Cornish Rex

Cornish Rex Katze mit gewelltem Fell und großen Ohren

Steckbrief

Größe
Klein bis mittelgroß; schlank, hochbeinig, elegant und muskulös
Gewicht
Katze ca. 2,3–3,2 kg; Kater ca. 3,6–4,5 kg
Lebenserwartung
ca. 9–13+ Jahre
Charakter
sehr verspielt, intelligent, menschenbezogen, aktiv, neugierig und anhänglich
Pflegeaufwand
niedrig

Katzenversicherungen im Überblick (Anzeige)

  • AGILA

    ⭐ 4.3 / 5 auf Trustpilot (Stand 10/2026)

    Selbstbeteiligung: Tarifabhängig, 0 %, 10 % oder 20 % wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: ab 8,90 €/Monat

  • Allianz

    ⭐ 4.8 / 5 auf Trustpilot (Stand 10/2026)

    Selbstbeteiligung: 0 %, 10 % oder 20 % wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: ab 5,91 €/Monat

  • Lassie

    ⭐ 4.8 / 5 auf Trustpilot (Stand 10/2026)

    Selbstbeteiligung: 0 %, 20 % oder 40 % wählbar

    ✓ Behandlung bei jedem Tierarzt

    Preis: ab 6 €/Monat

Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Einleitung

Die Cornish Rex gehört zu den ungewöhnlichsten Katzenrassen überhaupt. Ihr Fell liegt in feinen, engen Wellen am Körper und fühlt sich weich und samtig an. Gleichzeitig besitzt sie einen langen, schlanken Körper, hohe Beine, große Ohren und einen elegant gewölbten Rücken. Trotz ihres zarten Aussehens ist sie muskulös, sportlich und ausgesprochen aktiv.

Cornish Rex Katze: Herkunft und Geschichte

Die Rasse entstand durch eine natürliche Mutation in Cornwall in England. Laut TICA wurde am 21. Juli 1950 auf einer Farm in Bodmin Moor ein ungewöhnlich gelocktes Katerchen geboren. Es erhielt den Namen Kallibunker und wurde später zum Stammvater der Rasse. Genetische Untersuchungen und gezielte Rückkreuzungen zeigten, dass das Lockenmerkmal rezessiv vererbt wird.

Da der ursprüngliche Genpool sehr klein war, wurden später verschiedene Haus- und Rassekatzen eingekreuzt, darunter Siam, Burmese, British Shorthair, American Shorthair, Russian Blue und Havana Brown. Dadurch konnte die genetische Basis verbreitert werden. CFA akzeptierte die Rasse 1962 zur Registrierung und verlieh ihr kurz darauf Championship-Status.

Aussehen: der „Greyhound“ unter den Katzen

TICA vergleicht den Körperbau mit einem Windhund. Der Rücken ist natürlich gewölbt, die Taille deutlich eingezogen und die Beine sind lang und fein. Trotzdem ist der Körper hart und muskulös. Der Kopf wirkt länglich und eiförmig, die Ohren sind auffallend groß und hoch angesetzt. Große ovale Augen verstärken den wachen, neugierigen Ausdruck.

Weibliche Tiere wiegen laut TICA im Durchschnitt etwa 5 bis 7 Pfund, also rund 2,3 bis 3,2 Kilogramm. Kater liegen häufig bei 8 bis 10 Pfund, ungefähr 3,6 bis 4,5 Kilogramm. Das niedrige Gewicht darf nicht mit Schwäche verwechselt werden: Ein gesundes Tier ist schlank, aber kräftig bemuskelt.

Das besondere Lockenfell

Anders als die meisten Katzen besitzt die Rasse keine normalen Deck- beziehungsweise Grannenhaare. Das Fell besteht überwiegend aus sehr feinen, weichen Haaren, die sich in charakteristischen Wellen über den Körper legen. Selbst Augenbrauen und Schnurrhaare können kurz und gekräuselt sein.

Alle Farben und Zeichnungen sind erlaubt. Es gibt einfarbige, tabby, colourpoint, schildpattfarbene und mehrfarbige Tiere. Die Fellstruktur ist wichtiger als eine bestimmte Farbe.

Cornish Rex Charakter: verspielt bis ins Erwachsenenalter

TICA beschreibt die Rasse als extrem sozial, intelligent und akrobatisch. Viele Tiere behalten ihr kittenhaftes Verhalten bis ins hohe Erwachsenenalter. Sie rennen, springen, apportieren Spielzeug und möchten möglichst bei jeder Aktivität ihrer Menschen dabei sein.

Die Katze sucht häufig Körperkontakt und warme Plätze. Sie ist meist kein distanzierter Beobachter, sondern möchte mitten im Geschehen sein. Wer eine ruhige, unabhängige Katze sucht, die viele Stunden täglich allein bleibt, sollte daher prüfen, ob dieser intensive Charakter zum eigenen Alltag passt.

Offizielle Rasseinformationen findest du bei TICA zur Cornish Rex und im CFA-Rasseprofil.

Pflege und Haltung

Die Cornish Rex Haltung verlangt weniger Fellpflege als bei vielen anderen Rassen, dafür aber deutlich mehr Beschäftigung und sozialen Kontakt. Die Katze ist bewegungsfreudig, sehr neugierig und sucht oft aktiv die Nähe ihrer Bezugspersonen.

Cornish Rex als Wohnungskatze

Eine reine Wohnungshaltung funktioniert gut, wenn ausreichend Raum in der Höhe vorhanden ist. Hohe Kratzbäume, Wandbretter, Fensterplätze und sichere Sprungmöglichkeiten passen hervorragend zu ihrer athletischen Art. Instabile Möbel oder leichte Kletterelemente sind ungeeignet, weil die Katze mit viel Geschwindigkeit abspringen kann.

Ein gesicherter Balkon kann zusätzliche Reize bieten. Wegen des sehr dünnen Fells sollte die Katze jedoch vor extremer Kälte und intensiver Sonne geschützt werden. Ungesicherter Freigang ist nicht notwendig.

Wärme ist besonders wichtig

Das ungewöhnliche Fell isoliert weniger als das normale Haarkleid vieler anderer Katzen. Deshalb suchen viele Tiere Heizkörper, Sonnenplätze, warme Decken oder den Schoß ihrer Menschen. Im Winter sollte es ausreichend warme Schlafplätze geben. Zugige Bereiche sind weniger geeignet.

Auch direkte intensive Sonneneinstrahlung verdient Aufmerksamkeit. TICA und CFA weisen darauf hin, dass das dünne Fell die Haut weniger schützt und Sonnenbrand möglich ist. Besonders sehr helle Tiere sollten nicht stundenlang ungeschützt in starker Sonne liegen.

Beschäftigung und Bewegung

Apportieren gehört zu den Spielen, die bei dieser Rasse besonders häufig beschrieben werden. Auch Clickertraining, Targettraining, Futterpuzzles, Angelspiele und kleine Parcours sind gut geeignet. Die hohe Intelligenz bedeutet, dass monotones Spiel schnell langweilig werden kann.

Mehrere kurze bis mittellange Einheiten über den Tag verteilt sind sinnvoll. Zusätzlich braucht die Katze Zeiten, in denen sie selbstständig beobachten oder ruhen kann. Dauerhafte Überstimulation ist genauso wenig sinnvoll wie Unterforderung.

Zweitkatze und Alleinbleiben

TICA betont, dass die Rasse Gesellschaft bevorzugt und ungern über viele Stunden allein bleibt. Ein passender Katzenpartner kann deshalb besonders bei Berufstätigen sinnvoll sein. Auch katzenfreundliche Hunde werden häufig gut akzeptiert.

Der Partner sollte ein ähnliches Aktivitätsniveau haben. Eine sehr ruhige oder ängstliche Katze kann durch die intensive Spielfreude gestresst werden. Bei mehreren Tieren sind zusätzliche Toiletten, getrennte Futterstellen und verschiedene Rückzugsorte wichtig.

Kinder und Familien

Die Rasse gilt als familienfreundlich und kommt häufig gut mit respektvollen Kindern zurecht. Durch ihre aktive und kontaktfreudige Art kann sie ein sehr interaktiver Begleiter sein. Kinder sollten dennoch lernen, Schlafplätze zu respektieren und die Katze nicht gegen ihren Willen festzuhalten.

Wenn du eine ebenfalls sehr aktive, aber deutlich größer und wildkatzenähnlicher wirkende Rasse vergleichen möchtest, findest du im Chausie-Rasseportrait einen interessanten Vergleich. Weitere Rassen findest du in der PAWMIO Katzenrassen-Übersicht.

Cornish Rex Katze bei der tierärztlichen Untersuchung

Gesundheit & typische Krankheiten

Die Cornish Rex Gesundheit gilt insgesamt als gut. TICA beschreibt die Rasse als allgemein robust, nennt aber einige Punkte, auf die Halter und Züchter achten sollten. Dazu gehören hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, Patellaluxation sowie Hautprobleme durch das ungewöhnlich dünne Fell.

Cornish Rex Krankheiten: HCM als mögliches Herzproblem

HCM ist die häufigste Herzerkrankung bei Katzen. Dabei verdickt sich der Herzmuskel und kann die Herzfunktion beeinträchtigen. TICA nennt HCM ausdrücklich als mögliche gesundheitliche Belastung bei dieser Rasse. Ein einmal unauffälliges Herz schließt eine spätere Erkrankung nicht vollständig aus.

Wie wird HCM erkannt?

Die wichtigste Untersuchung ist die Echokardiografie, also der Herzultraschall. Ein Herzgeräusch kann ein Hinweis sein, beweist die Erkrankung aber nicht. Mögliche Symptome sind schnelle oder angestrengte Atmung, Leistungsschwäche, Kollaps oder in schweren Fällen plötzlich auftretende Lähmungen der Hinterbeine durch Blutgerinnsel.

Eine allgemeine medizinische Übersicht findest du beim Cornell Feline Health Center zu HCM.

Patellaluxation: wenn die Kniescheibe verrutscht

TICA nennt außerdem Patellaluxation als mögliches orthopädisches Thema. Dabei gleitet die Kniescheibe aus ihrer normalen Führung. Das kann angeboren sein und unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten.

Typische Anzeichen sind laut Cornell ein zeitweises Hochziehen eines Hinterbeins, ein hüpfender beziehungsweise „skipping“-Gang oder eine verringerte Bereitschaft zu springen. Leichte Fälle müssen nicht immer operiert werden; schwerere Formen können eine chirurgische Behandlung benötigen.

Weitere Informationen bietet das Cornell Feline Health Center zur Patellaluxation.

Haut, Sonne und Kälte

Das extrem feine Fell bietet weniger Schutz als ein normales Deckhaar. TICA weist auf mögliche dermatologische Probleme und Sonnenbrand hin. Helle Katzen sind bei starker UV-Strahlung besonders gefährdet. Rötungen, wunde Stellen oder wiederkehrende Hautprobleme sollten tierärztlich untersucht werden.

Auch Kälte wird schneller wahrgenommen. Eine kalte Katze sucht oft dauerhaft Wärmequellen oder kuschelt sich tief unter Decken. Ausreichend warme Liegeplätze sind deshalb nicht nur Komfort, sondern Teil einer passenden Haltung.

Allgemeine Vorsorge

Regelmäßige Zahnkontrollen, Impfungen nach individuellem Risiko, Parasitenmanagement und Gewichtskontrolle gehören zur Grundvorsorge. Mit zunehmendem Alter können Blut- und Urinuntersuchungen helfen, Nieren-, Schilddrüsen- oder Stoffwechselveränderungen früh zu erkennen.

Plötzliche Atemprobleme, deutliche Lahmheit, anhaltende Hautveränderungen, Appetitverlust oder ungewöhnlicher Rückzug sollten nicht abgewartet, sondern tierärztlich abgeklärt werden.

🐾 Tierarzt in deiner Nähe finden

👆 Gib deine PLZ oder Stadt ein – dann zeigen wir dir die nächsten Tierärzte.

Ernährung

Für die Cornish Rex Ernährung ist keine spezielle Rassediät erforderlich. TICA nennt keine besonderen Ernährungsanforderungen. Entscheidend ist ein vollständiges Alleinfuttermittel, das zu Alter, Aktivität, Körpergewicht und Gesundheitszustand passt.

Cornish Rex Katzenfutter: hoher Aktivität gerecht werden

Viele Tiere sind sehr aktiv und verbrauchen entsprechend Energie. Gleichzeitig sollte die Futtermenge nicht pauschal erhöht werden. Der tatsächliche Bedarf hängt von Alter, Kastrationsstatus, Bewegung und Körpergröße ab.

Die schlanke Statur gehört zum Rassetyp. Ein gesundes Tier soll muskulös wirken, nicht knochig. Rippen sollten tastbar sein, ohne deutlich hervorzustehen. Regelmäßiges Wiegen hilft, schleichenden Gewichtsverlust oder eine Gewichtszunahme früh zu erkennen.

Nassfutter, Trockenfutter und Wasser

Nassfutter unterstützt durch seinen hohen Wasseranteil die Flüssigkeitsaufnahme. Trockenfutter kann ergänzend verwendet werden, sollte aber genau portioniert werden. Mehrere kleinere Mahlzeiten passen häufig gut zum aktiven Alltag dieser Katze.

Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Mehrere Trinkstellen oder ein Trinkbrunnen können die Aufnahme fördern. Wasser- und Futternäpfe sollten sauber gehalten werden.

Futterspiele für intelligente Tiere

Fummelbretter, Snackbälle und Suchspiele passen sehr gut zur lernfreudigen Rasse. Ein Teil der Tagesration kann darüber angeboten werden, statt zusätzliche Leckerchen zu verwenden. Dadurch werden Bewegung, Denken und Fressen miteinander verbunden.

Leckerchen und selbstgekochte Rationen

Leckerchen gehören zur täglichen Energieaufnahme. Besonders beim Training summieren sich kleine Belohnungen schnell. Die Menge sollte deshalb von der normalen Futterration abgezogen werden.

Rohfütterung oder selbstgekochte Rationen sollten nur mit fachlich berechneter Nährstoffversorgung erfolgen. Reines Fleisch deckt den Bedarf an Taurin, Calcium, Vitaminen und Spurenelementen nicht zuverlässig ab.

Verhalten & Training

Der Cornish Rex Charakter ist lebhaft, neugierig und stark auf Menschen ausgerichtet. TICA beschreibt die Rasse als ausgesprochen intelligent und akrobatisch. Viele Tiere möchten nicht nur beobachten, sondern aktiv an allem teilnehmen, was im Haushalt geschieht.

Cornish Rex Verhalten im Alltag

Die Katze folgt ihren Menschen häufig durch die Wohnung, sucht warme Sitzplätze und nutzt jede Gelegenheit für gemeinsames Spiel. Sie kann sehr anhänglich sein und kommt oft freiwillig auf den Schoß. Ihre Energie bleibt meist weit über die Kittenzeit hinaus erhalten.

Diese intensive Sozialität bedeutet, dass lange Einsamkeit häufig schlecht vertragen wird. Wer täglich viele Stunden außer Haus ist, sollte Betreuung und gegebenenfalls einen passenden Artgenossen einplanen.

Training: Apportieren, Clicker und Target

Apportierspiele sind bei der Rasse besonders bekannt. Viele Tiere lernen schnell, kleine Spielzeuge zurückzubringen. Auch Clickertraining und Targettraining eignen sich gut. Wichtig sind kurze Trainingseinheiten und positive Verstärkung.

Geschirrtraining ist möglich

Ein Geschirr kann schrittweise in der Wohnung eingeführt werden. Erst wenn die Katze sich damit normal bewegt, sollte eine Leine ergänzt werden. Ein Spaziergang im Freien ist nur in sicherer Umgebung sinnvoll und kein Muss für eine artgerechte Haltung.

Intelligenz sinnvoll nutzen

Futterpuzzles, Suchspiele und kleine Aufgaben helfen gegen Langeweile. Wer Schubladen oder Türen nicht katzensicher verschließt, kann schnell feststellen, wie erfinderisch ein neugieriges Tier sein kann. Verbote allein funktionieren meist schlechter als attraktive Alternativen.

Ruhephasen nicht vergessen

Auch sehr aktive Katzen benötigen viele Stunden Schlaf. Nach intensivem Spiel sollten ruhige Rückzugsorte zur Verfügung stehen. Warme Decken oder geschützte Höhlen werden häufig gern genutzt.

Plötzliche Verhaltensänderungen wie Aggressivität, Rückzug, Unsauberkeit oder deutlich reduzierte Aktivität sollten medizinisch abgeklärt werden. Schmerzen oder Erkrankungen können das Verhalten stark verändern.

Cornish Rex Katze beim Spielen und Springen in der Wohnung

Fell- und Körperpflege

Das Cornish Rex Fell ist außergewöhnlich weich, kurz und wellig. Gerade weil es so besonders aussieht, wird häufig angenommen, dass intensive Fellpflege notwendig sei. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Zu starkes Bürsten kann die feinen Haare sogar beschädigen.

Cornish Rex Fellpflege: so wenig wie nötig

CFA erklärt, dass regelmäßiges Kämmen normalerweise nicht erforderlich ist. Ein weiches Tuch oder vorsichtiges Streicheln mit einem Pflegehandschuh reicht häufig aus, um lose Haare zu entfernen. Harte Bürsten oder aggressive Entfilzungswerkzeuge sind ungeeignet.

Einzelne Tiere können mit der Zeit etwas fettigere Haut entwickeln. Dann kann gelegentliches Baden sinnvoll sein. CFA empfiehlt nach dem Waschen gründliches Abtrocknen und ausdrücklich keinen heißen Föhn, weil Hitze und Luftstrom die empfindliche Fellstruktur beeinträchtigen können.

Ohren und Pfoten besonders kontrollieren

TICA und CFA weisen darauf hin, dass sich bei dieser Rasse schneller fettige Ablagerungen an Ohren und Zehen bilden können. Die Ohren sollten regelmäßig angesehen und bei Bedarf vorsichtig gereinigt werden. Starker Geruch, Rötung oder häufiges Kratzen gehört tierärztlich abgeklärt.

Auch die Krallen und Zehenzwischenräume sollten kontrolliert werden. Verschmutzungen können vorsichtig entfernt werden. Zu häufiges oder aggressives Reinigen kann die Haut reizen.

Schnurrhaare sind oft gekräuselt

Kurze oder gekräuselte Schnurrhaare gehören zum typischen Erscheinungsbild und sind nicht automatisch ein Zeichen für Fellschäden. Sie sollten nicht geschnitten oder absichtlich gekürzt werden.

Sonnenschutz und Wärme

Das dünne Fell schützt die Haut weniger gut. Lange intensive Sonnenbäder sollten vermieden werden, besonders bei sehr hellen Tieren. Gleichzeitig brauchen viele Katzen im Winter zusätzliche warme Schlafplätze, weil sie schneller auskühlen.

Hinweise für Katzenhalter

Wer eine Cornish Rex kaufen möchte, sollte sich nicht nur in das ungewöhnliche Lockenfell verlieben. Die Rasse ist sozial, sehr aktiv und möchte viel Kontakt. Charakter und Alltagsansprüche sind langfristig wichtiger als das besondere Aussehen.

Cornish Rex Züchter: Gesundheit und Sozialisation prüfen

Ein seriöser Züchter kann Auskunft über Gesundheit, Abstammung und bekannte Probleme in der Linie geben. Da TICA HCM und Patellaluxation als mögliche Themen nennt, ist es sinnvoll, gezielt nach Herzuntersuchungen und orthopädischen Auffälligkeiten bei Elterntieren zu fragen.

Kitten sollten in einem sauberen, sozialen Umfeld aufwachsen und Alltagsgeräusche, Menschenkontakt und normale häusliche Abläufe kennen. Impfstatus, Stammbaum und tierärztliche Unterlagen sollten nachvollziehbar sein.

Die Cornish Rex ist nicht hypoallergen

Wegen des ungewöhnlichen Fells wird die Rasse häufig als hypoallergen beworben. TICA weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass es keine wirklich hypoallergene Katzenrasse gibt. Allergische Reaktionen entstehen unter anderem durch Proteine aus Speichel und Hautschuppen, nicht nur durch sichtbare Haare.

Menschen mit Katzenallergie sollten deshalb vor dem Kauf mehrfach längere Zeit mit erwachsenen Tieren verbringen. Auch innerhalb derselben Rasse kann die individuelle Reaktion unterschiedlich ausfallen.

Wohnung und Ausstattung

Stabile Kratzbäume, sichere Kletterflächen, interaktive Spielzeuge und warme Schlafplätze gehören zu einer passenden Grundausstattung. Wegen ihrer Sprungkraft sollten Wandbretter und hohe Elemente fest verankert sein.

Die Anschaffung leichter Dekoration auf offenen Regalen sollte ebenfalls überdacht werden. Eine neugierige Katze erreicht deutlich mehr Bereiche der Wohnung, als ihre schlanke Größe vermuten lässt.

Kosten langfristig planen

Neben dem Kaufpreis entstehen laufende Kosten für Futter, Katzenstreu, Kratzmöbel, Beschäftigung, Transportbox und Tierarztvorsorge. Zusätzliche Ausgaben können durch Herzdiagnostik, orthopädische Untersuchungen oder Zahnbehandlungen entstehen.

Auch Urlaubsbetreuung sollte eingeplant werden. Eine sehr soziale Katze braucht während längerer Abwesenheiten mehr als nur einen gefüllten Futternapf. Die Betreuungsperson sollte Zeit für Spiel, Kontakt und Beobachtung haben.

Passt diese Rasse zu meinem Alltag?

Sie passt besonders gut zu Menschen, die eine aktive, intelligente und körpernahe Katze wünschen. Familien, Paare und Einzelpersonen mit viel Zeit für Interaktion können sehr gute Voraussetzungen bieten. Auch Haushalte mit einem passenden Artgenossen oder katzenfreundlichen Hund können gut funktionieren.

Weniger geeignet ist die Rasse für Menschen, die eine ruhige, weitgehend unabhängige Katze suchen oder täglich sehr lange außer Haus sind. Ihr Wunsch nach Wärme, Nähe und Beschäftigung gehört fest zu ihrem Wesen.

Seniorenalter und langfristige Vorsorge

Mit zunehmendem Alter kann der Bewegungsdrang langsam abnehmen. Regelmäßige Kontrollen von Gewicht, Herz, Beweglichkeit, Zähnen und allgemeinem Verhalten werden dann noch wichtiger. Warme, leicht erreichbare Schlafplätze und niedrigere Klettermöglichkeiten können älteren Tieren den Alltag erleichtern.

Häufige Fragen

Ja. Die Cornish Rex eignet sich sehr gut für Wohnungshaltung, wenn hohe Klettermöglichkeiten, tägliches Spiel, warme Ruheplätze und viel sozialer Kontakt vorhanden sind. Ein gesicherter Balkon kann den Alltag bereichern, ist aber keine Voraussetzung.
Die Rasse ist klein bis mittelgroß, schlank und muskulös. TICA nennt für weibliche Tiere ungefähr 2,3 bis 3,2 Kilogramm und für Kater etwa 3,6 bis 4,5 Kilogramm. Entscheidend ist eine athletische Körperform ohne Unter- oder Übergewicht.
TICA nennt hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), Patellaluxation und mögliche Hautprobleme als relevante Themen. Außerdem kann das sehr dünne Fell Sonnenbrand begünstigen. Regelmäßige Vorsorge und transparente Gesundheitsinformationen der Zucht sind deshalb wichtig.
TICA nennt eine Lebenserwartung von ungefähr 9 bis 13 Jahren oder mehr. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Genetik, Ernährung, Haltung, Wohnungssicherheit und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ab.
Nein. Es gibt keine vollständig hypoallergene Katzenrasse. Manche Allergiker reagieren auf Cornish Rex weniger stark, andere genauso deutlich. Wer eine Katzenallergie hat, sollte vor der Anschaffung wiederholt längere Zeit mit erwachsenen Tieren verbringen.
Der Pflegeaufwand ist niedrig. Das feine Lockenfell sollte nicht intensiv gebürstet werden. Meist reichen vorsichtiges Abstreichen, gelegentliche Kontrolle von Ohren und Pfoten sowie ein Bad nur dann, wenn Haut oder Fell tatsächlich fettig werden.
Viele Tiere sind sehr sozial und bleiben ungern über lange Zeit allein. Einige Stunden sind meist kein Problem, regelmäßige sehr lange Abwesenheiten können jedoch zu Langeweile führen. Ein passender Katzenpartner kann dann sinnvoll sein.
Das sehr dünne Fell isoliert weniger als das Fell vieler anderer Katzen. Dadurch wird die Körperwärme beim Berühren stärker wahrgenommen und die Katze selbst sucht häufiger warme Plätze. TICA beschreibt die Tiere als besonders wärmeliebend.

Weitere Ratgeber für Katzenhalter

Weitere Katzenrasse

Nach oben