Korat

Korat Katze mit silberblauem Fell und grünen Augen

Steckbrief

Größe
Klein bis mittelgroß; kompakt, breitbrüstig, kraftvoll und deutlich muskulös
Gewicht
Katze ca. 2,7–3,6 kg; Kater meist ca. 3,6–4,5 kg
Lebenserwartung
15+ Jahre; einzelne Tiere erreichen 20 Jahre und mehr
Charakter
loyal, intelligent, sensibel, verspielt, aufmerksam und stark menschenbezogen
Pflegeaufwand
niedrig

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*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Einleitung

Die Korat ist eine natürliche Katzenrasse aus Thailand und gehört zu den wenigen Rassen, deren Erscheinungsbild extrem eng definiert ist: Sie ist immer silberblau. Eine andere Farbe gibt es im anerkannten Rassetyp nicht. Das kurze Fell wirkt auf den ersten Blick dunkel blaugrau, bekommt durch silberne Haarspitzen aber einen charakteristischen Schimmer. Dazu kommen große grüne Augen, ein muskulöser Körper und ein herzförmiger Kopf.

Korat: die „Si-Sawat“-Katze aus Thailand

In Thailand ist die Rasse traditionell als Si-Sawat bekannt. Historische Darstellungen reichen bis in die Zeit des Königreichs Ayutthaya zurück. CFA und TICA verweisen auf das alte thailändische Cat-Book of Poems, in dem verschiedene Glückskatzen beschrieben werden. Die Korat gehört zu diesen traditionellen Glückssymbolen.

Der Name Korat setzte sich international durch, nachdem König Rama V gefragt haben soll, aus welcher Region diese Katze stamme. Als Herkunft wurde das nordöstliche Hochland der Provinz Korat genannt. Die traditionelle Bedeutung reicht jedoch über einen Ortsnamen hinaus: Die silberne Fellfarbe wurde mit Wohlstand verbunden, die Farbe junger Pflanzen in den Augen mit einer guten Ernte.

Glückskatze für Hochzeiten

In thailändischen Traditionen wurden Korat-Paare frisch verheirateten Paaren als Glücksbringer geschenkt. Das passt zum auffälligen herzförmigen Kopf. Diese kulturelle Verbindung ist ein wichtiger Teil der Rassegeschichte und erklärt, warum die Katze in Thailand über Jahrhunderte einen besonderen Status hatte.

Erste Korats in den USA: Nara und Darra

Die moderne westliche Zucht begann 1959 mit Nara und Darra, einem Geschwisterpaar, das Jean Johnson aus Thailand in die USA brachte. Später wurden weitere Tiere direkt aus Thailand importiert, um den Bestand zu erweitern. TICA betont bis heute, dass es sich um eine importierte natürliche Rasse handelt. Outcross mit anderen Rassen ist im Standard nicht erlaubt.

Nur eine Farbe: Silver-Tipped Blue

Das Fell beginnt an der Haarwurzel heller und wird entlang des Haarschafts tiefer blau. An der Spitze sitzt Silber. Dadurch entsteht besonders bei Bewegung ein Halo- oder Schimmereffekt. CFA vergleicht den Grundton mit Regenwolken, während die silbrigen Spitzen das Licht auffangen.

Ein erwachsenes Tier soll keine weißen Flecken und keine dauerhafte Tabby-Zeichnung zeigen. Bei jungen Katzen sind schwache sogenannte Ghost Markings möglich und dürfen während der Entwicklung verschwinden.

Die Augen brauchen Jahre bis zum endgültigen Grün

Korat-Kitten werden wie andere Katzen mit bläulichen Augen geboren. Später kann die Farbe zunächst bernsteinfarben wirken und erst allmählich grün werden. TICA und CFA weisen darauf hin, dass sich das intensive Peridotgrün häufig erst im Alter von zwei bis vier Jahren vollständig entwickelt.

Ein Körper wie eine gespannte Feder

Unter dem glatten Fell sitzt überraschend viel Muskulatur. TICA beschreibt den Körper bildlich als „coiled spring“ – kompakt, kraftvoll und jederzeit bewegungsbereit. Die Katze wirkt deshalb häufig leichter, als sie sich beim Hochheben tatsächlich anfühlt.

Weibliche Tiere wiegen meist etwa 6 bis 8 Pfund, Kater ungefähr 8 bis 10 Pfund. Der Brustkorb ist breit, die Hinterhand kräftig und der Gesamteindruck sportlich, ohne langbeinig oder extrem schlank zu sein.

Korat Charakter: starke Bindung und klare Meinung

Die Korat ist intelligent, aufmerksam und stark auf ihre Menschen ausgerichtet. Viele Tiere möchten nicht nur im selben Haushalt leben, sondern aktiv beteiligt werden. TICA beschreibt, dass sie längeres Ignorieren schlecht verträgt und sich zurückziehen kann, wenn dauerhaft zu wenig sozialer Kontakt vorhanden ist.

Gleichzeitig gilt die Rasse als sensibel gegenüber lauten oder harschen Geräuschen. Ihre sehr guten Sinne und die enge Bindung machen sie aufmerksam, aber nicht automatisch nervös. In einem verlässlichen Umfeld zeigt sie sich häufig verspielt, selbstbewusst und ausgesprochen loyal.

Offizielle Informationen findest du bei TICA zur Korat und bei CFA zur Korat.

Pflege und Haltung

Bei der Korat Haltung ist soziale Verfügbarkeit wichtiger als luxuriöse Ausstattung. Diese Katze sucht die Nähe ihrer Bezugspersonen, überwacht gern den Haushalt und möchte bei vielen Tätigkeiten zumindest zuschauen. Ein ganzer Raum voller Spielzeug ersetzt diese Beteiligung nicht.

Ein erhöhter Beobachtungspunkt gehört fast zur Grundausstattung

Korats springen hoch und suchen gern Positionen, von denen aus sie alles im Blick haben. Die Oberseite eines Schranks oder Kühlschranks kann deshalb attraktiver sein als ein bodennahes Katzenbett. Sichere Wandbretter oder ein stabiler, hoher Kratzbaum schaffen erlaubte Alternativen.

Routine gibt einer sensiblen Katze Sicherheit

TICA beschreibt die Rasse als empfindlich gegenüber lauten und harten Geräuschen. Das bedeutet nicht, dass jeder normale Haushaltslärm vermieden werden muss. Hilfreich sind vielmehr vorhersehbare Abläufe, respektvoller Umgang und ein Rückzugsort, an dem die Katze nicht bedrängt wird.

Plötzliche dauerhafte Baustellengeräusche, sehr laute Musik oder grober Umgang können stärker belasten als bei ausgesprochen gelassenen Rassen.

Alleinbleiben nicht unterschätzen

Die enge Menschenbindung ist kein dekoratives Rassemerkmal, sondern ein echter Haltungsfaktor. Wer täglich sehr lange außer Haus ist, sollte prüfen, wie der soziale Bedarf gedeckt wird. Ein kompatibler Artgenosse kann sinnvoll sein, sofern die Zusammenführung sorgfältig erfolgt.

Korats können anderen Haustieren gegenüber selbstbewusst auftreten. TICA erwähnt, dass manche eifersüchtig reagieren, wenn ein anderes Tier deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommt. Ressourcen und Zuwendung sollten daher nicht unnötig konkurrenzbetont organisiert werden.

Spiel darf anspruchsvoll sein

Diese Katze lernt schnell. Puzzle-Spielzeug, Suchaufgaben, Apportieren und kleine Trainingssequenzen passen besser als immer derselbe Federwedel. Viele Tiere erkennen Routinen schnell und verlieren das Interesse, wenn eine Aufgabe keinerlei Veränderung mehr bietet.

Familienleben funktioniert mit Respekt

Mit Kindern kann die Korat sehr liebevoll spielen. Wichtig ist, dass Kinder lernen, die Katze nicht festzuhalten, wenn sie gehen möchte. Die Rasse kann eng gebunden sein und trotzdem klare Grenzen zeigen.

Wohnungshaltung ist gut möglich

Ein gesicherter Innenbereich passt gut, solange ausreichend Bewegung, Aussicht und Kontakt vorhanden sind. Ein geschützter Balkon kann zusätzliche Reize bieten. Ungesicherter Freigang ist nicht erforderlich und birgt die üblichen Risiken durch Straßenverkehr, Revierkämpfe und Infektionen.

Thailändische Rassen sind nicht automatisch gleich

Die unmittelbar zuvor beschriebene Khao Manee stammt ebenfalls aus Thailand, unterscheidet sich aber deutlich: reinweißes Fell und mögliche Odd Eyes auf der einen Seite, ausschließlich silberblaues Fell und grüne Augen auf der anderen. Weitere Rassen findest du in der PAWMIO Katzenrassen-Übersicht.

Korat Katze bei der tierärztlichen Untersuchung

Gesundheit & typische Krankheiten

Bei der Korat Gesundheit existieren zwei besonders wichtige, klar definierte Erbkrankheiten: GM1- und GM2-Gangliosidose. Beide verursachen schwere neurologische Störungen, beide werden autosomal-rezessiv vererbt und für beide stehen DNA-Tests zur Verfügung. Genau deshalb gehören sie bei dieser Rasse zwingend in eine seriöse Gesundheitsbewertung.

GM1-Gangliosidose: Mutation im GLB1-Gen

Die Korat-spezifische GM1-Gangliosidose entsteht durch eine Mutation im GLB1-Gen. Laut Veterinary Genetics Laboratory der University of California, Davis, beginnt die Erkrankung typischerweise ungefähr im Alter von drei Monaten.

Betroffene Kitten entwickeln fortschreitende neurologische Symptome wie Tremor, Ataxie und Dysmetrie. Im späteren Verlauf können Blindheit und epileptiforme Anfälle hinzukommen. Ohne genetische Kontrolle verläuft die Erkrankung schwer und endet bereits im jungen Alter.

Der Test und die genetischen Details werden beim UC Davis Veterinary Genetics Laboratory zur Korat GM1-Gangliosidose beschrieben.

GM2-Gangliosidose: noch schnellerer Krankheitsverlauf

Bei GM2 liegt die Ursache im HEXB-Gen. UC Davis beschreibt einen besonders schnellen Verlauf. Erste feine Kopftremoren können bereits im Alter von ungefähr vier Wochen auftreten. Danach folgen Koordinationsstörungen und eine rasche neurologische Verschlechterung.

Betroffene Tiere erreichen häufig nicht einmal das Alter von acht Monaten. Damit gehört GM2 zu den schwersten vermeidbaren genetischen Erkrankungen dieser Rasse.

Weitere Details findest du beim UC Davis Veterinary Genetics Laboratory zur Korat GM2-Gangliosidose.

Warum Träger nicht automatisch krank sind

Beide Gangliosidosen werden autosomal-rezessiv vererbt. Ein Tier mit nur einer mutierten Genkopie ist normalerweise klinisch gesund, kann die Variante aber weitergeben. Werden zwei Träger miteinander verpaart, besteht statistisch bei jedem Kitten ein Risiko von 25 Prozent, genetisch betroffen zu sein.

Das bedeutet auch: Trägertiere müssen nicht pauschal aus jedem Zuchtprogramm entfernt werden. Bei einer seltenen Rasse kann genetische Vielfalt wichtig sein. Entscheidend ist, dass ein Träger niemals mit einem zweiten Träger derselben Erkrankung verpaart wird.

DNA-Tests machen diese Risiken gut kontrollierbar

Im Gegensatz zu Erkrankungen ohne bekannte Ursache können GM1 und GM2 gezielt getestet werden. Käufer sollten deshalb nicht nur hören, dass „in der Linie nichts bekannt“ sei, sondern konkrete Testergebnisse der Elterntiere sehen können.

Langlebigkeit ist typisch, aber keine Garantie

TICA beschreibt die Korat grundsätzlich als gesunde und langlebige natürliche Rasse. 15 Jahre und mehr sind üblich, einzelne Tiere erreichen 20 Jahre oder darüber. Das darf jedoch nicht dazu führen, die genetisch klar dokumentierten Gangliosidosen zu verharmlosen.

Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Vorsorge

Bei erwachsenen und älteren Katzen stehen neben Genetik vor allem Zähne, Gewicht, Blutdruck sowie Nieren- und Schilddrüsenwerte im Mittelpunkt. Diese Themen sind keine besonderen Korat-Krankheiten, sondern Teil sinnvoller Katzenmedizin im Alter.

Neurologische Auffälligkeiten bei Kitten sofort abklären

Feines Zittern, unsicheres Laufen, ungewöhnlich breite Bewegungen oder Koordinationsprobleme bei jungen Tieren gehören unverzüglich untersucht. Solche Symptome sollten niemals als „ungeschicktes Kitten“ abgetan werden, wenn der genetische Status nicht eindeutig dokumentiert ist.

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Ernährung

Die Korat Ernährung sollte einen Körper erhalten, der kompakt und muskulös wirkt. Diese Katze darf beim Hochheben überraschend schwer sein, ohne einen runden Fettkörper zu besitzen. Das kräftige Erscheinungsbild ist daher kein Grund, Übergewicht als normal anzusehen.

Muskelmasse statt reine Kilogrammzahl bewerten

Ein Kater kann deutlich massiver wirken als eine Katze. Rippen sollten dennoch tastbar bleiben und die Taille zumindest angedeutet erkennbar sein. Besonders bei einem dichten Brustkorb ist die Kombination aus Waage und Körperkontrolle sinnvoller als ein einzelner Idealwert.

Aktive Jahre und ruhige Jahre unterscheiden

Junge Korats spielen viel, springen hoch und laufen häufig hinter ihren Menschen her. Mit zunehmendem Alter kann sich der Energieverbrauch verändern, während die Futtererwartung gleich bleibt. Portionsgrößen sollten deshalb nicht über Jahre unverändert bleiben.

Futter darf zur geistigen Aufgabe werden

Die hohe Lernfähigkeit lässt sich gut in die Fütterung integrieren. Ein Teil der Tagesration kann in Puzzle-Spielzeugen, Suchboxen oder kurzen Trainingseinheiten verwendet werden. Dadurch entsteht Beschäftigung, ohne dass zusätzliche Snackkalorien entstehen müssen.

Keine Spezialdiät für silberblaues Fell

Die einzigartige Farbe entsteht genetisch und wird durch die Silberzeichnung der Haarspitzen sichtbar. Zusätze, die angeblich „mehr Silber“ oder „intensiveres Blau“ erzeugen, sind nicht notwendig. Ein vollständiges Alleinfutter reicht für Haut und Fell eines gesunden Tieres aus.

Wasseraufnahme unkompliziert unterstützen

Feuchtfutter liefert bereits einen beträchtlichen Wasseranteil. Zusätzlich können mehrere Wasserplätze angeboten werden, besonders wenn die Katze einen einzelnen Napf kaum nutzt. Entscheidend ist nicht die Form des Gefäßes, sondern ob tatsächlich regelmäßig getrunken wird.

Bei neurologischen Erkrankungen löst Futter das Grundproblem nicht

GM1 und GM2 sind genetisch bedingte Speicherkrankheiten. Sie entstehen nicht durch falsche Ernährung und können nicht durch Nahrungsergänzung verhindert werden. Das ist wichtig, weil bei schweren Erbkrankheiten keine falsche Hoffnung durch „Spezialfutter“ erzeugt werden sollte.

Appetit und Gewicht als Langzeitdaten nutzen

Ein monatliches Gewicht im Erwachsenenalter kann helfen, langsame Veränderungen zu erkennen. Deutlicher Gewichtsverlust, plötzlich gesteigerter Durst oder Appetitveränderungen sollten medizinisch bewertet werden und nicht allein durch eine neue Futtersorte beantwortet werden.

Verhalten & Training

Der Korat Charakter kombiniert Intelligenz mit einer ungewöhnlich engen sozialen Orientierung. Viele Tiere verfolgen genau, wer im Raum ist, wer Aufmerksamkeit erhält und welche Routine als Nächstes folgt. Das kann charmant sein, verlangt aber einen Haushalt, der die Katze nicht dauerhaft ignoriert.

Die Korat möchte beteiligt werden

Sie liegt gern auf dem Schoß, beobachtet vom Schrank oder wartet direkt neben einer Tätigkeit. Wird sie konsequent ausgeschlossen, kann sie sich zurückziehen. Soziale Nähe ist deshalb kein Bonusprogramm, sondern Teil der täglichen Haltung.

Training darf anspruchsvoller werden

Rückruf, Targettraining, Apportieren und das Öffnen einfacher Futterpuzzles werden häufig schnell verstanden. Sobald ein Ablauf sicher sitzt, kann eine kleine Variation eingebaut werden: anderer Standort, neues Signal oder eine längere Distanz.

Belohnung ist nicht immer Futter

Bei einem sehr menschenbezogenen Tier können Nähe, ein kurzes Lieblingsspiel oder Zugang zu einem begehrten Aussichtspunkt ebenso starke Verstärker sein. Das macht Training flexibel und verhindert, dass jede Übung automatisch zusätzliche Kalorien erzeugt.

Geräusche behutsam trainieren

Weil TICA die Sinne der Rasse als besonders ausgeprägt und die Reaktion auf harsche Geräusche als sensibel beschreibt, lohnt sich frühe Gewöhnung. Staubsauger, Klingel oder Transportboxgeräusche sollten nicht absichtlich erschreckend eingesetzt werden. Ein niedriger Reizpegel und positive Verknüpfung sind sinnvoller.

Eifersucht praktisch verhindern

Ein Korat kann sehr stark an einer Bezugsperson hängen. Kommt ein neues Tier hinzu, sollten Aufmerksamkeit, Lieblingsplätze und Spielzeit nicht abrupt entzogen werden. Getrennte Ressourcen und langsame Annäherung reduzieren Konkurrenz.

Kinder lernen Rücksicht – die Katze lernt Signale

Ein klares Signal für „Komm“, „Warte“ oder „Runter“ macht den Alltag einfacher. Gleichzeitig sollten Kinder lernen, eine schlafende oder weggehende Katze nicht festzuhalten. Training funktioniert nur langfristig, wenn beide Seiten Grenzen respektieren.

Rückzug kann ein ernstes Signal sein

Bei einer Katze, die normalerweise sozialen Kontakt sucht, ist plötzliches Verstecken besonders auffällig. Wenn zusätzlich Appetit, Bewegung oder Lautäußerungen verändert sind, sollte an körperliches Unwohlsein gedacht werden.

Korat Katze beim intelligenten Spielen in der Wohnung

Fell- und Körperpflege

Die Korat Fellpflege gehört zu den unkompliziertesten Bereichen der Haltung. Das Fell ist kurz, fein und liegt eng am Körper. Es besitzt nur eine einzelne Fellschicht und bildet nicht das dichte Unterwollpolster mancher anderer blauer Rassen.

Einmal wöchentlich reicht bei vielen Tieren

Eine weiche Bürste, ein Pflegehandschuh oder sanftes Streichen mit leicht angefeuchteten Händen entfernt lose Haare. Intensives Entwollen ist unnötig, weil gerade das glatte Single Coat den typischen silbrigen Schimmer sichtbar macht.

Der Silberglanz entsteht an den Haarspitzen

Die Farbe sollte nicht mit kosmetischen Produkten „verstärkt“ werden. Der Halo-Effekt entsteht durch silberne Spitzen auf blauem Haar. Ein gesundes, sauberes Fell zeigt diesen Kontrast von selbst, besonders bei Tageslicht.

Katzen unter zwei Jahren können optisch noch unfertig wirken

Junge Tiere dürfen schwache Tabby-Spuren zeigen. Auch die intensive grüne Augenfarbe entwickelt sich erst spät. Fell und Augen sollten deshalb nicht mit Shampoos, Futterzusätzen oder anderen Maßnahmen „korrigiert“ werden, wenn es sich um normale Entwicklung handelt.

Baden ist im Familienalltag normalerweise überflüssig

Das eng anliegende Fell bleibt bei einer gesunden Wohnungskatze meist durch Eigenpflege sauber. Ein Bad ist nur bei stärkerer Verschmutzung sinnvoll. Aggressive Shampoos können Haut und Fell austrocknen.

Fellpflege als kurze Gesundheitskontrolle nutzen

Beim Bürsten lassen sich Haut, Rippen, Muskulatur und mögliche kleine Verletzungen kontrollieren. Gerade weil der Pflegeaufwand gering ist, kann diese kurze Routine stärker auf Beobachtung als auf Styling ausgerichtet werden.

Ohren, Zähne und Krallen separat behandeln

Die blaue Fellfarbe verändert weder Ohr- noch Zahnpflege. Ohren werden nur bei Bedarf gereinigt, Krallen regelmäßig kontrolliert und Zahnpflege möglichst früh trainiert. Diese Bereiche haben langfristig mehr gesundheitliche Bedeutung als perfekter Fellglanz.

Hinweise für Katzenhalter

Wer eine Korat kaufen möchte, sollte vor allem zwei Dinge verstehen: Die Rasse ist selten und die genetischen Tests für GM1 und GM2 sind kein optionales Extra. Gerade weil diese schweren Erkrankungen eindeutig testbar sind, sollten Käufer konkrete Nachweise erwarten.

Korat-Züchter: GM1 und GM2 schriftlich dokumentieren lassen

Ein seriöser Züchter kann den genetischen Status der Elterntiere erklären und Testergebnisse vorlegen. Zwei Träger derselben Gangliosidose dürfen nicht miteinander verpaart werden. Aussagen wie „bei uns gab es noch nie Probleme“ ersetzen keinen DNA-Nachweis.

Nur silberblau ist Korat

CFA und TICA sind eindeutig: Eine anerkannte Korat ist silver-tipped blue. Andere Farben können genetisch aus verwandten Linien entstehen, werden aber in diesen Standards nicht als Korat anerkannt. Ein Verkäufer, der eine „weiße Korat“ oder „schwarze Korat“ als normalen Farbschlag anbietet, sollte kritisch hinterfragt werden.

Keine erlaubten Outcross-Rassen

Der moderne Standard schützt die natürliche thailändische Rasse durch geschlossene Abstammung. CFA und TICA erlauben keine Kreuzung mit anderen anerkannten Rassen. Dadurch gewinnt die transparente Dokumentation der Linie zusätzlich an Bedeutung.

Langsame Reifung berücksichtigen

Ein einjähriges Tier ist optisch noch nicht vollständig entwickelt. Kopf, Muskulatur und besonders die Augenfarbe reifen weiter. Wer ein Kitten kauft, sollte deshalb nicht erwarten, dass bereits mit wenigen Monaten das endgültige erwachsene Erscheinungsbild erreicht ist.

Russisch Blau und Chartreux sind keine Korats

Alle drei können blau wirken, haben aber unterschiedliche Standards. Die Russisch Blau besitzt einen feineren, längeren Körper und dichtes Doppelfell. Die Chartreux ist kräftiger gebaut und hat kupfer- bis goldfarbene Augen. Die Korat kombiniert Single Coat, Silber-Tipping, herzförmigen Kopf und grüne Augen.

Sozialbedarf vor dem Kauf ehrlich prüfen

Eine schöne blaue Katze ist schnell attraktiv. Wichtiger ist jedoch die Frage, ob der Haushalt ausreichend Kontakt bieten kann. TICA betont ausdrücklich, dass Korats längere Isolation oder dauerhaftes Ignorieren schlecht vertragen.

Seltenheit rechtfertigt keine Abstriche bei der Zuchtqualität

Eine lange Warteliste kann bei dieser Rasse normal sein. Trotzdem sollten Käufer nicht aus Ungeduld auf Herkunftsnachweis, Gesundheitstests oder gute Sozialisation verzichten. Ein seltenes Kitten ohne transparente Unterlagen ist kein besserer Kauf.

Passt die Korat zu mir?

Sie passt besonders zu Menschen, die eine intelligente, loyale und eng verbundene Katze möchten. Wer gern spielt, trainiert und einen festen sozialen Bezug aufbaut, findet häufig einen außergewöhnlich intensiven Begleiter.

Weniger geeignet ist die Rasse für einen dauerhaft lauten Haushalt, groben Umgang oder lange tägliche Abwesenheit ohne soziale Alternative. Ihre Schönheit ist auffällig – ihr eigentlicher Anspruch entsteht jedoch durch Persönlichkeit und Bindungsbedürfnis.

Häufige Fragen

In Thailand gehört sie zu den traditionellen Glückskatzen. Silber im Fell wurde mit Wohlstand, die grüne Augenfarbe mit jungen Pflanzen und guter Ernte verbunden. Korat-Paare wurden traditionell auch als Glücksbringer an Brautpaare verschenkt.
Nach CFA- und TICA-Standard nein. Eine Korat ist ausschließlich silver-tipped blue. Andere Farben werden im anerkannten Rassetyp nicht akzeptiert. Junge Tiere können vorübergehend schwache Ghost-Tabby-Zeichnungen zeigen.
Die wichtigsten klar dokumentierten Erbkrankheiten sind GM1- und GM2-Gangliosidose. Beide verursachen schwere neurologische Störungen, werden autosomal-rezessiv vererbt und können durch DNA-Tests bei Zuchttieren kontrolliert werden.
TICA nennt 15 Jahre und mehr als typische Lebenserwartung und berichtet, dass auch gesunde Tiere über 20 Jahre vorkommen. Individuelle Lebensdauer hängt von Genetik, Haltung und normaler medizinischer Vorsorge ab.
Die endgültige peridotgrüne Augenfarbe entwickelt sich langsam. Nach der blauen Kittenphase folgen häufig Bernstein- und Grünzwischentöne. TICA und CFA beschreiben die vollständige Entwicklung meist zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr.
Sie ist nicht hyperaktiv, aber aufmerksam, verspielt und intelligent. Viele Tiere sind eng an ihre Menschen gebunden und suchen aktiv Kontakt. Gleichzeitig reagieren sie sensibel auf sehr laute oder harsche Geräusche.
Die Korat ist kompakter und muskulöser, besitzt ein eng anliegendes Single Coat mit Silber-Tipping und einen herzförmigen Kopf. Die Russisch Blau ist schlanker und trägt ein sehr dichtes Doppelfell. Beide sind eigenständige Rassen.
Nein. Das kurze Single Coat ist pflegeleicht und verfilzt kaum. Sanftes Bürsten etwa einmal pro Woche reicht meist aus. Intensive Unterwollpflege ist nicht nötig, weil die Rasse keine ausgeprägte dichte Unterwolle besitzt.

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