Pflegestelle für Hunde werden2026-10-16T09:24:12+02:00
Familie mit Pflegehund auf dem Sofa

Pflegestelle für Hunde werden: Ablauf, Kosten und Voraussetzungen

Pflegestelle Hund: Als Pflegestelle nehmen Sie einen Hund aus dem Tierschutz für eine begrenzte Zeit bei sich auf, bis er ein festes Zuhause findet. Das kann laut Tierschutzvereinen wenige Tage, aber auch mehrere Monate dauern. Im Schnitt bleibt ein Pflegehund nach Angaben des Vereins Ein Herz für Streuner etwa zwei bis vier Monate in seiner Pflegestelle. Eine Pflegestelle ist keine amtliche Einrichtung, sondern meist eine Privatperson, die eng mit einem Verein zusammenarbeitet.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten, wie der Ablauf vom ersten Kontakt bis zum Einzug aussieht, wer Futter, Tierarzt und Versicherung bezahlt und was rechtlich gilt, zum Beispiel bei der Hundesteuer.

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist eine Pflegestelle? Ein Zuhause auf Zeit für einen Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz, bis er vermittelt ist.
  • Dauer: von wenigen Tagen bis zu Monaten, im Schnitt etwa zwei bis vier Monate.
  • Kosten: Das regelt jeder Verein selbst. Häufig zahlt der Verein größere Tierarztkosten und die Haftpflichtversicherung, die Pflegestelle das Futter.
  • Vertrag: Die Bedingungen stehen in einem Pflegevertrag. Der Hund gehört in der Regel weiter dem Verein.
  • Hundesteuer: Wer einen Hund in Pflege nimmt, gilt zum Beispiel in München als Halter und ist damit steuerpflichtig. Manche Vereine übernehmen die Steuer.

Was macht eine Pflegestelle für Hunde?

Viele Hunde aus dem Tierschutz kommen mit dem Leben im Tierheim schlecht zurecht oder sind noch im Ausland untergebracht. In einer Pflegestelle lernen sie den Alltag in einer Familie kennen: Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinbleiben, Autofahren, fremde Menschen und andere Hunde. Für spätere Adoptanten ist das ein großer Vorteil. Sie erfahren von der Pflegestelle sehr genau, wie sich der Hund im Haushalt verhält.

Zu Ihren Aufgaben gehört deshalb mehr als Füttern und Spazierengehen. Die Initiative Hunderettung Europa nennt als typische Aufgaben, Fotos und Videos zu machen, den Steckbrief des Hundes auszufüllen und Interessenten zu empfangen. Sie sind also ein wichtiger Teil der Vermittlung.

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Pflegestelle Hund: Welche Voraussetzungen brauchen Sie?

Gesetzliche Mindestanforderungen für private Pflegestellen gibt es nicht. Jeder Verein entscheidet selbst, wem er einen Hund anvertraut. Diese Punkte werden fast immer geprüft:

  • Zeit: Ein Pflegehund braucht Spaziergänge, Training und Ruhe. Längeres Alleinbleiben muss er oft erst lernen. Planen Sie die ersten Wochen besonders großzügig.
  • Erfahrung: Viele Vereine wünschen Hundeerfahrung. Die Initiative Karpatenstreuner schreibt, im besten Fall habe die Pflegestelle schon einen oder zwei eigene Hunde. Bei Hunderettung Europa ist Erfahrung mit Tierschutztieren wünschenswert, aber keine Pflicht.
  • Wohnsituation: Je nach Wohnung, Garten und Familie kommen nur bestimmte Hunde infrage. Klären Sie bei einer Mietwohnung vorher, ob Ihr Vermieter die Hundehaltung erlaubt.
  • Andere Tiere: Eigene Hunde oder Katzen müssen zum Pflegehund passen. Die Zusammenführung sollte langsam erfolgen, anfangs am besten mit getrennten Räumen.
  • Geduld: Manche Hunde müssen alles neu lernen. Hunde mit schwieriger Vorgeschichte reagieren anfangs unsicher oder ängstlich.

Was das Gesetz von jeder Hundehaltung verlangt

Auch für eine Pflegestelle gilt die Tierschutz-Hundeverordnung. Nach § 2 muss ein Hund ausreichend Auslauf im Freien bekommen, mehrmals täglich in ausreichender Dauer Umgang mit der Person haben, die ihn betreut, und regelmäßig Kontakt zu Artgenossen haben, sofern das nicht aus gesundheitlichen Gründen oder wegen Unverträglichkeit ausgeschlossen ist. Welpen bis zu einem Alter von 20 Wochen brauchen mindestens vier Stunden am Tag Umgang mit einer Betreuungsperson. Auslauf und Sozialkontakte richten sich nach Rasse, Alter und Gesundheit des Hundes. Wer einen Welpen in Pflege nimmt, braucht also besonders viel Zeit.

Je nach Bundesland gelten außerdem Regeln für alle Hundehalter, etwa eine Haftpflichtpflicht oder ein Sachkundenachweis. In Niedersachsen verlangt das Hundegesetz zum Beispiel einen Sachkundenachweis und eine Haftpflichtversicherung für Hunde. Fragen Sie bei Ihrer Stadt nach, was bei Ihnen gilt.

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So läuft es ab: In sechs Schritten zur Pflegestelle

Der Ablauf ist bei den meisten Vereinen ähnlich. Die Schritte unten folgen den Beschreibungen der Vereine Ein Herz für Streuner und Karpatenstreuner:

  1. Kontakt und Fragebogen: Sie melden sich beim Verein und füllen eine Selbstauskunft aus. Bei ehrenamtlich arbeitenden Vereinen kann die Antwort laut Ein Herz für Streuner bis zu sieben Tage dauern.
  2. Vorgespräch: Eine Vermittlerin oder ein Vermittler ruft Sie an und bespricht Ihre Situation und Ihre Erfahrung.
  3. Vorkontrolle: Jemand vom Verein besucht Sie zu Hause. Dabei geht es nicht um Sauberkeit, sondern darum, ob Ihre Bedingungen zum Hund passen.
  4. Auswahl des Hundes: Sie suchen gemeinsam mit dem Verein einen passenden Hund aus. Bei Auslandsvereinen wird dann der Transport organisiert.
  5. Einzug und Pflegezeit: Der Hund zieht ein. Sie halten regelmäßig Kontakt zum Verein und schicken Fotos und Berichte über seine Entwicklung.
  6. Vermittlung: Interessenten lernen den Hund bei Ihnen kennen. Laut Karpatenstreuner haben Pflegestellen volles Mitspracherecht bei der Auswahl des neuen Zuhauses.

Infografik: Pflegestelle für Hunde – Ablauf in sechs Schritten, durchschnittliche Pflegezeit 2 bis 4 Monate

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Wer zahlt was? Kosten einer Pflegestelle

Eine Pflegestelle ist ein Ehrenamt. Sie bekommen kein Geld dafür. Wer welche Kosten trägt, ist von Verein zu Verein verschieden. Drei Beispiele zeigen die Spannweite:

KostenpunktEin Herz für StreunerKarpatenstreunerHunderettung Europa
FutterPflegestellePflegestellePflegestelle (Wunsch des Vereins)
TierarztVerein (nach Absprache, außer Notfälle)Verein (notwendige Kosten)Verein bei höheren Kosten, kleinere Kosten Pflegestelle
HaftpflichtversicherungVereinVereinVerein
HundesteuerVereinPflegestellekeine Angabe
Erstausstattung, TrainingPflegestellekeine Angabekeine Angabe

Lassen Sie sich deshalb vor dem Einzug genau erklären, was Ihr Verein übernimmt, und achten Sie darauf, dass es im Pflegevertrag steht. Besonders wichtig ist die Frage, wer größere Tierarztrechnungen bezahlt und ob Sie vorher Rücksprache halten müssen. In einem Notfall bleibt dafür oft keine Zeit.

Was kostet ein Tierarztbesuch mit dem Pflegehund?

Tierärzte rechnen nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab, im 1- bis 3-fachen Satz, jeweils zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Diese Beispiele zeigen, was bei einem kranken Pflegehund schnell zusammenkommt:

Leistung (GOT-Nr.)1-facher Satz3-facher Satz
Allgemeine Untersuchung mit Beratung (16)23,62 €70,86 €
Blutentnahme venös (627)10,26 €30,78 €
Großes Blutbild (618)23,52 €70,56 €
Röntgen, 1. Aufnahme (166)26,53 €79,59 €
Ultraschall (180)58,92 €176,76 €

Alle Werte sind netto. Eine einfache Untersuchung kostet im 1-fachen Satz 23,62 € netto, also 28,11 € brutto. Im Notdienst gilt mindestens der 2-fache Satz, dazu kommt eine Notdienstgebühr von 50 €. Mehr Beispiele finden Sie unter Tierarztkosten Hund und Tierarzt-Notdienst Kosten.

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Pflegevertrag: Das sollte drinstehen

Die Bedingungen der Pflege regelt ein Pflegevertrag. Der Hund bleibt dabei in der Regel Eigentum des Vereins. Lesen Sie den Vertrag in Ruhe, bevor Sie unterschreiben. Folgende Punkte sollten klar geregelt sein:

  • Angaben zum Hund: Name, Alter, Chipnummer, bekannte Krankheiten und Besonderheiten
  • Eigentum: Wem gehört der Hund während der Pflegezeit?
  • Kosten: Futter, Tierarzt, Medikamente, Hundesteuer, Ausstattung, Training
  • Tierarzt: Welche Praxis, und ab welchem Betrag ist eine Rücksprache nötig?
  • Versicherung: Ist der Hund über den Verein haftpflichtversichert?
  • Vermittlung: Wer führt Gespräche mit Interessenten, und wie wird entschieden?
  • Rücknahme: Unter welchen Bedingungen holt der Verein den Hund zurück?
  • Übernahme: Dürfen Sie den Hund selbst adoptieren, und zu welchen Bedingungen?

Ein Verein kann einen Pflegehund zurückholen, wenn er Zweifel an der Betreuung hat. Umgekehrt sollten Sie wissen, was passiert, wenn es mit dem Hund bei Ihnen nicht funktioniert.

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Recht und Versicherung: Haftpflicht, Hundesteuer, Erlaubnis

Haftpflicht

Richtet ein Pflegehund einen Schaden an, stellt sich die Frage, wer haftet. Viele Vereine versichern ihre Hunde selbst. Ein Herz für Streuner, Karpatenstreuner und Hunderettung Europa geben an, dass die Haftpflichtversicherung über den Verein läuft. Lassen Sie sich trotzdem schriftlich bestätigen, dass die Versicherung auch Schäden während der Pflegezeit abdeckt. Prüfen Sie außerdem, ob in Ihrem Bundesland eine Pflicht zur Hundehaftpflichtversicherung besteht. Auch als Pflegestelle können Sie für Schäden haften, die Sie fahrlässig verursachen.

Hundesteuer

Ob Sie für einen Pflegehund Hundesteuer zahlen, regelt die Satzung Ihrer Stadt. In München gilt nach der Hundesteuersatzung als Halter, wer einen Hund in Pflege oder Verwahrung genommen hat. Damit ist auch die Pflegestelle steuerpflichtig. Steuerfrei ist dort dagegen die Haltung von Hunden, die aus Tierschutzgründen vorübergehend in Tierasylen oder ähnlichen Einrichtungen untergebracht sind, allerdings nur auf Antrag. Fragen Sie bei Ihrer Stadt und bei Ihrem Verein nach. Manche Vereine übernehmen die Steuer für ihre Pflegestellen.

Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz

Wer Hunde aus dem Ausland nach Deutschland bringt und gegen Entgelt vermittelt, braucht eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. Laut einem Merkblatt des Regierungspräsidiums Tübingen gilt das unabhängig davon, ob die Tiere zuerst in ein Tierheim, eine Pflegestelle oder direkt zur neuen Familie kommen. Die Erlaubnis braucht in der Regel der Verein, nicht Sie als Privatperson. Fragen Sie vor der Zusammenarbeit nach, ob Ihr Verein diese Erlaubnis hat. Seriöse Vereine nennen sie meist offen auf ihrer Webseite.

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So bereiten Sie Ihr Zuhause vor

Bevor der Pflegehund einzieht, lohnt sich etwas Vorbereitung. Viele Pflegehunde kennen keine Wohnung, keine Treppen und keine Haushaltsgeräusche. Gehen Sie Ihr Zuhause deshalb einmal mit den Augen eines unsicheren Hundes durch:

  • Ausstattung: Leine, gut sitzendes Geschirr, Halsband mit Adressanhänger, Näpfe, Futter, ein Hundebett oder eine Decke und Kotbeutel. Bei Ein Herz für Streuner wird zum Beispiel erwartet, dass eine Erstausstattung vorhanden ist.
  • Sicherheit: Prüfen Sie Zaun, Gartentor und Balkon. Ein ängstlicher Hund kann durch kleine Lücken entwischen.
  • Giftiges wegräumen: Medikamente, Reinigungsmittel, Schokolade und giftige Pflanzen gehören außer Reichweite. Was gefährlich ist, prüfen Sie mit unserem Gift-Check.
  • Ruhezone: Planen Sie einen festen Platz, an dem der Hund ungestört schlafen kann, etwa in einer ruhigen Ecke.
  • Kontakte: Speichern Sie die Nummern Ihres Vereins, der Tierarztpraxis und einer Tierklinik mit Notdienst.

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Die ersten Tage mit dem Pflegehund

Viele Pflegehunde haben eine lange Reise oder eine Zeit im Tierheim hinter sich. Geben Sie Ihrem Hund in den ersten Tagen vor allem Ruhe:

  • Sicherheit: Ein Pflegehund kennt seine neue Umgebung nicht und kann sich erschrecken. Führen Sie ihn anfangs nur an der Leine und mit einem gut sitzenden Geschirr.
  • Rückzugsort: Richten Sie einen ruhigen Platz ein, an dem der Hund nicht gestört wird.
  • Feste Abläufe: Gleiche Zeiten für Futter, Spaziergänge und Ruhe geben Sicherheit.
  • Andere Tiere: Lassen Sie eigene Tiere den Pflegehund langsam kennenlernen.
  • Gesundheit: Beobachten Sie Kot, Appetit und Verhalten. Bei Auffälligkeiten sprechen Sie mit dem Verein und dem Tierarzt. Hilfreich ist unser Symptom-Checker.

Rechnen Sie mit Rückschlägen, Unsauberkeit und unruhigen Nächten. Das ist am Anfang normal. Bei Problemen hilft eine Hundeschule, die mit positiver Verstärkung arbeitet. Eine Übersicht finden Sie unter Hundeschulen.

Abschied oder Adoption: Wie es nach der Pflegezeit weitergeht

Der schwerste Moment ist für viele Pflegestellen der Abschied. Hilfreich ist es, sich von Anfang an klarzumachen, dass Sie dem Hund den Weg in ein gutes Zuhause bereiten. Ihr Wissen über den Hund ist dabei viel wert. Sie können Interessenten ehrlich sagen, was der Hund schon kann und was er noch lernen muss.

Manchmal bleibt der Pflegehund für immer. In Tierschutzkreisen spricht man dann augenzwinkernd von einem „Pflegestellenversager“. Ob und zu welchen Bedingungen Sie Ihren Pflegehund übernehmen dürfen, entscheidet der Verein. Bei einer Übernahme schließen Sie einen regulären Schutzvertrag ab und zahlen in der Regel eine Schutzgebühr. Wie das bei Welpen und erwachsenen Hunden aus dem Tierheim abläuft, lesen Sie in unserem Ratgeber Welpen adoptieren. Für Katzen gibt es den Ratgeber Kitten adoptieren.

Wenn Sie den Hund übernehmen, sind Sie ab dann selbst für Tierarztkosten verantwortlich. Ob eine Versicherung sinnvoll ist, erklärt unser Ratgeber Lohnt sich eine Hundeversicherung?. Einen neutralen Überblick bietet der Tierkrankenversicherung Vergleich.

Wo finde ich einen Verein für eine Pflegestelle?

  • Tierheim in Ihrer Nähe: Viele Tierheime suchen Pflegestellen, vor allem für alte, kranke oder sehr junge Tiere. Eine Übersicht finden Sie unter Tierheime in Deutschland.
  • Tierschutzvereine mit Auslandstierschutz: Sie brauchen besonders viele Pflegestellen, weil ihre Hunde oft noch im Ausland sind. Achten Sie auf die Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz.
  • Persönlicher Kontakt: Wählen Sie möglichst einen Verein in Ihrer Nähe und lernen Sie die Ansprechpartner vorher persönlich kennen.

Ein seriöser Verein stellt Fragen, macht eine Vorkontrolle, schließt einen Pflegevertrag ab und bleibt während der Pflegezeit erreichbar. Wird Ihnen ein Hund ohne Gespräch und ohne Vertrag übergeben, sollten Sie skeptisch sein.

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Häufige Fragen zur Pflegestelle für Hunde

Wie lange bleibt ein Pflegehund?

Von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Laut Ein Herz für Streuner bleibt ein Pflegehund im Schnitt etwa zwei bis vier Monate.

Bekomme ich als Pflegestelle Geld?

Nein. Eine Pflegestelle ist ein Ehrenamt. Viele Vereine übernehmen aber Tierarztkosten und Haftpflicht, manche auch die Hundesteuer.

Muss ich für einen Pflegehund Hundesteuer zahlen?

Das hängt von Ihrer Stadt ab. In München gilt zum Beispiel auch als Halter, wer einen Hund in Pflege nimmt. Fragen Sie bei Ihrer Stadt und beim Verein nach.

Darf ich meinen Pflegehund behalten?

Oft ja, wenn der Verein zustimmt. Sie schließen dann einen Schutzvertrag ab und zahlen in der Regel eine Schutzgebühr.

Gibt es auch Pflegestellen für Katzen?

Ja. Die Tierschutzliga sucht zum Beispiel Pflegestellen für Hunde und Katzen. Katzen sind dort oft scheu oder krank und brauchen vor allem Geduld und Ruhe.

Was passiert, wenn es mit dem Pflegehund nicht klappt?

Sprechen Sie früh mit Ihrem Verein. Im Pflegevertrag sollte geregelt sein, unter welchen Bedingungen der Hund zurückgenommen oder in eine andere Pflegestelle gegeben wird.

Kann ich Pflegestelle werden, wenn ich berufstätig bin?

Das kommt auf den Hund und Ihre Arbeitszeiten an. Viele Pflegehunde können anfangs nicht lange allein bleiben. Besprechen Sie Ihre Situation offen mit dem Verein.

Quellen

Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.

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