Burmilla

Burmilla Katze mit silbernem Fell und grünen

Steckbrief

Größe
Mittelgroß; elegant, kräftig und gut bemuskelt
Gewicht
ca. 4–5 kg im Durchschnitt
Lebenserwartung
ca. 15–18+ Jahre
Charakter
liebevoll, sozial, verspielt, neugierig, sanft und menschenbezogen
Pflegeaufwand
niedrig

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Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Pawmio bietet keine Versicherungsberatung an.

*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Einleitung

Die Burmilla ist eine elegante, mittelgroße Katzenrasse mit silbrig schimmerndem Fell, auffälliger Augenzeichnung und einem besonders freundlichen Wesen. Ihr Typ verbindet Merkmale der Burmese mit dem weicheren Ausdruck der Chinchilla-Perserkatze. Charakterlich gilt sie als sozial, verspielt und liebevoll, ohne dabei dauerhaft hektisch oder übermäßig fordernd zu sein.

Burmilla Katze: Herkunft und Entstehung

Die Rasse entstand Anfang der 1980er-Jahre in Großbritannien durch eine ungeplante Verpaarung. Laut TICA traf ein Chinchilla-Perserkater namens Jemari Sanquist auf die lilacfarbene Burmese-Katze Bambino Lilac Faberg. Aus dieser Verbindung wurden 1981 vier weibliche, kurzhaarige, schwarz-silber schattierte Kitten geboren. Ihr Aussehen und Temperament überzeugten so sehr, dass daraus ein gezieltes Zuchtprogramm entstand.

Auch FIFe beschreibt die Entstehung als Zufallsverpaarung zwischen Burmese und Chinchilla-Perser. Der Name setzt sich aus Teilen beider Ursprungsrassen zusammen: „Burm“ von Burmese und „illa“ von Chinchilla. FIFe erkannte die Rasse 1995 vollständig an.

Aussehen: silbernes Fell mit dunkler Schattierung

Das auffälligste Merkmal ist der helle, silberweiße Fellgrund mit farbiger Schattierung oder Tipping. Dadurch entsteht ein kontrastreicher, fast glitzernder Eindruck. TICA nennt unter anderem Schwarz, Braun, Blau, Chocolate, Lilac, Caramel, Beige und Apricot als mögliche Farbtöne.

Die Augen sind groß und ausdrucksstark und entwickeln sich häufig erst mit der Zeit vollständig in Richtung Grün. TICA weist darauf hin, dass die endgültige Augenfarbe bis zu zwei Jahre brauchen kann. Die dunkle Umrandung von Augen, Nase und Lippen verstärkt den typischen „Make-up“-Effekt.

Körperbau und Fellvarianten

FIFe beschreibt die Rasse als mittelgroß, kräftig und gut bemuskelt. Das Durchschnittsgewicht liegt etwa bei vier bis fünf Kilogramm, wobei Kater meist etwas massiver wirken. Der Körper soll elegant bleiben und nicht extrem kompakt oder schwer erscheinen.

Es gibt Kurzhaar- und Langhaarvarianten. Die Kurzhaarform besitzt ein seidiges, dichtes Fell, das relativ pflegeleicht ist. Die langhaarige Variante trägt ein feineres, halblanges Fell mit Federung an Bauch, Beinen und Schwanz. Beide Varianten sollen den gleichen eleganten Grundtyp zeigen.

Burmilla Charakter: sanft, verspielt und sozial

TICA beschreibt die Rasse als liebevoll, sozial, neugierig und verspielt. Gleichzeitig bringt die Chinchilla-Perser-Abstammung eine ruhigere, gelassenere Seite mit. Dadurch entsteht ein Temperament, das für viele Haushalte gut geeignet ist: aktiv genug für gemeinsames Spiel, aber nicht so fordernd wie sehr temperamentvolle Orientalen.

Viele Tiere bleiben bis ins Erwachsenenalter verspielt. Sie interessieren sich für Menschen, Spielzeug und Veränderungen in ihrer Umgebung, können aber auch längere Ruhephasen genießen. Diese Mischung macht sie für Familien, Paare, Einzelpersonen und ältere Menschen interessant.

Offizielle Rasseinformationen findest du bei TICA zur Burmilla und im FIFe-Rasseprofil.

Pflege und Haltung

Die Burmilla Haltung gilt als unkompliziert, wenn soziale Nähe und tägliche Beschäftigung vorhanden sind. Die Rasse kann sehr gut in einer Wohnung leben und benötigt keinen großen Garten. Wichtig sind sichere Klettermöglichkeiten, Rückzugsorte und regelmäßige Interaktion.

Burmilla als Wohnungskatze

Ein stabiler Kratzbaum, erhöhte Liegeflächen, Fensterplätze und verschiedene Schlaforte schaffen eine gute Basis. TICA beschreibt die Rasse als gute Kletterin und Springer. Deshalb sind vertikale Flächen sinnvoll, auch wenn sie nicht zu den extrem aktiven Rassen gehört.

Ein gesicherter Balkon oder ein katzensicherer Außenbereich kann den Alltag bereichern. Ungesicherter Freigang ist nicht notwendig. Viele Tiere genießen es bereits, am Fenster zu beobachten oder in erhöhter Position am Familienleben teilzunehmen.

Beschäftigung und Spiel

Die Rasse ist intelligent und neugierig. Interaktive Spielzeuge, Futterpuzzles, Angelspiele und kleine Suchaufgaben sind gut geeignet. TICA erwähnt ausdrücklich, dass viele Tiere Tricks lernen können und gern mit Spielzeug arbeiten, das mit Futterbelohnungen kombiniert ist.

Mehrere kurze Spieleinheiten über den Tag verteilt reichen meist aus. Ziel ist eine gute Balance zwischen Bewegung und Ruhe. Die Katze sollte beschäftigt werden, ohne dass sie dauerhaft auf ein hohes Aktivitätsniveau gebracht wird.

Zweitkatze und soziale Bedürfnisse

Viele Burmillas kommen gut mit anderen Katzen zurecht. Auch mit katzenfreundlichen Hunden kann ein harmonisches Zusammenleben möglich sein. Eine langsame Zusammenführung bleibt trotzdem wichtig, weil Persönlichkeit und Erfahrung entscheidender sind als die Rasse allein.

Bei regelmäßigen langen Abwesenheiten kann ein passender Katzenpartner sinnvoll sein. Mehrere Katzenklos, getrennte Futterstellen und verschiedene Rückzugsorte helfen, Konkurrenz zu vermeiden.

Kinder und Familienalltag

TICA und FIFe beschreiben die Rasse als familientauglich und sozial. Sie kann gut mit respektvollen Kindern zusammenleben und bleibt häufig bis ins Erwachsenenalter verspielt. Kinder sollten dennoch lernen, Schlafplätze zu respektieren und Kontakt nicht zu erzwingen.

Wenn du eine deutlich kompaktere und noch stärker menschenbezogene Kurzhaarkatze vergleichen möchtest, findest du im Rasseportrait der Burma-Katze einen passenden Vergleich. Weitere Rassen findest du in der PAWMIO Katzenrassen-Übersicht.

Burmilla Katze bei der tierärztlichen

Gesundheit & typische Krankheiten

Die Burmilla Gesundheit gilt insgesamt als gut. TICA beschreibt die Rasse allgemein als gesund und nennt keine einzelne Erkrankung, die für alle Tiere typisch wäre. Trotzdem ist aufgrund der Abstammung von Perser- und Burmese-Linien eine transparente Gesundheitsvorsorge in der Zucht wichtig.

Burmilla Krankheiten: PKD1 als relevantes Gentest-Thema

Ein wichtiges genetisches Thema ist die polyzystische Nierenerkrankung PKD1. Diese Erkrankung ist besonders aus Perserlinien bekannt und kann durch die historische Chinchilla-Perser-Abstammung auch für diese Rasse relevant sein. Das Veterinary Genetics Laboratory der UC Davis empfiehlt den PKD1-Test ausdrücklich für Burmillas.

Was passiert bei PKD1?

Bei betroffenen Katzen bilden sich Zysten in den Nieren. Diese können mit der Zeit größer werden und gesundes Nierengewebe verdrängen. Der Verlauf ist individuell unterschiedlich. Manche Katzen zeigen erst im Erwachsenenalter deutliche Symptome.

Mögliche Anzeichen einer nachlassenden Nierenfunktion sind vermehrtes Trinken, häufigeres Urinieren, Gewichtsverlust, Appetitmangel oder Übelkeit. Diese Symptome sind nicht spezifisch für PKD und können viele andere Ursachen haben.

DNA-Test vor der Zucht

PKD1 wird autosomal-dominant vererbt. Ein DNA-Test kann zeigen, ob eine Katze die relevante Variante trägt. Dadurch lässt sich die Erkrankung in der Zucht gezielt vermeiden. Weitere Informationen findest du beim Veterinary Genetics Laboratory der UC Davis zu PKD1.

Allgemeine Vorsorge bleibt wichtiger als Krankheitslisten

Da TICA die Rasse grundsätzlich als gesund einstuft, sollte nicht jede mögliche Erkrankung anderer Ursprungsrassen automatisch auf Burmillas übertragen werden. Sinnvoller sind regelmäßige Gesundheitskontrollen und nachvollziehbare Zuchtunterlagen.

Zur Vorsorge gehören Impfungen nach individuellem Risiko, Parasitenkontrolle, Zahnkontrollen, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen. Bei älteren Tieren können Blut- und Urinuntersuchungen helfen, Nieren-, Schilddrüsen- und Stoffwechselveränderungen früh zu erkennen.

Zähne und Körpergewicht

Zahnfleischentzündungen, Zahnstein und resorptive Zahnerkrankungen können wie bei anderen Katzen auftreten. Früh trainierte Zahnpflege ist sinnvoll. Auch das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden, da ein ruhigeres Temperament in Kombination mit zu energiereichem Futter zu Übergewicht führen kann.

Plötzlicher Gewichtsverlust, stark vermehrtes Trinken, Appetitverlust oder deutliche Verhaltensänderungen sollten immer tierärztlich abgeklärt werden.

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Ernährung

Für die Burmilla Ernährung ist keine spezielle Rassediät erforderlich. TICA weist ausdrücklich darauf hin, dass keine besonderen Ernährungsanforderungen bestehen. Ein vollständiges Katzenfutter, das zu Alter, Körpergewicht, Aktivität und Gesundheitszustand passt, bildet die Grundlage.

Burmilla Katzenfutter: Portionsgröße an Aktivität anpassen

Junge Tiere sind häufig sehr verspielt und aktiv. Im Erwachsenenalter werden viele etwas ruhiger. Die Futtermenge sollte deshalb nicht automatisch über Jahre gleich bleiben. Kastration, Alter und Bewegung beeinflussen den Energiebedarf deutlich.

Regelmäßiges Wiegen hilft, Veränderungen früh zu erkennen. Die Rippen sollten tastbar bleiben und von oben sollte eine leichte Taille erkennbar sein. Das Fell kann leichte Gewichtszunahmen optisch verdecken.

Nassfutter, Trockenfutter und Wasser

Nassfutter unterstützt durch seinen hohen Wasseranteil die Flüssigkeitsaufnahme. Trockenfutter kann ebenfalls Teil einer ausgewogenen Fütterung sein, sollte aber genau portioniert werden. Mehrere kleinere Mahlzeiten passen gut zum natürlichen Fressverhalten vieler Katzen.

Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. TICA empfiehlt, Wasser nicht direkt neben das Futter zu stellen. Mehrere Trinkstellen oder ein Trinkbrunnen können die Aufnahme fördern.

Futterspiele nutzen

Die neugierige und lernfähige Rasse eignet sich gut für Futterpuzzles und Suchspiele. Ein Teil der Tagesration kann darüber angeboten werden, statt zusätzliche Snacks zu verwenden. So werden Bewegung, Denken und Fressen miteinander verbunden.

Selbstgekochte Rationen nur professionell berechnen

Rohfütterung oder selbstgekochte Ernährung sollte nicht nach Gefühl zusammengestellt werden. Fehler bei Taurin, Calcium, Vitaminen oder Spurenelementen können langfristig gesundheitliche Probleme verursachen. Wer selbst füttern möchte, sollte eine fachlich berechnete Rezeptur verwenden.

Verhalten & Training

Der Burmilla Charakter kombiniert Verspieltheit mit einer sanften, angenehmen Grundruhe. Viele Tiere sind neugierig, intelligent und möchten regelmäßig wissen, was im Haushalt passiert. Gleichzeitig können sie sich gut entspannen und passen sich häufig flexibel an verschiedene Lebenssituationen an.

Burmilla Verhalten im Alltag

Viele Tiere suchen aktiv die Nähe ihrer Menschen, ohne permanent Aufmerksamkeit zu verlangen. Sie sitzen gern in der Nähe, begleiten Tätigkeiten oder fordern gelegentlich zu einem Spiel auf. Ihr Temperament liegt häufig zwischen dem lebhafteren Burmese-Typ und der ruhigeren Chinchilla-Perser-Seite.

Die Rasse bleibt häufig lange verspielt. TICA beschreibt sie als neugierig und intelligent und weist darauf hin, dass viele Tiere Tricks lernen können. Diese Lernfreude lässt sich im Alltag gut nutzen.

Training mit positiver Verstärkung

Clickertraining, Targettraining, einfache Tricks und kleine Apportierspiele sind möglich. Kurze Einheiten von wenigen Minuten reichen völlig aus. Belohnungen können aus Futter, Spiel oder Aufmerksamkeit bestehen.

Transportbox früh trainieren

Die Transportbox sollte dauerhaft oder regelmäßig offen in der Wohnung stehen. Eine vertraute Decke und gelegentliche Belohnungen helfen, sie als normalen Ort zu etablieren. Dadurch können Tierarztbesuche später deutlich entspannter werden.

Langeweile vermeiden, ohne zu überfordern

Futterpuzzles, Kartons, wechselnde Spielzeuge und erhöhte Beobachtungsplätze sorgen für Abwechslung. Es ist nicht notwendig, die Katze den ganzen Tag zu beschäftigen. Wichtiger sind regelmäßige kleine Impulse und verlässlicher sozialer Kontakt.

Plötzliche Verhaltensänderungen wie Rückzug, Aggressivität oder Unsauberkeit sollten nicht automatisch als Charakterproblem bewertet werden. Schmerzen und Erkrankungen können Verhalten deutlich verändern und sollten bei anhaltenden Auffälligkeiten ausgeschlossen werden.

Burmilla Katze beim Spielen in der Wohnung

Fell- und Körperpflege

Das Burmilla Fell gilt als pflegeleicht. Die Kurzhaarvariante besitzt ein feines, seidiges und dichtes Haarkleid, während die Langhaarvariante ein weiches, halblanges Fell trägt. TICA beschreibt beide Varianten als vergleichsweise unkompliziert in der Pflege.

Burmilla Fellpflege: einmal pro Woche reicht oft

TICA empfiehlt Bürsten oder Kämmen ungefähr einmal pro Woche. Bei kurzhaarigen Tieren reicht häufig ein weicher Pflegehandschuh oder eine sanfte Bürste. Bei der Langhaarvariante kann ein Metallkamm sinnvoll sein, um kleine Knoten früh zu erkennen.

Während des Fellwechsels kann etwas häufiger gepflegt werden. Regelmäßiges Bürsten reduziert lose Haare und hilft dabei, Haut, Fell und Körper früh auf Veränderungen zu kontrollieren.

Baden nur bei Bedarf

Regelmäßiges Baden ist für eine gesunde Familienkatze nicht notwendig. Katzen reinigen ihr Fell selbst sehr gründlich. Bei starker Verschmutzung sollte ein mildes, katzengeeignetes Shampoo verwendet werden.

Krallen, Ohren und Augen

Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gekürzt werden. Ein hoher, stabiler Kratzbaum unterstützt die natürliche Krallenpflege. Ohren werden nur gereinigt, wenn tatsächlich Verschmutzungen vorhanden sind.

Die auffällige dunkle Augenzeichnung gehört zum Rassetyp. Anhaltender Augenausfluss, Rötungen oder häufiges Zusammenkneifen der Augen sind dagegen kein normales Schönheitsmerkmal und sollten tierärztlich untersucht werden.

Zahnpflege

Zähneputzen mit spezieller Katzenzahnpasta ist eine sinnvolle Vorsorge. Wer bereits im jungen Alter kurze Berührungen am Maul trainiert, erleichtert spätere Pflege und Untersuchungen. Regelmäßige Zahnkontrollen bleiben trotzdem wichtig.

Hinweise für Katzenhalter

Wer eine Burmilla kaufen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass die Rasse in Deutschland deutlich seltener ist als Britisch Kurzhaar, Maine Coon oder Ragdoll. Es kann deshalb dauern, einen seriösen Züchter zu finden. Seltenheit sollte niemals dazu führen, bei Gesundheitsvorsorge oder Sozialisation Kompromisse zu akzeptieren.

Burmilla Züchter: PKD1-Test ansprechen

Ein verantwortungsvoller Züchter sollte Gesundheitsinformationen seiner Linien offen erklären können. Aufgrund der Perser-Abstammung ist insbesondere ein nachvollziehbarer PKD1-Status sinnvoll. Da die Erkrankung genetisch testbar ist, kann eine verantwortungsvolle Zucht das Risiko deutlich reduzieren.

Auch allgemeine Punkte sind wichtig: Kitten sollten in einem sauberen, sozialen Umfeld aufwachsen, Menschenkontakt und Alltagsgeräusche kennen und nicht zu früh abgegeben werden. Stammbaum, Impfstatus und tierärztliche Unterlagen sollten nachvollziehbar sein.

Kurzhaar oder Langhaar?

Beide Fellvarianten teilen den gleichen Grundcharakter. Wer möglichst wenig Pflegeaufwand möchte, findet in der Kurzhaarform die einfachere Variante. Die Langhaarform benötigt etwas mehr Aufmerksamkeit, gilt im Vergleich zu vielen anderen Langhaarrassen aber weiterhin als relativ pflegeleicht.

Kosten langfristig planen

Neben dem Kaufpreis entstehen laufende Kosten für Futter, Katzenstreu, Kratzmöbel, Spielzeug, Pflegeutensilien, Transportbox und tierärztliche Vorsorge. Auch Zahnbehandlungen, Blutuntersuchungen oder andere Diagnostik können im Laufe des Lebens größere Ausgaben verursachen.

Mit einer von TICA genannten Lebenserwartung von etwa 15 bis 18 Jahren oder mehr ist die Anschaffung eine langfristige Entscheidung. Betreuung bei Urlaub, Veränderungen im Beruf und mögliche Alterskrankheiten sollten von Anfang an mitgedacht werden.

Passt die Rasse zu meinem Alltag?

Sie passt gut zu Menschen, die eine soziale, liebevolle und verspielte Katze wünschen, ohne einen extrem aktiven Charakter zu suchen. Familien, Paare, ältere Menschen und Haushalte mit anderen freundlichen Haustieren können gut geeignet sein.

Weniger passend ist ein Alltag, in dem kaum Zeit für soziale Interaktion vorhanden ist. Auch eine ausgeglichene Katze benötigt Aufmerksamkeit, Spiel und die Möglichkeit, Teil des Familienlebens zu sein.

Mehrkatzenhaushalt und Ressourcen

In einem Haushalt mit mehreren Tieren sollten ausreichend Ressourcen vorhanden sein. Mehrere Toiletten, getrennte Futterstellen, zusätzliche Wasserplätze und verschiedene Rückzugsorte reduzieren Konkurrenz. Auch eine sozial verträgliche Katze sollte jederzeit die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.

Bei einer Neuvergesellschaftung ist Geduld wichtiger als Tempo. Geruchsaustausch, getrennte Bereiche und kurze positive Begegnungen funktionieren meist besser als sofortiger direkter Kontakt.

Seniorenalter und Vorsorge

Mit zunehmendem Alter können Aktivität und Beweglichkeit abnehmen. Niedrigere Einstiege bei Katzenklos, leicht erreichbare Liegeplätze und rutschfeste Wege erleichtern älteren Katzen den Alltag. Veränderungen bei Gewicht, Appetit, Durst oder Fellqualität sollten nicht automatisch als normale Alterserscheinung betrachtet werden.

Burmilla im Alltag: feste Routinen helfen

Im Alltag profitieren viele Tiere von vorhersehbaren Abläufen. Feste Fütterungszeiten, kurze Spielphasen und vertraute Schlafplätze geben Sicherheit. Gleichzeitig sollte genug Abwechslung vorhanden sein, damit die neugierige Katze geistig aktiv bleibt. Neue Kartons, einfache Suchspiele oder wechselnde Aussichtspunkte reichen häufig aus, um den Alltag interessant zu gestalten.

Auch bei Urlaub oder beruflicher Abwesenheit ist eine verlässliche Betreuung wichtig. Für viele Katzen ist es angenehmer, in der vertrauten Wohnung versorgt zu werden, statt häufig den Aufenthaltsort zu wechseln. Die Betreuungsperson sollte nicht nur Futter und Katzenklo übernehmen, sondern auch Verhalten, Appetit und allgemeines Wohlbefinden beobachten.

Gewicht und Bewegung langfristig beobachten

Die Burmilla wirkt elegant und muskulös, kann bei zu hoher Energiezufuhr aber wie jede Wohnungskatze an Gewicht zunehmen. Regelmäßiges Wiegen und tägliche kurze Spielangebote helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Besonders nach der Kastration oder im höheren Alter sollte die Futtermenge an den tatsächlichen Aktivitätsbedarf angepasst werden.

Häufige Fragen

Ja. Die Rasse eignet sich sehr gut für Wohnungshaltung, wenn Kratzmöglichkeiten, erhöhte Liegeplätze, tägliches Spiel und ausreichend sozialer Kontakt vorhanden sind. Ein gesicherter Balkon kann den Alltag bereichern, ist aber keine Voraussetzung.
Die Rasse ist mittelgroß, elegant und gut bemuskelt. FIFe nennt ein durchschnittliches Gewicht von etwa 4 bis 5 Kilogramm. Kater können etwas kräftiger wirken, während weibliche Tiere häufig feiner gebaut sind.
TICA beschreibt die Rasse grundsätzlich als gesund. Aufgrund der Chinchilla-Perser-Abstammung ist PKD1 ein relevantes Gentest-Thema; UC Davis empfiehlt den PKD1-Test ausdrücklich für Burmillas. Allgemeine Katzenkrankheiten können natürlich ebenfalls auftreten.
TICA nennt eine Lebenserwartung von ungefähr 15 bis 18 Jahren oder mehr. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Genetik, Ernährung, Körpergewicht, Wohnungssicherheit und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ab.
Die Rasse ist sozial und menschenbezogen. Eine Einzelhaltung kann funktionieren, wenn täglich ausreichend Kontakt vorhanden ist. Bei regelmäßigen langen Abwesenheiten kann ein passender Katzenpartner sinnvoll sein.
Der Pflegeaufwand ist niedrig. Bei der Kurzhaarvariante reicht meist ungefähr einmal wöchentliches Bürsten. Auch die Langhaarvariante gilt als relativ pflegeleicht, sollte aber etwas häufiger auf kleine Knoten kontrolliert werden.
Ja. TICA und FIFe beschreiben sie als freundlich, sozial und familientauglich. Viele Tiere kommen gut mit respektvollen Kindern, anderen Katzen und katzenfreundlichen Hunden zurecht. Rückzugsorte bleiben trotzdem wichtig.
Die Burmilla entstand aus einer Verpaarung zwischen Burmese und Chinchilla-Perser und verbindet deshalb Merkmale beider Linien. Im Vergleich zur Burma-Katze wirkt sie optisch durch das silberne Tipping deutlich anders und ist charakterlich oft etwas ruhiger und ausgeglichener.

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