Blut im Kot

Das Wichtigste in Kürze

Frisches Blut kann aus dem unteren Darmabschnitt stammen; schwarzer, teerartiger Kot kann verdautes Blut enthalten. Farbe allein erlaubt keine Diagnose.

Wann zum Tierarzt?

🔴 Sofort in die Tierklinik oder zum Notdienst: Bei schwarzem Teerstuhl, viel Blut, blassen Schleimhäuten, Schwäche oder Kollaps sofort tierärztliche Hilfe holen.

🟠 Heute noch tierärztlich abklären: Auch kleine frische Blutspuren heute mit der Tierarztpraxis besprechen. Eine Kotprobe oder ein Foto kann bei der Untersuchung helfen.

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Entdeckst du bei deiner Katze Blut im Kot, ist der Schreck meist groß. Oft stammt das Blut aus dem Enddarm und tritt zusammen mit Durchfall oder Verstopfung auf. Dann ist die Ursache häufig gut behandelbar. Blut im Katzenkot kann aber auch auf Geschwüre, Parasiten, Gerinnungsstörungen oder Tumoren hinweisen. Wichtig sind deshalb Farbe und Menge des Blutes und das Allgemeinbefinden deiner Katze. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die Beobachtung einordnest, wann es eilt und wie der Tierarzt die Ursache findet.

Katze Blut im Kot: Was steckt dahinter?

Die Farbe verrät, woher das Blut ungefähr kommt:

  • Hellrotes, frisches Blut (Fachbegriff Hämatochezie) stammt meist aus dem Dickdarm, dem Enddarm oder dem After. Oft liegt es als Auflage oder in Schlieren auf dem Kot, manchmal mit Schleim.
  • Schwarzer, teerartiger Kot (Meläna) enthält verdautes Blut. Er weist laut MSD Veterinary Manual auf eine Blutung im Magen oder Dünndarm hin. Das ist meist ernster.

Häufige Ursachen für hellrotes Blut sind:

  • Entzündungen im Dick- und Enddarm: Eine Dickdarmentzündung (Kolitis) oder eine Proktitis, also eine Entzündung des Enddarms, führt oft zu schleimig-blutigem Kot und häufigem Pressen.
  • Parasiten: Würmer, Kokzidien und Giardien können die Darmschleimhaut reizen.
  • Bakterielle Infektionen: Erreger wie Campylobacter verursachen Durchfall mit Blutbeimengungen.
  • Verstopfung: Harter Kot kann die Schleimhaut am Darmausgang verletzen. Dann siehst du Blut am Kot oder rund um den After.
  • Probleme am After: Entzündete Analbeutel, Abszesse, Verletzungen oder Tumoren in der Region bluten leicht.
  • Polypen und Tumoren im Enddarm.

Für schwarzen Kot kommen eher Magen- und Darmgeschwüre, Fremdkörper, chronische Darmentzündungen oder Tumoren im oberen Verdauungstrakt infrage. Außerdem können Gerinnungsstörungen, etwa nach Aufnahme von Rattengift, Blutungen im ganzen Verdauungstrakt auslösen.

Warnzeichen: Wann es ein Notfall ist

Ein einzelner kleiner Blutfaden bei einer sonst munteren Katze ist meist kein Notfall. Du solltest ihn aber in den nächsten Tagen abklären lassen. Sofort zum Tierarzt solltest du, wenn:

  • deine Katze viel Blut verliert oder der Kot schwarz und teerartig ist
  • sie matt, teilnahmslos oder schwach wirkt oder nicht frisst
  • sie beim Kotabsatz Schmerzen zeigt oder lange erfolglos presst
  • zusätzlich Erbrechen oder starker Durchfall auftreten
  • das Zahnfleisch blass ist
  • der Verdacht auf Rattengift besteht
  • deine Katze Entzündungshemmer oder Kortison bekommt. Ruf in diesem Fall sofort in der Praxis an.
  • es sich um ein junges Kitten handelt. Hier sollte jedes Blut im Kot tierärztlich geprüft werden.

Achte auch auf den Urin. Ein Kater, der in der Katzentoilette presst, kann statt einer Verstopfung einen lebensbedrohlichen Harnröhrenverschluss haben. Hilfe für den Ernstfall bietet unser Ratgeber Notfall und Erste Hilfe.

Was du zu Hause tun kannst – und was nicht

Wirkt deine Katze fit und hast du nur wenig Blut gesehen, kannst du Folgendes tun:

  • Kotprobe sichern: Sammle eine frische Probe in einem sauberen Behälter. Eine Kotuntersuchung ist oft der wichtigste erste Schritt.
  • Fotos machen: Halte Farbe, Menge und Konsistenz fest.
  • Beobachten: Notiere, wie oft deine Katze Kot absetzt, ob sie presst, frisst und trinkt.
  • Wasser anbieten: Sorge dafür, dass immer frisches Wasser bereitsteht.
  • Hygiene beachten: Wasch dir nach dem Kontakt gründlich die Hände. Einige Erreger wie Campylobacter können auch Menschen anstecken.

Das solltest du vermeiden:

  • Gib keine Medikamente für Menschen, insbesondere keine Schmerzmittel.
  • Verwende keine Einläufe oder Abführmittel für Menschen. Sie können deiner Katze schaden.
  • Stell die Ernährung nicht wild um, solange die Ursache unklar ist.

So untersucht der Tierarzt

Der Tierarzt fragt nach Farbe und Menge des Blutes, nach dem Kotabsatz und nach Medikamenten. Er untersucht deine Katze gründlich, tastet den Bauch ab und schaut sich den After an. Oft folgt eine rektale Untersuchung. Eine Kotprobe gibt Aufschluss über Würmer, Giardien und andere Erreger. Blutuntersuchungen zeigen, ob deine Katze Blut verloren hat und wie Nieren und Leber arbeiten. Bei Verdacht auf eine Gerinnungsstörung wird die Blutgerinnung getestet. Ultraschall und Röntgen helfen, Fremdkörper, Verstopfung oder Wucherungen zu erkennen. Bei chronischen Beschwerden kann eine Darmspiegelung mit Gewebeprobe nötig sein.

Was kostet die Abklärung?

Die Kosten berechnet die Praxis nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im 1- bis 3-fachen Satz. Die folgenden Beträge sind netto, zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag zur GOT-Gebührenordnung.

Leistung (GOT-Nr.) 1-facher Satz 3-facher Satz
Allgemeine Untersuchung mit Beratung (16) 23,62 € 70,86 €
Blutentnahme venös (627) 10,26 € 30,78 €
Großes Blutbild (618) 23,52 € 70,56 €
Blutchemie, 10 Parameter (611) 61,60 € 184,80 €
Ultraschall (180) 58,92 € 176,76 €
Röntgen, 2 Aufnahmen (166) 53,06 € 159,18 €

Untersuchung, Blutentnahme, großes Blutbild und zehn Blutwerte kosten zusammen im einfachen Satz 119,00 € netto, also 141,61 € brutto. Im 3-fachen Satz sind es 357,00 € netto, also 424,83 € brutto. Die Kotuntersuchung und Medikamente kommen hinzu. Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz plus 50 € Notdienstgebühr. Weitere Kostenbeispiele findest du unter Tierarztkosten Katze. Ob sich eine Absicherung für dich lohnt, kannst du im neutralen Tierkrankenversicherung-Vergleich prüfen.

Vorbeugen

  • Lass deine Katze regelmäßig auf Parasiten untersuchen oder nach tierärztlichem Plan entwurmen.
  • Sorge für ausreichend Wasser, damit der Kot nicht zu hart wird.
  • Halte die Katzentoilette sauber und reinige Näpfe regelmäßig.
  • Bewahre Rattengift und Medikamente unerreichbar auf.
  • Stell das Futter schrittweise um.

Häufige Fragen zu: Katze Blut im Kot

Meine Katze hat Blut im Kot, wirkt aber normal. Muss ich zum Tierarzt?

Ja, aber meist nicht als Notfall. Ist es nur wenig hellrotes Blut und deine Katze frisst und spielt, vereinbare zeitnah einen Termin und bring eine Kotprobe mit.

Was bedeutet schwarzer Kot bei der Katze?

Schwarzer, teerartiger Kot kann verdautes Blut aus Magen oder Dünndarm enthalten. Lass das rasch abklären.

Kann Blut im Kot von Würmern kommen?

Ja. Würmer, Kokzidien und Giardien können die Darmschleimhaut reizen. Eine Kotuntersuchung schafft Klarheit.

Ist Blut im Kot bei Verstopfung gefährlich?

Harter Kot kann kleine Verletzungen am Darmausgang verursachen. Die Verstopfung selbst sollte aber behandelt werden, weil sie sich sonst verschlimmern kann.

Quellen

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Diese kostenlosen Checks und Rechner helfen dir, die Lage einzuschätzen und den Tierarztbesuch vorzubereiten. Sie ersetzen keine tierärztliche Untersuchung.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Mögliche Ursachen

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Kosten im Notdienst

Muss dein Tier außerhalb der Sprechzeiten behandelt werden, berechnen Tierärzte im Notdienst (werktags 18 bis 8 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen) nach der Gebührenordnung (GOT) mindestens den 2-fachen Satz, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 € zuzüglich Mehrwertsteuer (Quelle: HanseMerkur – GOT). Mehr dazu im Ratgeber Tierarzt-Notdienst Kosten. Ob eine Versicherung die Kosten übernimmt, hängt vom Tarif ab – einen neutralen Überblick findest du im Tierkrankenversicherung Vergleich.

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