Pixiebob

Pixiebob Katze mit kurzem Schwanz und geflecktem Fell

Steckbrief

Größe
Mittelgroß bis groß; kräftig, lang, schwer gebaut und stark bemuskelt
Gewicht
Katze ca. 3,6–5,4 kg; Kater meist ca. 5,4–7,7 kg
Lebenserwartung
ca. 13–15+ Jahre
Charakter
loyal, gelassen, intelligent, sozial, verspielt, neugierig und familienbezogen
Pflegeaufwand
niedrig bis mittel

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Einleitung

Die Pixiebob wurde gezielt so entwickelt, dass sie an einen nordamerikanischen Bobcat erinnert: kräftiger Körper, tiefliegende Augen, kurze Rute, große Pfoten, braun geflecktes Fell und ein markanter „Wildkatzen“-Ausdruck. Trotz dieser Optik definiert TICA sie ausdrücklich als Hauskatze. Ihr Zuchtziel ist nicht Wildkatzenblut, sondern die visuelle Ähnlichkeit mit dem North American Bobcat bei einem freundlichen, gut kontrollierbaren Familiencharakter.

Pixiebob: eine junge Rasse aus dem Nordwesten der USA

Die dokumentierte Entwicklung begann in den 1980er-Jahren im US-Bundesstaat Washington. Carol Ann Brewer kaufte 1985 einen kurzschwänzigen, gefleckten und polydaktylen Kater. 1986 nahm sie einen weiteren sehr großen, kurzschwänzigen Kater namens Keba auf. Keba deckte eine Hauskatze namens Maggie; aus diesem Wurf behielt Brewer eine auffällige gefleckte Katze, die sie Pixie nannte.

Pixie wurde zum Namensgeber der späteren Rasse. Brewer begann, weitere Katzen mit ähnlichem kräftigem Körper, kurzer Rute und „wildem“ Ausdruck zu suchen und daraus einen stabilen Typ aufzubauen. 1989 formulierte sie einen ersten Standard.

TICA nahm die Rasse 1994 zunächst in den Ausstellungsstatus auf. Nach weiteren Entwicklungsstufen erhielt sie 1997 Championship-Status für die folgende Showsaison. Heute werden bei TICA Kurzhaar und Langhaar gemeinsam als Pixiebob Breed Group geführt.

Bobcat-Look ohne anerkannten Wildkatzenhybrid

Um die Herkunft ranken sich bis heute Geschichten über natürliche Kreuzungen zwischen Hauskatzen und amerikanischen Bobcats. Für den modernen Rassestandard ist eine solche Abstammung weder erforderlich noch Teil des Zuchtziels. TICA beschreibt die Pixiebob schlicht als domestizierte Katze, die optisch an den North American Bobcat erinnern soll.

Auch genetische Arbeiten zur Kurzschwänzigkeit liefern keinen Beleg dafür, dass der Bobtail-Typ aus einem Bobcat stammen muss. Eine Untersuchung fand bei mehreren Pixiebobs dieselbe TBXT/T-Variante, die auch in manchen Manx- und American-Bobtail-Linien vorkommt; in den untersuchten amerikanischen Bobcats wurde diese Variante dagegen nicht gefunden.

Die entsprechende Studie findest du bei PubMed zu TBXT/T und kurzen Katzenruten.

Die kurze Rute ist variabler, als Fotos vermuten lassen

Eine Show-Pixiebob muss nicht nahezu schwanzlos sein. Nach dem TICA-Standard soll die Rute mindestens ungefähr zwei Inch lang sein und kann bis zum Sprunggelenk reichen. Sie darf Knoten oder Knicke enthalten, soll aber flexibel bleiben und sich natürlich bewegen.

Genetisch ist die Sache komplex. In einer Studie trugen acht von vierzehn untersuchten kurzschwänzigen Pixiebobs eine bestimmte TBXT-Frameshift-Variante. Sechs weitere kurzschwänzige Tiere besaßen diese Variante nicht, und in den übrigen untersuchten TBXT-Abschnitten wurde keine alternative Erklärung gefunden. Damit ist klar: Mindestens ein bekannter Mechanismus erklärt einen Teil des Bobtail-Phänotyps, aber nicht zwingend jede Linie.

Polydaktylie gehört bei dieser Rasse offiziell zum Standard

Besonders auffällig sind die großen Pfoten. TICA erlaubt bei Pixiebobs Polydaktylie mit bis zu sieben Zehen pro Pfote. Nicht jedes Tier ist polydaktyl, und zusätzliche Zehen sind keine Voraussetzung dafür, genetisch zur Rasse zu gehören.

Feline Polydaktylie ist meist eine präaxiale, nicht-syndromische Gliedmaßenvariante. Wissenschaftlich sind bei Katzen mehrere Veränderungen in der sogenannten ZRS-Regulationsregion des SHH-Signalwegs bekannt. Diese beeinflussen die frühe Gliedmaßenentwicklung und können zusätzliche Zehen erzeugen.

Eine genetische Übersicht zu Polydaktylie bei Katzen findest du in der Studie zur genetischen Heterogenität feliner Polydaktylie. Die Arbeit schließt Pixie-Bob als bekannte polydaktyle Rasse ein, untersucht die konkrete Variante jedoch hauptsächlich in Maine-Coon-Linien.

Kräftiger Körper mit „rolling gait“

TICA beschreibt den Körper als substantiell und muskulös. Kater liegen typischerweise ungefähr bei 12 bis 17 Pfund, Katzen bei 8 bis 12 Pfund. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine, und die großen Pfoten verstärken den schweren Gesamteindruck.

Beim Laufen soll eine leicht rollende Bewegung entstehen. Der Körper darf nicht wie ein kompakter Würfel wirken, sondern eher lang, stark und rangy. Ein leichter Bauchbeutel gehört ebenfalls zum gewünschten Typ.

Geflecktes Fell in zwei Längen

Der klassische Farbbereich ist Brown Spotted Tabby von warmem Tawny bis zu rötlichem Braun. Die kleinen Spots werden durch starkes Ticking optisch etwas gedämpft. Im Winter kann dieses Ticking kräftiger und silbriger erscheinen.

Kurzhaar besitzt ein dichtes, wolliges Doppelfell, das etwas vom Körper absteht. Langhaar darf mittellang sein und wirkt weicher und seidiger. Die Bauchunterseite soll ebenfalls Flecken zeigen.

Pixiebob Charakter: „dog in disguise“

Die Pixiebob ist für ihre starke Familienbindung bekannt. TICA beschreibt viele Tiere als hundeähnlich loyal: Sie folgen Menschen durch die Wohnung, apportieren, akzeptieren Geschirrtraining und beteiligen sich aktiv am Alltag.

Gleichzeitig gilt die Rasse als deutlich gelassener, als ihr Wildkatzen-Look vermuten lässt. Chirps, Chitter-Laute und gelegentliches Knurren gehören zur Kommunikation. Viele Tiere sind sozial mit Kindern, anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden.

Offizielle Informationen findest du bei TICA zur Pixiebob sowie im aktuellen TICA Breed Standard.

Pflege und Haltung

Bei der Pixiebob Haltung trifft ein großer, kräftiger Körper auf ein erstaunlich kooperatives Temperament. Die Katze möchte beteiligt sein, wirkt dabei aber häufig weniger hektisch als viele orientalische Rassen. Eine Wohnung kann sehr gut funktionieren, wenn sie stabil eingerichtet ist und regelmäßig gemeinsame Aktivität bietet.

Stabile Möbel sind wichtiger als extreme Höhe

Ein ausgewachsener Kater kann über sieben Kilogramm wiegen. Kratzbäume und Wandplattformen sollten deshalb nicht nur hoch, sondern vor allem belastbar sein. Große Liegeflächen, dicke Stämme und sichere Verankerung sind wichtiger als filigrane Designmöbel.

Die Hinterhand ist kräftig und etwas höher

Da die Hinterbeine länger als die Vorderbeine sein können, wirkt der Gang leicht rollend. Die Katze kann trotzdem gut springen. Mehrere breite Ebenen machen den Auf- und Abstieg kontrolliert und passen besser zum schweren Körper als kleine weit auseinanderliegende Trittflächen.

Fetch und Geschirrtraining liegen vielen Tieren

TICA erwähnt beide Beschäftigungen ausdrücklich. Ein leichter Ball, Stoffspielzeug oder kleines Dummy kann zum Apportieren genutzt werden. Das Geschirr wird zuerst drinnen geübt; erst wenn sich die Katze darin normal bewegt, folgt ein gesicherter Außenbereich.

Familienanschluss ist zentral

Viele Tiere halten sich dort auf, wo ihre Menschen sind. Sie müssen nicht permanent auf dem Schoß liegen, wollen aber häufig beobachten und teilnehmen. Ein Alltag, in dem die Katze ständig aus Räumen ausgeschlossen wird, passt weniger gut zu diesem sozialen Typ.

Kinder und Hunde können gut passen

TICA beschreibt die Rasse als familientauglich und meist offen gegenüber anderen Haustieren. Trotzdem sollte die Größe nicht dazu verleiten, die Katze grob anzufassen. Kinder lernen, Schwanz, Pfoten und zusätzliche Zehen nicht zu ziehen oder als Spielobjekt zu behandeln.

Polydaktyle Pfoten praktisch einplanen

Zusätzliche Zehen können die Form der Pfote deutlich verbreitern. Sehr schmale Kratzsäulen, enge Transportboxen oder kleine Liegeflächen sind dann unpraktischer. Beim Krallenschneiden müssen alle Zehen kontrolliert werden, auch solche, die wenig Bodenkontakt haben.

Als direkter Vergleich zur zuvor fertiggestellten Peterbald zeigt die Pixiebob das fast gegenteilige Erscheinungsbild: schwerer Körper, dichtes Fell, kurze Rute und optionale Polydaktylie. Weitere Rassen findest du in der PAWMIO Katzenrassen-Übersicht.

Pixiebob Katze bei der tierärztlichen Untersuchung der Pfoten

Gesundheit & typische Krankheiten

Bei der Pixiebob Gesundheit sollte man nicht künstlich eine lange Liste angeblicher Rassekrankheiten erzeugen. TICA beschreibt die Rasse aktuell als grundsätzlich gesund und nennt keine einzelne Krankheit als typisches zentrales Screeningproblem. Gesundheitlich interessant sind dagegen die genetisch veränderte Rutenlänge, die optionale Polydaktylie und eine sorgfältige Gewichtskontrolle.

TBXT/T erklärt einen Teil der kurzen Ruten

Die wichtigste wissenschaftliche Arbeit zur Rutenform untersuchte 15 Pixie-Bobs. Acht von vierzehn kurzschwänzigen Tieren trugen eine heterozygote TBXT/T-Frameshift-Variante, die auch bei Manx und American Bobtail gefunden wurde. Die übrigen kurzschwänzigen Tiere wurden durch diese bekannte Variante nicht erklärt.

Eine spätere große genetische Untersuchung mit mehr als 11.000 Katzen fand eine der getesteten TBXT-Varianten ebenfalls bei den untersuchten Pixiebobs. Die Varianten wurden dort ausschließlich heterozygot beobachtet, was mit der Annahme vereinbar ist, dass homozygote Zustände bereits embryonal nicht lebensfähig sein können.

Die große populationsgenetische Arbeit findest du bei PLOS Genetics zu Gesundheits- und Merkmalsvarianten bei über 11.000 Katzen.

TBXT bedeutet nicht automatisch „Manx-Syndrom“

Dass einzelne Pixiebob-Linien eine mit Manx geteilte Rutenvariante tragen, beweist nicht automatisch dieselbe Häufigkeit neurologischer Fehlbildungen wie bei stark schwanzlosen Manx-Populationen. Für eine solche Gleichsetzung fehlen ausreichende rassespezifische Daten.

Praktisch wichtig ist der TICA-Standard: Die Rute soll flexibel sein und sich natürlich bewegen. Schmerzen, starre Segmente, auffälliger Gang, Probleme mit Harn- oder Kotabsatz oder neurologische Auffälligkeiten sollten immer tierärztlich untersucht werden.

Polydaktylie ist meist nicht-syndromisch

Feline präaxiale Polydaktylie bedeutet zusätzliche Zehen, häufig stärker an den Vorderpfoten. Bei Katzen wird sie in der Literatur überwiegend als nicht-syndromisch beschrieben. Das heißt: Die zusätzlichen Zehen sind typischerweise ein lokales Gliedmaßenmerkmal und nicht automatisch Teil einer schweren systemischen Erkrankung.

Die Anzahl und Stellung der Zehen kann jedoch unterschiedlich sein. Entscheidend ist, ob jede Kralle normal wächst und ob die Pfote schmerzfrei belastet wird.

Zusätzliche Krallen können versteckt wachsen

Eine Kralle an einer zusätzlichen Zehe berührt den Boden möglicherweise kaum und nutzt sich deshalb nicht ab. Wird sie nicht kontrolliert, kann sie sich stark krümmen und in die Haut einwachsen. Regelmäßige Pfotenkontrolle ist bei polydaktylen Tieren deshalb wichtiger als die reine Zehenzahl.

Großer Körper darf nicht mit Übergewicht verwechselt werden

TICA warnt ausdrücklich davor, Gewichtszunahme einfach mit der natürlichen Größe der Rasse zu entschuldigen. Ein kräftiger Kater soll schwere Knochen und Muskulatur besitzen, aber trotzdem eine tastbare Körperstruktur behalten.

Übergewicht belastet Gelenke und kann den charakteristischen aktiven Gang verändern. Ein regelmäßiger Gewichtsverlauf ist hilfreicher als die Behauptung, ein bestimmter hoher Kilogrammwert sei für die Rasse automatisch normal.

Keine pauschale HCM- oder PKD-Angst ohne Daten

Einzelne Katzen jeder Rasse können Herz-, Nieren- oder andere Erkrankungen entwickeln. Derzeit gibt es jedoch keine belastbare Grundlage, diese Diagnosen pauschal als zentrale Pixiebob-Rassekrankheiten zu präsentieren. Familiengeschichte und tatsächliche Untersuchungsergebnisse sind seriöser als unspezifische Internetlisten.

Normale Vorsorge bleibt entscheidend

Zahngesundheit, Impfstatus, Parasitenkontrolle und altersgerechte Blut- und Urinuntersuchungen gehören zur Basis. Bei einem Tier mit kurzer Rute oder Polydaktylie sollte zusätzlich bei jeder Routineuntersuchung auf normale Beweglichkeit von Rücken, Schwanz, Pfoten und Zehen geachtet werden.

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Ernährung

Die Pixiebob Ernährung benötigt keine „Wildkatzen“- oder Bobcat-Diät. TICA nennt keine besonderen rassespezifischen Nährstoffanforderungen. Entscheidend sind vollständige Nährstoffversorgung, ein passender Energiegehalt und die Erhaltung des kräftigen Muskelkörpers ohne Übergewicht.

Schwer gebaut ist nicht gleich dick

Der Körper besitzt starke Knochen und viel Muskulatur. Deshalb kann ein normal konditionierter Kater deutlich schwerer sein als eine durchschnittliche Hauskatze. Gleichzeitig darf das natürliche Rassegewicht nicht als Ausrede für Fettpolster dienen.

Rippen und Taille regelmäßig kontrollieren

Das dichte Doppelfell macht eine reine Sichtkontrolle unzuverlässig. Beim Streicheln sollten Rippen unter einer dünnen Gewebeschicht fühlbar bleiben. Von oben darf trotz kräftigem Rumpf noch eine erkennbare Taille vorhanden sein.

Aktivität in die Portion einrechnen

Ein junger Kater, der täglich apportiert, klettert und am Geschirr draußen unterwegs ist, benötigt mehr Energie als ein älteres ruhiges Tier. Portionen sollten deshalb im Laufe des Lebens verändert werden und nicht an einer einmal gewählten Grammzahl festhalten.

Futterpuzzles passen zum Problemlöseverhalten

Die Rasse lernt schnell und arbeitet gern mit ihren Menschen. Ein Teil der Tagesration kann über Schieber oder Suchboxen gegeben werden. So entsteht Beschäftigung, ohne zusätzliche Snacks zu addieren.

Keine Supplements für kurze Rute oder extra Zehen

TBXT-bedingte Rutenverkürzung und Polydaktylie entstehen genetisch. Calcium, Gelenkpulver oder Vitamine können diese Merkmale nicht verändern. Ergänzungen sollten nur einen konkreten medizinischen oder ernährungsphysiologischen Grund haben.

Gewichtsverlust ist ebenso wichtig wie Gewichtszunahme

Bei einem großen, dicht behaarten Tier kann schleichender Gewichtsverlust lange übersehen werden. Regelmäßiges Wiegen hilft, Veränderungen früh zu bemerken und nicht erst dann zu reagieren, wenn Muskulatur sichtbar verloren gegangen ist.

Verhalten & Training

Der Pixiebob Charakter macht diese Rasse besonders interessant für Menschen, die eine ruhige, aber aktiv mitarbeitende Katze suchen. Viele Tiere lernen sehr schnell, ohne die permanente Hektik mancher hochaktiver Rassen zu zeigen.

Apportieren lässt sich leicht strukturieren

TICA nennt Fetch ausdrücklich als typisches Verhalten. Ein kleines Stoffspielzeug kann geworfen, zurückgebracht und auf ein Abgabesignal getauscht werden. Der nächste Wurf ist oft schon Belohnung genug.

Geschirrtraining profitiert von der Gelassenheit

Viele Tiere akzeptieren neue Routinen relativ ruhig. Das Geschirr wird zunächst nur kurz in der Wohnung angelegt, später mit einer leichten Leine kombiniert und erst danach in einen gesicherten Außenbereich übertragen.

Chirps und Chitters ernst nehmen

Die Rasse kommuniziert nicht nur über klassisches Miauen. TICA beschreibt Chirps, Chitters und gelegentliches Knurren. Mit der Zeit lernen Halter, Spielaufforderung, Begrüßung und Unbehagen voneinander zu unterscheiden.

Medical Training für Pfoten ist besonders sinnvoll

Polydaktyle Tiere besitzen zusätzliche Krallen, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. Schon ein Kitten kann lernen, jede Pfote kurz geben zu lassen. Dadurch werden Krallenkontrolle und späteres Schneiden deutlich einfacher.

Schwanzkontrolle freiwillig üben

Die kurze Rute darf nicht grob gebogen oder gezogen werden. Bei einer kooperativen Katze kann sanftes Berühren und kurzes Anheben im Rahmen der Gesundheitskontrolle positiv trainiert werden. Schmerzreaktionen gehören nicht „wegtrainiert“, sondern untersucht.

Intelligenz ohne Dauerbespaßung nutzen

Ein Pixiebob muss nicht rund um die Uhr beschäftigt werden. Kurze Lernaufgaben, gemeinsames Spiel und danach Ruhe passen gut zum ausgeglichenen Temperament. Ein bekanntes Puzzle kann durch neuen Standort oder andere Öffnung wieder interessant werden.

Soziale Bindung ist Trainingsverstärker

Viele Tiere reagieren stark auf Aufmerksamkeit. Lob, kurzes Kraulen oder gemeinsames Spiel können deshalb ebenso wirksam sein wie Futter. Das ist praktisch, wenn häufig trainiert wird und zusätzliche Kalorien vermieden werden sollen.

Unerwarteter Rückzug verdient Aufmerksamkeit

Wenn eine normalerweise kontaktfreudige Katze plötzlich nicht mehr folgt, nicht mehr apportiert oder Berührung an Schwanz oder Pfoten meidet, kann Schmerz dahinterstecken. Verhaltensänderungen sind bei einem sozial stabilen Tier besonders auffällig.

Pixiebob Katze beim Spielen und Apportieren

Fell- und Körperpflege

Die Pixiebob Fellpflege hängt davon ab, ob Kurzhaar oder Langhaar vorliegt. Beide Varianten besitzen ein dichtes Doppelfell. TICA beschreibt die Kurzhaartextur als wollig und leicht vom Körper abstehend; Langhaar ist weicher und kann bis ungefähr zwei Inch Länge erreichen.

Kurzhaar: einmal pro Woche ist häufig ausreichend

Ein Metallkamm oder eine weiche Bürste entfernt lose Unterwolle und verhindert, dass sich abgestorbene Haare im dichten Mantel sammeln. Während des saisonalen Fellwechsels kann häufigere Pflege sinnvoll sein.

Langhaar braucht etwas mehr Aufmerksamkeit

Das Fell ist nicht extrem lang, aber Unterwolle und weichere Textur können an Achseln, Bauch und Hinterbeinen kleine Knoten bilden. Zwei kurze Pflegeeinheiten pro Woche sind bei manchen Tieren praktischer als eine lange Sitzung.

Bauchflecken beim Putzen gut sichtbar

Der Rassestandard erwartet Flecken auch am Bauch. Diese Zeichnung ist normal und darf nicht mit Hautveränderungen verwechselt werden. Rötung, Krusten oder kahle Stellen betreffen die Haut beziehungsweise Haarmenge und sehen anders aus als Pigmentmuster.

Polydaktyle Pfoten gehören in jede Pflegeroutine

Jede zusätzliche Zehe kann eine eigene Kralle tragen. Besonders Krallen, die nicht am Boden oder Kratzbaum reiben, müssen regelmäßig gekürzt werden. Die Haut zwischen eng stehenden Zehen sollte ebenfalls sauber und reizfrei bleiben.

Schwanz vorsichtig pflegen

Die Rute kann geknickt oder geknotet sein, soll aber beweglich bleiben. Beim Bürsten wird sie nicht gewaltsam gestreckt. Das Fell lässt sich in der natürlichen Position kämmen.

Pflege zeigt Gewichts- und Bewegungsveränderungen früh

Beim Bürsten lässt sich gleichzeitig prüfen, ob Muskulatur erhalten bleibt, ob eine Pfote empfindlich reagiert oder die Rute normal bewegt wird. Bei dieser Rasse ist Fellpflege deshalb eine gute Gelegenheit für einen kurzen funktionellen Check.

Hinweise für Katzenhalter

Wer eine Pixiebob kaufen möchte, sollte sich nicht von Geschichten über „halben Bobcat“ beeindrucken lassen. Der offizielle TICA-Typ ist eine Hauskatze, die wie ein nordamerikanischer Bobcat aussehen soll. Eine behauptete Wildkatzenabstammung ist kein Qualitätsmerkmal.

Züchter nach Rutenbeweglichkeit fragen

Die Rute darf kurz, geknickt oder knotig sein, soll aber flexibel und funktionell bleiben. Käufer können beobachten, ob das Tier sie normal bewegt und ob Berührung schmerzfrei ist. Extreme Starrheit oder neurologische Auffälligkeiten sollten nicht als besonders wertvoller „Wildlook“ verkauft werden.

TBXT-Genetik richtig einordnen

Ein Teil der Pixiebob-Population trägt eine bekannte TBXT/T-Frameshift-Variante. Andere kurzschwänzige Tiere wurden durch diese Variante nicht erklärt. Wer genetische Tests verwendet, sollte deshalb nicht behaupten, ein einzelner Test decke sämtliche möglichen Ursachen der kurzen Rute ab.

Polydaktylie ist erlaubt, aber nicht Pflicht

TICA erlaubt bis zu sieben Zehen pro Pfote. Ein normalzehiges Tier ist dadurch nicht automatisch „schlechter“. Entscheidender ist, dass alle Pfoten funktionell sind und keine Kralle problematisch einwächst.

GCCF erkennt die Rasse nicht an

Für Käufer in Europa kann die Verbandslage relevant sein. Der britische GCCF führt Pixiebob derzeit als nicht anerkannte Rasse und nennt die Polydaktylie als Grund für die Nichtanerkennung. TICA erkennt die Rasse dagegen vollständig an. Unterschiedliche Verbandsregeln sollten deshalb nicht mit der individuellen Gesundheit einer konkreten Katze verwechselt werden.

FIFe-Stammbaum nicht einfach voraussetzen

Die aktuelle FIFe-Liste der anerkannten Rassen führt Pixiebob nicht als vollständig oder vorläufig anerkannte Rasse. Wer in Deutschland mit einem bestimmten Verband züchten oder ausstellen möchte, sollte vor dem Kauf prüfen, welche Registrierung tatsächlich möglich ist.

„XXL“ nicht als Hauptargument akzeptieren

Die Rasse ist groß und kräftig, aber nicht jeder Kater muss ein Rekordgewicht erreichen. TICA warnt ausdrücklich davor, Übergewicht mit natürlicher Größe zu verwechseln. Ein muskulöser, beweglicher Körper ist wichtiger als möglichst viele Kilogramm.

Erwachsene Tiere zeigen den Typ besser

Bei einem Besuch sollten nicht nur Kitten betrachtet werden. Erwachsene Katzen zeigen Rutenlänge, Pfotenform, Fellstruktur, Körpergewicht, Bewegung und Temperament wesentlich realistischer.

Passt die Pixiebob zu mir?

Sie passt gut zu Menschen, die eine große, soziale und trainierbare Katze möchten, aber keinen extrem hektischen Typ suchen. Apportieren, Geschirrtraining, Familienleben und regelmäßige Beschäftigung passen gut zu ihr.

Weniger geeignet ist sie für Menschen, die nur wegen eines möglichst wilden Aussehens kaufen oder keine Zeit für Pfoten-, Krallen- und Gewichtskontrolle aufbringen möchten. Der beste Vertreter der Rasse ist nicht der extremste, sondern ein funktioneller, freundlicher und gut beweglicher Familienbegleiter.

Häufige Fragen

Der offizielle TICA-Standard definiert die Pixiebob als Hauskatze, die dem North American Bobcat optisch ähneln soll. Eine Wildkatzenabstammung ist für die Rasse weder erforderlich noch ein anerkanntes Qualitätsmerkmal.
Bei einem Teil untersuchter Pixiebobs wurde eine heterozygote TBXT/T-Frameshift-Variante gefunden, die kurze Ruten verursachen kann. Nicht alle untersuchten kurzschwänzigen Tiere trugen diese Variante, sodass offenbar mehr als ein genetischer Mechanismus beteiligt sein kann.
Nein. Polydaktylie ist bei TICA erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Bis zu sieben Zehen pro Pfote sind im Standard zulässig. Normalzehige Tiere können ebenso reinrassige Pixiebobs sein.
TICA beschreibt die Rasse derzeit als grundsätzlich gesund und nennt keine einzelne zentrale Rassekrankheit. Sinnvoll sind Gewichtskontrolle, normale Vorsorge sowie bei kurzen Ruten und polydaktylen Pfoten die Kontrolle von Beweglichkeit, Zehen und Krallen.
TICA nennt etwa 8 bis 12 Pfund für Katzen und 12 bis 17 Pfund für Kater, also ungefähr 3,6 bis 5,4 beziehungsweise 5,4 bis 7,7 Kilogramm. Der Körper soll kräftig und muskulös, nicht übergewichtig sein.
TICA nennt ungefähr 13 bis 15 Jahre oder mehr. Wie bei jeder Katze hängt die tatsächliche Lebensdauer von Genetik, Körpergewicht, Zahngesundheit, Vorsorge und individuellen Erkrankungen ab.
Viele Tiere lassen sich gut an Geschirr und Leine gewöhnen. TICA beschreibt die Rasse als intelligent und trainierbar. Das Training sollte zuerst in der Wohnung beginnen und später in einen sicheren Außenbereich verlegt werden.
Der Aufwand ist niedrig bis mittel. Kurzhaar benötigt meist wöchentliches Bürsten; Langhaar etwas häufiger. Bei polydaktylen Tieren gehört zusätzlich die regelmäßige Kontrolle jeder einzelnen Kralle zur Pflegeroutine.

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