Leckerli-Check: Wie viele Leckerlis darf mein Hund oder meine Katze am Tag?2026-10-19T11:56:16+02:00

Leckerli-Check: Wie viele Leckerlis darf mein Hund oder meine Katze am Tag?

Ein Leckerli für Sitz, eins nach dem Spaziergang, ein Kaustreifen am Abend: Über den Tag kommt schnell mehr zusammen, als man denkt. Der PAWMIO Leckerli-Check rechnet aus, wie viele Kilokalorien dein Hund oder deine Katze täglich aus Snacks bekommen darf, und zeigt dir mit einer einfachen Ampel, ob deine Leckerlis im grünen Bereich liegen. Du brauchst nur das Gewicht deines Tieres und die Kalorienangabe von der Packung.

Weiter unten findest du Tabellen nach Gewicht, Tipps zum Lesen der Packung und kalorienarme Alternativen.

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Leckerli-Check

Prüft, ob die täglichen Leckerlis unter 10 % des Energiebedarfs bleiben.

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*Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen der Anbieter sowie auf Kundenbewertungen (Trustpilot, eKomi). Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keine Empfehlung dar. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Leckerlis sollten höchstens 10 % der täglichen Kalorien liefern. Das empfehlen die WSAVA und die AAHA.
  • Die übrigen 90 % kommen aus einem vollwertigen Haupt­futter, das alle Nährstoffe enthält.
  • Alles zählt mit: Kauartikel, Dentalsticks, Tischreste, Leckpasten und das Stück Käse für die Tablette.
  • Die Kalorien der Leckerlis ziehst du vom Hauptfutter ab, sonst nimmt dein Tier zu.
  • Soll dein Tier abnehmen, berechne zuerst die Diätration mit dem Abnehmrechner.
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Die 10-Prozent-Regel: Woher sie kommt und warum sie gilt

Die Faustregel stammt aus den internationalen Ernährungsleitlinien für Hunde und Katzen. Sowohl die World Small Animal Veterinary Association (WSAVA) als auch die American Animal Hospital Association (AAHA) empfehlen, dass Leckerlis und andere Extras nicht mehr als 10 % der täglichen Energieaufnahme ausmachen. Auch die Stiftung Warentest legt diese Grenze ihrem Test von Hundesnacks zugrunde.

Dahinter stecken zwei Risiken. Gibst du Leckerlis zusätzlich zur vollen Futtermenge, nimmt dein Tier mehr Energie auf, als es verbraucht, und legt mit der Zeit an Gewicht zu. Ziehst du dagegen sehr viele Leckerlis vom Hauptfutter ab, fehlen irgendwann Nährstoffe. Denn Snacks sind meist Ergänzungsfutter und nicht so zusammengesetzt, dass sie den Bedarf an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen decken.

Wie heikel das bei manchen Tieren ist, zeigt eine Studie aus dem Jahr 2025 in der Fachzeitschrift Veterinary Sciences. Die Forschenden haben anhand von Etiketten berechnet, was passiert, wenn 10 % des Bedarfs durch Snacks ersetzt werden. Bei Hunden und aktiven Katzen blieben die Mindestwerte für Eiweiß erfüllt. Bei inaktiven Katzen unterschritten dagegen manche Futterkombinationen die Mindestwerte für Eiweiß und Fett. Die Autoren werten das als Hinweis, dass gerade Wohnungskatzen eher weniger als 10 % aus Snacks bekommen sollten. Die 10 % sind also eine Obergrenze und kein Ziel, das du ausschöpfen musst.

Wann eine strengere Grenze sinnvoll ist

Bei manchen Tieren lohnt es sich, deutlich unter 10 % zu bleiben. Dazu gehören Tiere in einer Diät, Tiere mit Diätfutter wegen einer Erkrankung, etwa bei Nieren- oder Harnsteinproblemen, und Tiere mit Futtermittelallergie. Hier kann schon ein einzelner Snack mit den falschen Zutaten den Therapieerfolg gefährden. Frag in solchen Fällen in der Tierarztpraxis, welche Belohnungen zur Behandlung passen. Oft gibt es das Diätfutter auch als Leckerli-Variante, oder einzelne Kroketten der Ration dienen als Belohnung.

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So rechnet der Leckerli-Check

Der Leckerli-Check arbeitet in drei Schritten. Zuerst bestimmt er den Ruheenergiebedarf deines Tieres mit der Formel RER = 70 × Körpergewicht in kg hoch 0,75. Danach multipliziert er diesen Wert mit den Faktoren für normal aktive, erwachsene Tiere. Es sind dieselben Faktoren wie in unserem Futterrechner, damit beide Tools zueinander passen:

Tierkastriertnicht kastriert
Hund1,4–1,6 × RER1,6–1,8 × RER
Katze1,2–1,4 × RER1,4–1,6 × RER

Daraus ergibt sich eine Spanne für den Tagesbedarf. 10 % davon sind dein Leckerli-Budget. Im dritten Schritt multipliziert der Leckerli-Check die Kalorien pro Leckerli mit der Anzahl pro Tag und vergleicht das Ergebnis mit dem unteren Wert der Spanne. So bleibt die Bewertung auf der sicheren Seite.

Ein Beispiel: Ein kastrierter Hund wiegt 12 kg. Sein Ruhebedarf liegt bei etwa 451 kcal, der Tagesbedarf bei rund 632 bis 722 kcal. Das Leckerli-Budget beträgt also etwa 63 bis 72 kcal. Bekommt er vier Kaustreifen mit je 25 kcal, sind das 100 kcal und damit rund 16 % des Bedarfs. Die Ampel springt auf Rot, und der Leckerli-Check zeigt dir, dass von diesem Snack höchstens zwei Stück pro Tag ins Budget passen.

Und für Katzen: Eine kastrierte Katze wiegt 4,5 kg. Ihr Ruhebedarf liegt bei etwa 216 kcal, der Tagesbedarf bei rund 260 bis 303 kcal. Ihr Leckerli-Budget beträgt damit nur etwa 26 bis 30 kcal. Bekommt sie dreimal täglich ein Knusperkissen mit je 8 kcal, sind das 24 kcal oder gut 9 % des Bedarfs. Die Ampel bleibt grün, aber viel Spielraum ist nicht mehr. Eine zusätzliche Leckpaste würde sie schnell ins Rote bringen.

Wichtig: Der Leckerli-Check gilt für gesunde, erwachsene Tiere mit Idealgewicht. Ist dein Tier zu dick, liegt sein Tagesbedarf niedriger. Dann bestimmt der Abnehmrechner die Ration und das passende Leckerli-Budget.

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Kalorien auf der Packung finden: kcal je Stück oder je 100 g

Für den Leckerli-Check brauchst du die Kalorien pro Leckerli. Viele Hersteller geben den Energiegehalt je 100 g an, manche zusätzlich je Stück. Steht nur der Wert je 100 g auf der Packung, rechnest du so:

  1. Wiege zehn Leckerlis auf der Küchenwaage und teile das Gewicht durch zehn. So erhältst du das Durchschnittsgewicht eines Stücks.
  2. Rechne: kcal je 100 g ÷ 100 × Gewicht eines Stücks in Gramm.
  3. Beispiel: Ein Snack hat 350 kcal je 100 g, ein Stück wiegt 4 g. Das sind 350 ÷ 100 × 4 = 14 kcal pro Stück.

Nicht jede Packung nennt den Energiegehalt. Die Stiftung Warentest hat 2024 insgesamt 17 Hundesnacks geprüft und alle mit mangelhaft bewertet, weil die Fütterungsempfehlungen irreführend, falsch oder gar nicht vorhanden waren. Laut der Pressemitteilung der Stiftung Warentest sind Hersteller nicht gesetzlich verpflichtet, eine maximale Tagesmenge anzugeben. Die Tester fordern deshalb klare Angaben, wie viel Hauptfutter man für die Snacks weglassen soll.

Findest du keine Angabe, frag beim Hersteller nach oder wähle ein Produkt, das seine Kalorien offen nennt. Bei selbst gemachten Snacks wie gekochtem Huhn kannst du Nährwerttabellen für Lebensmittel nutzen und die Menge abwiegen.

Leckerli-Budget für Hunde nach Gewicht

Die Tabelle zeigt gerundete Richtwerte aus dem Leckerli-Check für kastrierte, normal aktive Hunde mit Idealgewicht. Für unkastrierte Hunde liegt das Budget etwas höher, für ruhige oder ältere Hunde eher darunter.

GewichtTagesbedarf (ca.)Leckerli-Budget 10 %Bei 10 kcal je Stück
5 kg328–374 kcal33–37 kcal3 Stück
10 kg551–630 kcal55–63 kcal5 Stück
20 kg927–1.059 kcal93–106 kcal9 Stück
30 kg1.256–1.436 kcal126–144 kcal12 Stück
40 kg1.559–1.781 kcal156–178 kcal15 Stück

Die Spalte mit 10 kcal je Stück zeigt, wie schnell kleine Hunde an ihre Grenze kommen. Ein großer Kauknochen oder ein Ochsenziemer kann bei einem kleinen Hund schon allein das gesamte Tagesbudget überschreiten. Für das Training lohnen sich deshalb winzige Stücke: Ein Leckerli, das du in vier Teile brichst, ergibt viermal so viele Belohnungen bei gleichen Kalorien.

Leckerlis im Hundetraining clever einsetzen

Wer viel trainiert, zum Beispiel in der Hundeschule oder beim Rückruf, verteilt schnell mehrere Dutzend Belohnungen am Tag. Damit das Budget trotzdem reicht, helfen drei Kniffe: Nutze sehr kleine Stücke in Erbsengröße, denn für den Hund zählt vor allem die Belohnung an sich und weniger ihre Größe. Wechsle zwischen besonders begehrten Happen für schwierige Übungen und einfachen Kroketten aus der Tagesration für leichte Aufgaben. Und plane an intensiven Trainingstagen das Hauptfutter bewusst etwas kleiner ein, statt die Leckerlis einfach obendrauf zu geben.

Gerade bei Rassen, die zu Übergewicht neigen, lohnt sich ein genauer Blick. Mehr zu typischen Rassen und ihren Eigenheiten findest du in unseren Übersichten zu kleinen, mittelgroßen und großen Hunderassen.

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Leckerli-Budget für Katzen

Katzen haben im Leckerli-Check ein sehr kleines Budget. Eine kastrierte 4-kg-Katze darf nach unseren Faktoren nur etwa 24 bis 28 kcal pro Tag aus Snacks bekommen. Die WSAVA nennt in ihrem Leitfaden zu Katzenleckerlis für dieses Gewicht sogar nur rund 22 kcal, weil sie mit einem etwas niedrigeren Bedarf rechnet. Im Zweifel orientierst du dich am unteren Wert.

GewichtTagesbedarf kastriert (ca.)Leckerli-Budget 10 %WSAVA-Richtwert
3 kg191–223 kcal19–22 kcal20 kcal
4 kg238–277 kcal24–28 kcal22 kcal
5 kg281–328 kcal28–33 kcal25 kcal
6 kg322–376 kcal32–38 kcal26 kcal

Leckpasten, Cremesnacks und Knusperkissen enthalten oft mehr Energie, als ihre Größe vermuten lässt. Milch ist keine gute Belohnung: Laut WSAVA vertragen viele Katzen keinen Milchzucker. Auch Thunfisch aus der Dose für Menschen oder Wurst sind wegen Salz und Fett ungeeignet.

Ein Tipp für Wohnungskatzen: Nimm einen Teil des Trockenfutters aus der Tagesration und nutze die Kroketten als Belohnung, zum Beispiel beim Clickertraining oder im Fummelbrett. So bekommt die Katze Abwechslung, ohne dass zusätzliche Kalorien entstehen. Neigt deine Katze zu Übergewicht, lies auch unsere Seite zu Adipositas bei Katzen.

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Infografik: Die Leckerli-Ampel

Die Ampel zeigt auf einen Blick, wie sich der Tagesbedarf aufteilt und wie viele Kalorien typische Hunde und Katzen aus Leckerlis bekommen dürfen. Die Werte gelten für kastrierte, normal aktive Tiere mit Idealgewicht.

Infografik Leckerli-Check: Leckerli-Ampel mit 10-Prozent-Regel und Leckerli-Budget für Hund und Katze nach Gewicht

Grün bedeutet, dass deine Leckerlis unter 10 % des Tagesbedarfs bleiben. Rot heißt, dass sie darüber liegen. Dann solltest du kleinere oder weniger Stücke geben oder auf kalorienarme Alternativen wechseln. Auch im grünen Bereich gilt: Die Leckerli-Kalorien werden vom Hauptfutter abgezogen.

Die Ampel im Leckerli-Check bewertet bewusst streng. Sie vergleicht deine Leckerlis immer mit dem unteren Wert der Bedarfsspanne. Ist dein Tier eher ruhig, älter oder verbringt viel Zeit drinnen, liegt sein tatsächlicher Bedarf ohnehin eher am unteren Rand. Wenn die Ampel trotz geringer Mengen rot zeigt, liegt das meist an sehr energiereichen Produkten wie Kauknochen, Käsewürfeln oder Leckpasten. Dann lohnt ein Wechsel zu kleineren oder leichteren Snacks mehr als ein kompletter Verzicht.

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Was zählt alles als Leckerli?

Viele Halter rechnen im Leckerli-Check nur die klassischen Belohnungshappen mit. Für die 10-Prozent-Grenze zählt aber alles, was nicht zum Hauptfutter gehört:

  • Trainingsleckerlis und Belohnungen beim Spaziergang
  • Kauartikel wie Kauknochen, Ochsenziemer, Kaustangen und getrocknete Fleischstreifen
  • Dentalsticks und Zahnpflegesnacks
  • Leckpasten, Cremesnacks und Malzpaste bei Katzen
  • Tischreste wie Käserinde, Wurstscheiben oder Brotkanten
  • Futter im Spielzeug, zum Beispiel die Füllung eines Kong, sofern sie nicht aus der Tagesration stammt
  • Verstecke für Tabletten aus Käse, Leberwurst oder Pillentaschen

Fettreiche Snacks sind nicht nur wegen der Kalorien kritisch. Beim Hund können sehr fettige Reste wie Bratenfett oder Wursthaut den Magen-Darm-Trakt belasten und stehen im Verdacht, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung zu begünstigen. Gib Reste vom Tisch deshalb am besten gar nicht.

Ein einfacher Weg, den Überblick zu behalten: Lege morgens alle Leckerlis für den Tag in eine kleine Dose. Was drin ist, darf verteilt werden. Ist die Dose leer, gibt es Lob, Spiel oder Streicheleinheiten statt Futter. Das klappt auch, wenn mehrere Personen im Haushalt füttern.

Hilfreich ist außerdem ein kurzes Leckerli-Protokoll für eine Woche. Notiere jeden Snack mit Sorte und Anzahl, auch die kleinen Happen zwischendurch. Danach gibst du den Tagesdurchschnitt in den Leckerli-Check ein. Viele Halter sind überrascht, wie viel sich nebenbei ansammelt, besonders an Wochenenden oder wenn Besuch da ist.

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Kalorienarme Alternativen und Belohnung ohne Futter

Wenn das Budget knapp ist, helfen leichte Belohnungen. Für Hunde eignen sich zum Beispiel Stücke von Karotte, Gurke oder Apfel ohne Kerngehäuse. Sie liefern wenig Energie und sorgen für Kauspaß. Führe neue Lebensmittel langsam ein und beobachte die Verdauung.

Vorsicht bei Lebensmitteln aus der Küche: Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Schokolade und der Süßstoff Xylit sind für Hunde giftig. Bei Katzen sind unter anderem Zwiebeln, Knoblauch und viele Zimmerpflanzen gefährlich. Wenn du unsicher bist, prüfe das Lebensmittel vorher im Gift-Check.

Belohnung muss nicht immer essbar sein. Diese Alternativen funktionieren bei vielen Tieren genauso gut:

  • Ein kurzes Zerrspiel oder das Lieblingsspielzeug für den Hund
  • Eine Runde mit der Federangel für die Katze
  • Lob mit freundlicher Stimme und Streicheln an der Lieblingsstelle
  • Schnüffeln lassen an einer spannenden Stelle beim Spaziergang
  • Gemeinsame Suchspiele, bei denen ein Teil der normalen Tagesration versteckt wird

Belohnungen, die Katzen wirklich mögen

Katzen reagieren sehr unterschiedlich auf Belohnungen. Manche lieben eine einzelne Krokette aus der Hand, andere bevorzugen ein Jagdspiel oder ausgiebiges Bürsten. Beobachte, worauf deine Katze besonders anspricht, und setze das gezielt ein. Futterspiele wie ein Fummelbrett oder ein Futterball verbinden Belohnung und Bewegung. Die Katze erarbeitet sich ihre normale Tagesration, statt zusätzliche Snacks zu bekommen. Gerade für Wohnungskatzen ist das eine einfache Möglichkeit, Langeweile und Übergewicht gleichzeitig vorzubeugen.

So bleibt das Training motivierend, und dein Tier lernt, dass sich Kooperation auch ohne Extra-Kalorien lohnt.

Was Tests über Hundesnacks zeigen

Im Herbst 2024 hat die Stiftung Warentest Hundesnacks getestet: 17 Produkte, vom Kaustreifen bis zum Trainingsknöchelchen. Kein einziges bekam eine gute Note, alle erhielten das Urteil mangelhaft. Hauptkritik waren die Fütterungsempfehlungen: Sie waren auf allen Packungen irreführend, falsch oder fehlten ganz. Wer sich daran hält, riskiert, sein Tier zu überfüttern.

Die Tester weisen auf zwei Folgen hin: Ersetzen Snacks einen Teil des Hauptfutters, kann über die Zeit ein Nährstoffmangel entstehen. Kommen sie zusätzlich zur vollen Ration dazu, droht Übergewicht. Gefordert wird deshalb eine Angabe auf jeder Packung, die die Tagesmenge auf höchstens 10 % des Energiebedarfs begrenzt und erklärt, wie viel Hauptfutter weggelassen werden soll.

Für dich heißt das: Verlass dich nicht auf die Tagesmenge auf der Packung. Rechne lieber selbst mit dem Leckerli-Check nach. Wenn dein Tier wegen Übergewicht, Diabetes oder Gelenkproblemen behandelt werden muss, können schnell hohe Kosten entstehen. Einen Überblick gibt unser Ratgeber zu den Tierarztkosten. Eine Kranken- oder OP-Versicherung lässt sich am einfachsten abschließen, solange dein Tier gesund ist, siehe Hundeversicherung und Katzenversicherung.

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Häufige Fragen zum Leckerli-Check

Wie viele Leckerlis darf ein Hund am Tag bekommen?

Das hängt nicht von der Stückzahl ab, sondern von den Kalorien. Höchstens 10 % des Tagesbedarfs dürfen aus Leckerlis stammen. Ein 10-kg-Hund kommt damit auf etwa 55 bis 63 kcal, ein 30-kg-Hund auf etwa 126 bis 144 kcal.

Wie viele Leckerlis darf eine Katze am Tag bekommen?

Für eine kastrierte 4-kg-Katze sind es nur etwa 22 bis 28 kcal pro Tag. Bei Leckpasten und Cremesnacks reicht oft schon eine Portion, um das Budget auszuschöpfen.

Muss ich das Hauptfutter reduzieren, wenn ich Leckerlis gebe?

Ja. Ziehe die Kalorien der Leckerlis von der Tagesration ab. Wie viel Hauptfutter dann übrig bleibt, berechnet der Futterrechner, wenn du dort den Leckerli-Anteil einstellst.

Zählen Dentalsticks und Kauknochen auch?

Ja. Kauartikel und Zahnpflegesnacks liefern ebenfalls Energie und gehören ins 10-Prozent-Budget.

Mein Tier ist zu dick. Gilt der Check trotzdem?

Der Leckerli-Check rechnet mit dem aktuellen Gewicht und einem normalen Bedarf. Für übergewichtige Tiere ist das zu großzügig. Nutze zuerst den Abnehmrechner. Er zeigt dir das Leckerli-Budget auf Basis der Diätration.

Welche weiteren Tools gibt es?

Alle Rechner und Checks von PAWMIO, etwa den Impfplan oder den Gewichtsverlauf, findest du unter Rechner & Checks.

Quellen: WSAVA Global Nutrition Guidelines; WSAVA Guide to Treats for Cats; AAHA Nutrition and Weight Management Guidelines 2021; Stiftung Warentest, Pressemitteilung Hundesnacks 2024; Veterinary Sciences 2025, 12(3), 282.

Hinweis: Der Leckerli-Check liefert Orientierungswerte für gesunde, erwachsene Tiere und ersetzt keine tierärztliche Ernährungsberatung.

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