gesundheitsrisiko

Die American Shorthair besitzt einen kräftigen Körperbau, darf aber nicht mit Übergewicht verwechselt werden. CFA nennt Adipositas ausdrücklich als unerwünscht, und auch tiermedizinische Quellen weisen darauf hin, dass ein ruhiger Lebensstil die Gewichtszunahme begünstigen kann. Übergewicht erhöht bei Katzen unter anderem das Risiko für Diabetes, Gelenkprobleme und Harnwegserkrankungen.

Das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden. Wichtig ist nicht nur die Zahl auf der Waage, sondern die Körperkondition: Rippen sollten tastbar sein, und von oben sollte eine Taille erkennbar bleiben. Bei Unsicherheit kann die Tierarztpraxis einen Body-Condition-Score bestimmen und eine passende Futtermenge empfehlen.

Zähne, Nieren und allgemeine Vorsorge

Wie andere Katzen kann auch die American Shorthair im Laufe des Lebens Zahnprobleme, Nierenveränderungen oder andere altersabhängige Erkrankungen entwickeln. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Bei älteren Katzen können Blutdruckmessung sowie Blut- und Urinuntersuchungen sinnvoll sein.

Plötzliche Gewichtsabnahme, deutlich mehr Trinken, häufiges Urinieren, Appetitverlust, anhaltendes Erbrechen oder Verhaltensänderungen sollten tierärztlich abgeklärt werden. Solche Symptome sollten nicht allein dem Alter oder der Rasse zugeschrieben werden.

Lebenserwartung der American Shorthair

PetMD und Purina nennen für die American Shorthair häufig eine Lebenserwartung von etwa 15 bis 20 Jahren. Einzelne Tiere können älter oder jünger werden. Genetik, Gewicht, Ernährung, Zahngesundheit, Bewegung, Wohnungssicherheit und rechtzeitige medizinische Versorgung beeinflussen die tatsächliche Lebensdauer erheblich.

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Ernährung

Für die American Shorthair Ernährung ist keine spezielle rassespezifische Diät erforderlich. Ein vollständiges Alleinfuttermittel, das zum Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau passt, bildet die Grundlage. Besonders wichtig ist die Kontrolle der Energiezufuhr, weil die Rasse kräftig gebaut ist und manche Tiere einen eher gemütlichen Alltag bevorzugen.

American Shorthair Katzenfutter: Körperkondition im Blick behalten

Die Futtermenge sollte nicht allein nach einer allgemeinen Tabellenangabe gewählt werden. Alter, Kastration, Aktivität und individuelles Idealgewicht beeinflussen den tatsächlichen Energiebedarf. Nach der Kastration sinkt der Bedarf bei vielen Katzen, während der Appetit gleich bleiben kann. Deshalb ist regelmäßiges Wiegen sinnvoll.

Kitten benötigen während des Wachstums ein geeignetes Kitten-Alleinfuttermittel. TICA beschreibt die American Shorthair als langsam reifende Rasse; viele Tiere erreichen ihre vollständige körperliche Entwicklung erst mit drei bis vier Jahren. Trotzdem sollte nach Abschluss der eigentlichen Wachstumsphase auf eine bedarfsgerechte Erwachsenenfütterung umgestellt werden, damit keine unnötige Gewichtszunahme entsteht.

Nassfutter, Trockenfutter und Wasser

Nassfutter unterstützt durch seinen hohen Wasseranteil die Flüssigkeitsaufnahme. Trockenfutter kann ebenfalls verwendet werden, sollte aber genau portioniert werden, da es häufig eine hohe Energiedichte besitzt. Eine Kombination beider Fütterungsformen ist möglich, sofern die gesamte Tagesenergie berücksichtigt wird.

Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Mehrere Trinkstellen, breite Wassernäpfe oder ein Trinkbrunnen können manche Katzen zum Trinken animieren. Futter- und Wasserstellen sollten nicht direkt neben der Katzentoilette stehen.

Futter als Beschäftigung

Der Jagdinstinkt der American Shorthair lässt sich gut mit Futterspielen verbinden. Ein Teil der Tagesration kann über Fummelbretter, Snackbälle oder versteckte kleine Portionen angeboten werden. Das verlangsamt die Futteraufnahme und sorgt gleichzeitig für geistige Aktivität.

Leckerchen gehören zur täglichen Kalorienmenge und sollten sparsam eingesetzt werden. Selbst gekochte oder rohe Rationen benötigen eine fachlich berechnete Nährstoffzusammensetzung. Ohne ausreichendes Wissen können Mängel bei Taurin, Calcium, Vitaminen und Spurenelementen entstehen. Bei Erkrankungen oder Übergewicht sollte die Ernährung mit einer Tierarztpraxis abgestimmt werden.

Verhalten & Training

Der American Shorthair Charakter wird häufig als ausgeglichen, freundlich und intelligent beschrieben. Viele Tiere sind gern in der Nähe ihrer Menschen, ohne ständig getragen oder beschäftigt werden zu wollen. Diese Selbstständigkeit macht die Rasse für unterschiedliche Lebenssituationen geeignet, darf aber nicht mit Desinteresse verwechselt werden.

American Shorthair Verhalten im Alltag

CFA beschreibt die Rasse als geduldig und aufmerksam. Viele Tiere beobachten ihre Menschen genau und entwickeln feste Routinen. Sie können verspielt sein, ziehen sich aber ebenso gern für längere Ruhephasen zurück. Manche American Shorthairs sitzen lieber neben ihrem Menschen als direkt auf dem Schoß. Körperkontakt sollte deshalb immer freiwillig bleiben.

Die Rasse gilt als eher leise. Einige Tiere begrüßen ihre Menschen mit kurzen Lauten oder sogar einem nahezu lautlosen „Miau“. Kommunikation erfolgt häufig über Blickkontakt, Körperhaltung und Nähe. Wer die Körpersprache seiner Katze beobachtet, erkennt schneller, wann sie spielen, ruhen oder Abstand haben möchte.

Training und geistige Beschäftigung

American Shorthairs sind intelligent und können gut mit positiver Verstärkung trainiert werden. Clickertraining, Targettraining, Apportieren oder kleine Suchspiele sind geeignete Möglichkeiten. Training sollte kurz und freiwillig sein. Belohnungen können aus kleinen Futterstücken, Spiel oder Aufmerksamkeit bestehen.

Alltagstraining für Transportbox und Pflege

Praktische Übungen erleichtern später Tierarztbesuche. Die Transportbox kann dauerhaft offen stehen und mit einer Decke oder Leckerchen positiv verknüpft werden. Ebenso lassen sich kurze Berührungen an Pfoten, Ohren und Maul trainieren. Dadurch werden Krallenkontrolle, Zahnpflege und Untersuchungen weniger stressig.

Jagdtrieb sinnvoll ausleben

Die Geschichte als Mäusefänger ist bei vielen American Shorthairs noch deutlich erkennbar. Spielangeln, bewegte Beuteattrappen und kurze Jagdsequenzen sprechen diesen Instinkt an. Idealerweise endet ein Jagdspiel mit einem kleinen Erfolg, beispielsweise einem Fang oder einem Teil der Futterration. Laserpointer sollten nur so eingesetzt werden, dass am Ende ein tatsächlich greifbares Ziel angeboten wird.

Plötzliche Verhaltensänderungen, Aggressivität, Unsauberkeit oder starker Rückzug sollten nicht automatisch als „Charakterproblem“ bewertet werden. Schmerzen und Erkrankungen können Verhalten verändern und sollten tierärztlich ausgeschlossen werden.

American Shorthair Katze beim Spielen und Erkunden in der Wohnung

Fell- und Körperpflege

Das American Shorthair Fell ist kurz, dicht und relativ fest. Es wurde historisch durch die Funktion als Arbeitskatze geprägt und bietet einen gewissen Schutz vor Kälte, Feuchtigkeit und oberflächlichen Verletzungen. Der Pflegeaufwand ist insgesamt niedrig.

American Shorthair Fellpflege: wenig Aufwand, regelmäßige Kontrolle

Für viele Tiere reicht ein gründliches Bürsten oder Kämmen ein- bis zweimal pro Woche. CFA empfiehlt während stärkerer Fellwechselphasen häufigeres Bürsten, um lose Unterwolle zu entfernen. Im Frühjahr kann der Fellwechsel ausgeprägter sein. Eine Gummibürste, ein Pflegehandschuh oder ein geeigneter Kamm reichen meist aus.

Regelmäßiges Baden ist bei einer gesunden Hauskatze normalerweise nicht nötig. Katzen reinigen ihr Fell selbst sehr gründlich. Zu häufiges Baden kann die Haut austrocknen oder die natürliche Fettverteilung im Fell stören. Ausnahmen bestehen bei medizinischer Notwendigkeit oder starker Verschmutzung.

Zahnpflege und Krallen

Zahnpflege sollte früh trainiert werden. Katzengeeignete Zahnpasta und eine kleine Zahnbürste können helfen, Plaque zu reduzieren. Menschliche Zahnpasta ist ungeeignet. Bei Vorsorgeuntersuchungen sollte die Maulhöhle regelmäßig kontrolliert werden, da Zahnresorptionen und Zahnfleischerkrankungen bei Katzen unabhängig von der Rasse häufig vorkommen.

Krallen nutzen sich bei aktiven Katzen häufig gut ab. Trotzdem sollten sie regelmäßig kontrolliert werden. Mehrere stabile Kratzmöglichkeiten helfen der natürlichen Krallenpflege und reduzieren gleichzeitig unerwünschtes Kratzen an Möbeln.

Augen, Ohren und Haut

Augen und Ohren benötigen normalerweise nur wenig Pflege. Ständiger Ausfluss, Rötung, unangenehmer Geruch oder starkes Kratzen sollten tierärztlich untersucht werden. Beim Bürsten kann gleichzeitig die Haut auf Knoten, kleine Wunden, Schuppen oder Parasiten kontrolliert werden.

Hinweise für Katzenhalter

Wer eine American Shorthair kaufen möchte, sollte wissen, dass die Rasse nicht mit einer gewöhnlichen kurzhaarigen Hauskatze gleichzusetzen ist. Eine echte American Shorthair besitzt eine dokumentierte Abstammung und wird nach einem definierten Rassestandard gezüchtet. Der Begriff „Domestic Shorthair“ beschreibt dagegen in vielen Ländern einfach eine kurzhaarige Hauskatze ohne bestimmte Rassezugehörigkeit.

American Shorthair Züchter: Worauf achten?

Ein seriöser Züchter beantwortet Fragen zu Gesundheit, Abstammung und Aufzucht offen. Kitten sollten in einer sauberen, sozial eingebundenen Umgebung aufwachsen und nicht zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt werden. Impfstatus, tierärztliche Versorgung und Stammbaum sollten nachvollziehbar dokumentiert sein.

Da HCM historisch in einzelnen Linien beschrieben wurde, ist es sinnvoll, nach Herzgesundheit und gegebenenfalls durchgeführten Untersuchungen der Zuchttiere zu fragen. Ein verantwortungsvoller Züchter verspricht keine absolute Krankheitsfreiheit, sondern erklärt transparent, welche Vorsorge betrieben wird.

Kosten für Haltung und Gesundheitsvorsorge

Neben dem Kaufpreis fallen laufende Kosten für hochwertiges Futter, Katzenstreu, Kratzmöbel, Transportboxen, Spielzeug und regelmäßige Tierarztbesuche an. Hinzu kommen mögliche unerwartete Kosten für Diagnostik, Zahnbehandlung, Operationen oder stationäre Aufenthalte.

Eine Katzenkrankenversicherung oder OP-Versicherung kann größere Ausgaben planbarer machen. Tarife sollten möglichst vor dem Auftreten chronischer Erkrankungen geprüft werden, weil bereits bekannte Beschwerden je nach Versicherer ausgeschlossen werden können.

Passt die American Shorthair zu mir?

Die Rasse passt häufig zu Menschen, die eine ausgeglichene, robuste und relativ pflegeleichte Katze suchen. Familien mit respektvollen Kindern, Einzelpersonen und ältere Menschen können gleichermaßen geeignete Halter sein. Entscheidend ist, dass tägliche Spielzeit, sichere Rückzugsorte und regelmäßige Gesundheitsvorsorge eingeplant werden.

Wer hingegen eine Katze erwartet, die grundsätzlich stundenlang getragen werden möchte oder keinerlei Jagd- und Spielbedürfnis besitzt, könnte von der individuellen Persönlichkeit enttäuscht sein. Auch bei einer als unkompliziert geltenden Rasse bleibt jede Katze ein eigenständiges Tier mit eigenen Vorlieben.

American Shorthair oder Britisch Kurzhaar?

Beide Rassen wirken kräftig, unterscheiden sich aber deutlich. Die American Shorthair ist typischerweise athletischer, besitzt einen weniger runden Kopf und zeigt häufig einen ausgeprägteren Jagd- und Spieltrieb. Die Britisch Kurzhaar wirkt meist kompakter und „teddybärartiger“. Für die Entscheidung sollten Charakter, Aktivitätsniveau und Zuchtqualität wichtiger sein als reine Optik.

Häufige Fragen

Ja. Die American Shorthair kann sehr gut als Wohnungskatze leben, wenn sie ausreichend Bewegung, Klettermöglichkeiten, Kratzplätze und tägliche Beschäftigung erhält. Ein gesicherter Balkon ist eine sinnvolle Ergänzung, aber keine Voraussetzung. Regelmäßige Jagd- und Denkspiele helfen besonders bei Wohnungshaltung.
Die American Shorthair ist eine anerkannte Katzenrasse mit dokumentierter Abstammung und festgelegtem Rassestandard. Eine Domestic Shorthair beziehungsweise kurzhaarige Hauskatze kann dagegen gemischter Herkunft sein und besitzt nicht automatisch eine bestimmte Rassezugehörigkeit. Ähnliche Fellzeichnung allein macht eine Hauskatze daher nicht zur American Shorthair.
Die American Shorthair ist mittelgroß bis groß. Weibliche Tiere liegen häufig ungefähr bei 3,6 bis 5,4 Kilogramm, Kater etwa bei 5 bis 6,8 Kilogramm. Das individuelle Idealgewicht hängt von Körperbau, Geschlecht, Aktivität und Muskulatur ab. Übergewicht sollte nicht mit dem kräftigen Rassetyp verwechselt werden.
Die Rasse gilt insgesamt als robust. CFA berichtet, dass hypertrophe Kardiomyopathie in älteren Linien beobachtet wurde, durch Screening und Zuchtauswahl jedoch deutlich seltener geworden ist. Zusätzlich können allgemeine Katzenkrankheiten auftreten. Gewicht, Zähne und altersabhängige Veränderungen sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Für die American Shorthair werden häufig etwa 15 bis 20 Jahre genannt. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Genetik, Körpergewicht, Ernährung, Bewegung, Wohnungssicherheit, Zahngesundheit und regelmäßiger medizinischer Vorsorge ab. Einzelne Tiere können auch außerhalb dieser Spanne liegen.
Der Pflegeaufwand ist niedrig. Ein- bis zweimal wöchentliches Bürsten oder Kämmen reicht bei vielen Tieren aus. Während des Fellwechsels kann häufiger gebürstet werden. Zusätzlich gehören regelmäßige Kontrolle von Krallen, Zähnen, Ohren und Haut zur allgemeinen Körperpflege.
Viele American Shorthairs gelten als geduldig, freundlich und anpassungsfähig und können gut in Familien leben. Kinder sollten lernen, Schlafplätze und Körpersprache der Katze zu respektieren. Die Katze sollte nicht gegen ihren Willen getragen oder festgehalten werden und immer Rückzugsmöglichkeiten besitzen.
Die American Shorthair wirkt meist athletischer und besitzt einen weniger runden Kopf als die Britisch Kurzhaar. Sie gilt häufig als etwas aktiver und jagdorientierter. Die Britisch Kurzhaar ist typischerweise kompakter und wirkt stärker wie ein Teddybär. Beide Rassen können freundlich und familientauglich sein, unterscheiden sich aber in Körperbau und durchschnittlichem Aktivitätsniveau.

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